KTM-Fahrer stürzt Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt

Die KTM 1190 Adventure hat zwar 150 PS - aber mit Gepäck sind nur 150 km/h Höchstgeschwindigkeit empfohlen. War der schwer verletzte Fahrer zu schnell? Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelt.

Foto: Hessische/Niedersächsiche Allgemeine (HNA)

A 7 zwischen Kassel Süd und Guxhagen, Fahrtrichtung Fulda: Laut Zeugen ist der Fahrer einer KTM 1190 Adventure R schnell dran. Plötzlich beginnt die mit Koffern und Topcase beladene ­Reiseenduro, immer wilder zu schlingern, bis der Fahrer sie nicht mehr halten kann und auf einer Gefällestrecke stürzt.

Der 55-Jährige aus Hannover kommt mit dem Helikopter ins Krankenhaus: Lebensgefahr. Laut Polizei sind sich alle Zeugen einig: Es war kein anderes Fahrzeug am Unfall beteiligt.

Pikant: MOTORRAD hatte bei 1190 Adventure und 1290 Super Adventure gewarnt (siehe z. B. MOTORRAD 23/2014, MOTORRAD 7/2015 und MOTORRAD 9/2015), dass die KTMs sich bei höherem Tempo gefährlich aufschaukeln können. In der Be­die­nungs­anleitung warnt KTM selbst vor "instabilem Fahrverhalten bei hoher Geschwindigkeit", begrenzt die "Höchstgeschwindigkeit mit Gepäck" auf 150 km/h.

Kannte der Fahrer die Warnung? Wie schnell fuhr er tatsächlich? War die KTM technisch in Ordnung? Das Kraft­­fahrt-Bundesamt untersucht den Fall jetzt.

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