BMW verliert Hinterrad auf der Autobahn Alptraum-Unfall

Mitten auf der Autobahn bricht die BMW R 1150 GS plötzlich zusammen. Fahrer und Beifahrerin stürzen, werden schwer verletzt. Die Polizei ermittelt die Ursache.

Foto: Seibel

Samstag früh (21.6.) auf der stark befahrenen A8: Eine Gruppe Motorradfahrer aus Rheinland-Pfalz ist auf dem Rückweg nach Hause nach Germersheim. Da passiert kurz vor der Rastanlage Pforzheim das Unfassbare. Hilflos müssen die Kumpels mit ansehen, wie eine der beiden BMW R 1150 GS aus der Gruppe, beladen mit zwei Personen, Koffern und Topcase, plötzlich schlingert und dann buchstäblich zusammenbricht. Das von der Einarmschwinge abgerissene Hinterrad rollt alleine weiter. Das Pärchen (sie 56, er 58) wird auf die Fahrbahn geschleudert.

Laut Polizei Karlsruhe wurden Fahrer und Beifahrerin bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Beide kamen in örtliche Krankenhäuser. Rund eine Stunde sperrte die Polizei zwei der drei Fahrspuren, im Urlaubsverkehr bildete sich ein acht Kilometer langer Stau. Drei der vier Schrauben, die das Hinterrad mit Einarmschwinge und Kardan der GS verbinden, fehlten, die vierte war abgerissen. Die Ursache dafür blieb vorerst unklar.

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Schrauben anscheinend nicht richtig angezogen

Später ergaben die Ermittlungen der Karlsruher: Der Fahrer hatte offenbar selbst an seiner BMW geschraubt und die drei fehlenden Schrauben anscheinend nicht richtig angezogen. Sie hatten sich auf der Autobahn dann eine nach der anderen verabschiedet, bis am Unfallort auf Höhe der Raststätte auch die vorletzte sich löste und die letzte unter der Belastung riss.

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