16-Jähriger auf A96 tödlich verunglückt Ursache: Illegales Autorennen?

Ein Alptraum, der bittere Realität wurde: Auf der A96 in Bayern rammt ein Audi-Fahrer mit hohem Tempo eine 125er von hinten. Der 16-Jährige stirbt noch am Unfallort, der Autofahrer bleibt unverletzt. Die Polizei schließt nicht aus, dass ein illegales Autorennen Grund für den Unfall war, und sucht Zeugen.

Es passierte am 18. Juli 2017 gegen 21.50 Uhr auf der A96 in Bayern zwischen Memmingen und Landsberg/Lech: Ein 47 Jahre alter Audi-Fahrer ist mit hoher Geschwindigkeit unterwegs in Richtung München. Plötzlich knallt es.

Der Polizei gegenüber gibt der Fahrer des Audi A4 RS-Modells (420 PS) später an, zuerst an einen Reifenplatzer gedacht zu haben. Dass er in Wahrheit eine 125er auf dem rechten Fahrstreifen nicht gesehen und von hinten gerammt hat, war ihm offenbar aufgrund seines enorm hohen Tempos zunächst gar nicht bewusst.

Der Audi muss extrem schnell gewesen sein, bestätigt die Polizei. Der unverletzt gebliebene Fahrer gab weiter an, zuvor von einem hellen BMW mit ebenfalls sehr hohem Tempo geschnitten worden zu sein. Der erst 16 Jahre alte Fahrer einer 125er-Enduro hatte keine Chance, er war sofort tot.

Die Polizei schließt nicht aus, dass zwischen dem Audi und dem BMW zuvor eine Art Rennen auf der A96 stattgefunden hatte. Das sei zwar eine Spekulation, aber auch eine Möglichkeit, "der wir nachgehen", sagte ein Polizeisprecher zur Augsburger Allgemeinen Zeitung. Gegen den Audi-Fahrer wird jetzt wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Konkret sucht die Polizei nun Zeugen, denen am Dienstag, 18.7.2017, gegen 22 Uhr auf der A96 bei Bad Wörishofen in Richtung Landsberg ein schwarzer Audi mit MN-Kennzeichen und ein heller BMW, beide mit hohem Tempo, aufgefallen ist. Hinweise an Telefon 08331/100311 oder per E-Mail an pp-sws.memmingen.aps@polizei.bayern.de.

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