Ölfallen bei Nürnberg im April 2016 Zweimal dieselbe Kurve

Polizei und Feuerwehr warnen Motorradfahrer: Bei Nürnberg wurden im April 2016 für Biker gefährliche Ölfallen entdeckt - an zwei Sonntagen in Folge und immer in derselben Kurve.

Foto: Feuerwehr Osternohe/Decker

Geht die unheimliche Ölfallen-Serie wieder los? Es scheint so, denn am vergangenen Sonntag musste die Freiwillige Feuerwehr von Osternohe (Kreis Nürnberg) schon zum zweiten Mal frühmorgens raus, weil ein Unbekannter schmieriges Holzschutzmittel in eine langgezogene Kurve auf die Landstraße LAU10 bei Morsbrunn (Gemeinde Kirchensittenbach, Kreis Nürnberg) gekippt hatte.

Anzeige
Foto: Feuerwehr Osternohe/Decker

„Für Motorradfahrer, und nicht nur für die, wäre das extrem gefährlich gewesen“, sagte Feuerwehrkommandant Martin Decker. Er ist selbst Motorradfahrer. An ein Versehen oder Zufall wollen weder er noch die Polizei glauben. Denn an derselben Stelle war genau eine Woche zuvor bereits Motoröl ausgekippt worden. Wieder sonntags, wieder in aller Frühe.

Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Einen direkten Zusammenhang mit der Ölfallen-Serie vom April 2011 aus dem Allgäu sieht die Polizei bisher nicht. Mögliche Zusammenhänge würden trotzdem geprüft, sagte auf Nachfrage von MOTORRAD online ein Sprecher der Polizei Kempten. In deren Zuständigkeitsbereich war am Palmsonntag, 17. April, 2011 der Hondafahrer Josef Deniffel auf seiner Fireblade auf einer solchen Ölfalle gestürzt und in ein entgegenkommendes Auto gerutscht. Der Familienvater war seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle bei Markt Rettenbach erlegen. Polizei und Staatsanwalt hatten wegen Mordes ermittelt. Sogar ein Massen-Gentest wurde durchgeführt. Eine hohe Belohnung wurde ausgesetzt. Aufgeklärt wurde der Fall bis heute aber nicht.

Zur Berichterstattung "Ölfalle führt zu tödlichem Motorradunfall"

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote