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Neuregelung A2-Führerschein Entscheidung vertagt

Der Bundesrat hat noch nicht entschieden, ob Inhaber des sogenannten Stufenführerscheins A2 künftig nur noch solche Motorräder mit 48 PS (35 kW) fahren dürfen, welche ungedrosselt nicht mehr als 95 PS (70 kW) haben. Besitzstandwahrung ist geplant.

Die Entscheidung über die vollständige Umsetzung der 3. EU-Führerscheinrichtline hätte am 8. Juli im Bundesrat fallen sollen, wurde aber verschoben. Hintergrund sind offenbar Unstimmigkeiten im Verkehrsministerium, die mit anderen, ebenfalls zu beschließenden Führerschein-Neuregelungen (Lkw) zu tun haben.

Jetzt soll die Entscheidung, ob auch deutsche Inhaber der Stufenführerscheinklasse A2 (bis 35 kW, maximal 0,2 kW pro kg) künftig nur noch Motorräder fahren dürfen, die ungedrosselt nicht mehr als 70 kW (95 PS) haben, am 23. September 2016 fallen. Damit würde auch in Deutschland gelten, was in den übrigen EU-Ländern schon seit 2013 Gesetz ist.

Der Entwurf zum Bundesrats-Beschluss sieht eine Besitzstandwahrung für all jene A2-Inhaber vor, die diese Führerscheinklasse noch vor Inkrafttreten der neuen Regelung erworben haben. Sie dürften dann auch künftig zum Beispiel eine auf 48 PS gedrosselte Suzuki Hayabusa fahren – allerdings nur in Deutschland.

Entscheidet der Bundesrat am 23. September wie erwartet, wird das neue Führerscheingesetz einige Wochen später rechtskräftig werden. Wer also jetzt noch mit dem Gedanken spielt, den A2-Schein zu machen, um damit ein starkes Bike in Drossel-Variante zu fahren, sollte sich beeilen.

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