Arbeiten an der Trommelbremse Nicht nur eine Scheibenbremse braucht Pflege
Sie sind komplett abgekapselt von der Außenwelt. Ihre Pflege und Wartung wird gern vernachlässigt. Dabei sind Arbeiten an Trommelbremsen leicht zu stemmen. Unsere Werkstattfolge zeigt, wie es geht.
Bis Anfang der 1970er-Jahre waren Trommelbremsen Standard, je nach Fahrzeug in Simplex-, Duplex- oder Doppelduplex-Ausführung. Heute nur noch vereinzelt bei Rollern, 125ern und kleineren Cruisern zu finden - und meist im Hinterrad. Nicht mit ABS möglich.
Foto: jkuenstle.de
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Trommelbremsen sind auch im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert noch weitverbreitet: als hintere Bremse an vielen älteren Youngtimern bis hin zu moderneren Mittelklasse-Bikes, Enduros und Rollern.
Funktion
Durch Betätigen des Hand- oder Fußbremshebels wird entweder ein Bowdenzug oder ein Bremsgestänge betätigt, welches auf den Radbremshebel wirkt, der auf der Bremswelle montiert ist. Der innere Teil der Bremswelle ist ein beidseitig abgeflachter Bremsnocken: Wird beim Bremsvorgang die Bremswelle um einen bestimmten Betrag gedreht, spreizt der Bremsnocken die Bremsbacken, die sich dann von innen an die Bremstrommel („Bremsring“) anlegen.
Regelmäßige Kontrollen
- Hand- und Fußbremshebel müssen sich leicht bewegen lassen und beim Loslassen sauber in ihre Ausgangslage zurückkehren.
- Das „freie Spiel“ am Ende des Bremshebels (bevor sich die Bremsbacken an die Bremstrommel anlegen) muss mindestens 10 bis 15 mm betragen und darf 25 mm nicht überschreiten.
- Der Fußbremshebel darf beim Durchtreten keine Fahrzeugteile berühren, wie z. B. Fußrastenhalterung, Auspuffrohr oder Motorseitendeckel. Sollte dies der Fall sein, wie oft nach einem Sturz: Zunächst Bremshebel richten!
- Verschleißbeurteilung von außen: An der Ankerplatte ist eine Verschleißanzeige angebracht, die den Verschleiß der Bremsbeläge in Abhängigkeit zur Stellung des Radbremshebels zeigt. Wenn die Bremsbeläge nahezu verschlissen sind, ist auch die Nachstellmöglichkeit des Bremsgestänges erschöpft.
- Spätestens beim Radausbau zum Reifenwechsel sollten die Bremsbeläge auf ausreichende Dicke sowie unbeschädigte Oberfläche überprüft werden.







