EU-Recht Ganz ohne MPU

Deutsche Behörden müssen rechtmäßig in EU-Ländern ausgestellte Führerscheine anerkennen, auch wenn hierzulande wegen Eignungszweifeln eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich wäre, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH Rechtssache C-227/05). Geklagt hatte ein Bayer, der nach Entzug des Führerscheins und Ablauf der Sperrfrist eine Fahrerlaubnis in Österreich erwarb. Das Münchner Landratsamt lehnte die Umschreibung in eine deutsche Fahrberechtigung ab. Begründung: Zuvor sei eine MPU nötig. Nach diesem Gerichtsurteil des EuGH kann der Kläger die Umschreibung verlangen. Der ADAC erwartet jetzt eine Zunahme des Führerscheintourismus.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote