AU wird Bestandteil der HU Abgastest verschoben

Foto: Gargolov
Sie kommt später, aber sie kommt: Frühestens ab 1. April 2006, vermutlich jedoch erst ab Juli 2006, müssen Motorräder in Deutschland alle zwei Jahre zur Abgasuntersuchung (AU). Diese wird zwingender Bestandteil der alle zwei Jahre fälligen Hauptuntersuchung (HU). Vorteil für die Motorradfahrer: Es wird keine weitere Prüfplakette auf dem Nummernschild nötig. Nachteil: Die HU wird teurer, je nach Aufwand, Zahl der Zylinder bzw. Schalldämpfer und Prüfstelle zwischen 20 und 35 Euro.

Betroffen sind alle Motorräder und „Kraftroller“ sowie alle Leichtkrafträder und -roller bis 125 cm² und 15 PS. Allerdings nur, wenn diese Fahrzeuge ab dem 1. Januar 1989 erstmals zugelassen wurden. Im Rahmen der AU werden Vergaser bzw. Einspritzsystem und die Auspuffanlage einer „eingehenden Sichtprüfung“ unterzogen. Zusätzlich wird der Kohlenmonoxidgehalt des Abgases im Leerlauf gemessen, bei Fahrzeugen mit geregeltem Katalysator im erhöhten Leerlauf ab 2000/min. Neben amtlichen Prüfstellen können auch speziell zertifizierte Werkstätten diese Untersuchung eigenverantwortlich durchführen.

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