EU-Plan: Jährliche Hauptuntersuchungen Jetzt formiert sich europaweit Protest

Der Vorschlag der EU-Kommission, für Autos und Motorräder älter als sechs Jahre künftig eine jährliche Hauptuntersuchung (HU, im Volksmund "TÜV", in Deutschland für Motorräder bisher alle zwei Jahre) zur Pflicht zu machen, hat besonders unter Motorradfahrern Empörung ausgelöst.


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Jetzt formiert sich Protest, vor allem in den Ländern, in denen es bisher noch gar keine Pflicht zur regelmäßigen technischen Überprüfung von Motorrädern gab. So haben in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Irland und Finnland am Wochenende tausende Motorradfahrer mit langen Korsos ihrem Unmut über den drohenden EU-Kontrollzwang Luft gemacht. In Brüssel hatte die FEMA als Dachorganisation europäischer Motorradfahrerverbände zur Hauptkundgebung aufgerufen. Laut FEMA haben sich rund 5000 Biker aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, England und auch aus Deutschland daran beteiligt.

In Frankreich gab es zeitgleich in allen größeren Städten Motorrad-Kundgebungen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer dort hat die FEMA auf 27000 beziffert. Und selbst im irischen Dublin und der finnischen Hauptstadt Helsinki waren es jeweils einige hundert Motorradfahrer, die gegen die EU-Pläne demonstrierten.

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