Was bringt der neue E10-Kraftstoff? Vor- und Nachteile des Ethanol-Sprits
Super E10 ist nichts für die Kawasaki GPZ 500. Wie viele andere Youngtimer und ältere Motorräder verträgt sie keinen Sprit mit zehn Prozent Ethanol, der seit Anfang 2011 an den Tankstellen Deutschlands aus speziell gekennzeichneten Zapfsäulen fließt.
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Bis 2010 enthielten die Benzinsorten in Deutschland bis zu fünf Prozent Bioethanol, was Motorräder und Autos munter wegstecken. Bereits 2008 versuchte die Bundesregierung, die EU-Vorgabe zur Einführung von Kraftstoffen mit E10 in Deutschland umzusetzen.
Damals scheiterte die Erhöhung auf bis zu zehn Prozent Anteil Bioethanol am Protest wütender Autofahrer, die Schäden an ihren Schätzchen befürchteten. Jetzt hat das Bundesumweltministerium die Kraftstoffanbieter verpflichtet, neben Super E10 auch weiterhin Benzin anzubieten, das höchstens fünf Prozent Ethanol enthält. Und zwar zeitlich unbefristet. Während die EU-Verordnung vorsieht, dass es E5-Sprit bis mindestens 2013 gibt, müssen die Tankstellen in Deutschland auch darüber hinaus E5-Kraftstoff offerieren, wie das Bundesumweltministerium erklärt.
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Unklar ist die Situation in anderen europäischen Ländern. Der ADAC rät deshalb, im Ausland vorerst keinen E10-Kraftstoff zu tanken. "Solange unterschiedliche nationale Kraftstoffnormen gelten, führt das zu teilweise abweichenden Hersteller-Freigaben", lautet das Resümee des Automobilclubs.








