ADAC Unfallforschung: Motorrad-ABS rettet Leben Motorrad-ABS: Zu wenig Verbreitung in allen Klassen

Die Unfallforschung des ADAC fand heraus, dass Antiblockiersysteme bei Motorrädern jährlich 160 Leben in Deutschland retten können. Laut ADAC hätten bis zu 6900 Motorrad-Unfälle mit Verletzungen 2009 verhindert werden können, wenn die Fahrer ABS an Bord gehabt hätten.

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Foto: ADAC

Bisher ist die Verbreitung des Blockierverhinderers viel zu gering. Bei Motorrädern unter 250 ccm ist ABS sogar nur bei weniger als einem Prozent der Modelle verbreitet. Bei den schwereren Maschinen gibt es das Sicherheitssystem bei gut 25 Prozent der Zweiräder in Europa. Der Club fordert die Hersteller deswegen dazu auf, möglichst viele Modelle mit ABS – und zwar in allen Klassen – anzubieten. Die Preise für ABS müssen außerdem moderat gestaltet werden. Den Käufern von Motorrädern mit ABS sind ferner Fahrsicherheitstrainings anzubieten, die den perfekten Umgang mit der Technik vermitteln - so der ADAC.

ABS für Motorräder ist eine für die Verkehrssicherheit notwendige Technik, die noch mehr als bisher den "Weg auf die Straße" finden muss. Nicht ohne Grund wurde das Motorrad-ABS von Bosch 2010 mit dem Gelben Engel, dem Innovationspreis des ADAC, ausgezeichnet.

Wichtig: Eine ABS-Technologie alleine kann aber nicht alle Unfälle verhindern. Entscheidend ist daher immer die angemessene Fahrweise. Fahrer sind daher aufgefordert vor Kreuzungen und Einmündungen – an diesen Stellen passieren am meisten Unfälle – besonders vorsichtig zu fahren und die Geschwindigkeit anzupassen.

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