Forderung: Schneller zum Zweiradführerschein Politiker bemängeln teure und umständliche Zweiradausbildung

Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU und der FDP fordern in einem Antrag an die Bundesregierung, den Weg zum Motorradführerschein zu vereinfachen. Sie kritisierten, dass viele Kraftfahrer mit langjähriger Verkehrserfahrung einen Zweiradführerschein oder den Umstieg in eine größere Kraftradklasse unverhältnismäßig teuer bezahlen müssten.

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Foto: mps-Studio

"Viele Kraftfahrer, die bereits über Jahre hinweg ein Fahrzeug führen, müssen zum heutigen Zeitpunkt noch eine langwierige Theorieausbildung und -prüfung absolvieren, um den Motorradführerschein zu erlangen. Das kostet Zeit und Geld und ist oft unnötig, da die Prüflinge die Regeln im Straßenverkehr bereits kennen und in der Praxis anwenden."

Dies erklärten der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer sowie der zuständige Berichterstatter im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Gero Storjohann, nach Mitteilung des Industrieverband Motorrad (IVM).

Die Politiker fordern in ihrem Antrag unter anderem, dass Personen, die länger als 15 Jahre einen Führerschein der Klasse B besitzen, für die Klasse A1 nur noch eine spezifische theoretische Prüfung ablegen und  nach einer praktischen Ausbildung am Motorrad eine Fahrprüfung absolvieren sollten. Derzeit müssen Führerscheininhaber der Klasse B den Leichtkraftrad-Führerschein noch komplett durchlaufen.

Ein weiterer Punkt ihrer Forderung ist, das Mindestalter für die Klasse AM auf 15 Jahre zu senken, da dies vor allem Auszubildenden des Handwerks in ländlichen Regionen zugutekomme.

Der IVM begrüßt die Forderung von CDU/CSU und FDP, den Weg zum Motorradführerschein zu vereinfachen: "Die Politik muss individuelle Mobilität vereinfachen. Wir brauchen mehr 50 cm³-Roller und Kleinkrafträder als Erstmotorisierung für junge Zweiradpiloten. Wir benötigen einen leichteren Zugang zur 125 cm³-Leichtkraftrad-Mobilität für PKW-Führerschein-Inhaber."

Aus Sicht von IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke ist der Antrag der CDU-Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer und Gero Storjohann "ein wertvolles Signal in Richtung bürgernaher Mobilität, das von der Motorrad- und Rollerbranche überaus positiv bewertet wird."

Bleibt abzuwarten, wie der Antrag von der Bundesregierung aufgenommen und ob der eine oder andere Vorschlag umgesetzt wird.

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