Leasing Leasing

Ein Motorradfahrer hat drei Möglichkeiten, in den Besitz einer neuen Maschine zu kommen: durch Barzahlung, Ratenzahlung oder durch Leasing.

Ein Motorradfahrer hat drei Möglichkeiten, in den Besitz einer neuen Maschine zu kommen: durch Barzahlung, Ratenzahlung oder durch Leasing.


Letztere Finanzierungsform hat sich in den vergangenen 15 Jahren in der Bundesrepublik etabliert. In der Autobranche ist Leasing an der Tagesordnung, aber auch immer mehr Motorräder werden auf diesem Weg veräußert.

Im Gegensatz zum Finanzierungskauf, bei dem das Motorrad direkt in den Besitz des Käufers übergeht, aber erst schrittweise bezahlt wird, findet beim Leasing eine Art Leihkauf statt: Der Kunde bekommt das Motorrad über eine Leasingfirma, an die er - wie bei einem Finanzierungskauf auch - eine Anzahlung, die sogenannte Mietsonderzahlung, entrichtet. Vertraglich werden dann die monatlichen Leasingraten und der zu erwartende Restwert des Motorrads nach Ablauf des Leasingzeitraums vereinbart.


Ein Leasingvertrag läuft in der Regel über 12 bis 36 Monate. Während dieser Zeit bleibt das Motorrad jedoch im Besitz der Leasingfirma, sie behält also den Fahrzeugbrief. Der Kunde zahlt währenddessen Monat für Monat seine Leasingraten, kann das Motorrad ohne Kilometerbegrenzung nutzen und ist am Ende der Leasingzeit wieder vor eine Entscheidung gestellt: Dann kann er das Motorrad der Leasingfirma wieder zurückgeben und gleich wieder ein neues Motorrad leasen. Der Restwert des Motorrads wird dann auf die neue Mietsonderzahlung angerechnet.


Die Mehrheit der Leasingkunden, etwa 80 Prozent, machen am Ende der Vertragsdauer jedoch von einer zweiten Möglichkeit Gebrauch: Sie behalten das Motorrad oder verkaufen es privat weiter. In diesem Fall muß der Kunde den Restwert an die Leasingfirma zahlen. Gab es während der Vertragsdauer Unfallschäden, die den Wert des Modells schmälern, zahlt der Kunde die Differenz. Umgekehrt kann der Kunde aber auch bei der Rückgabe an die Leasingfirma eine Entschädigung verlangen, wenn er das Motorrad durch Zubehörteile aufgewertet hat.


Meistens sind Leasingverträge an bestimmte Vereinbarungen gebunden. Die Firma MAL Leasing aus Garbsen bei Hannover, bundesdeutscher Marktführer in Sachen Motorradleasing, verlangt zwar keine teure Vollkaskoversicherung, sie will aber die Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung des Kunden bei der Hamburger Iduna abgeschlossen wissen. Außerdem müssen alle vorgeschriebenen Inspektionen in einer Vertragswerkstatt durchgeführt werden.


Dafür sind jedoch die monatlichen Leasingraten in der Regel deutlich niedriger als die Raten bei einem Finanzierungskauf über ein Kreditinstitut. Ein Motorrad zu leasen, lohnt sich insbesondere dann, wenn die Raten als Betriebsausgaben von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Dazu muß das Motorrad vom Finanzamt als "gewerblich genutzt" eingestuft werden. Für Motorradkuriere zum Beispiel eine Alternative.

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