08.04.2011 Von: Berit Horenburg
Erschienen in: 08/ 2011 MOTORRAD

Ab sofort gibt es kleinere Kennzeichen für Bikes Jetzt Offiziell: Weg mit dem alten Blech

Jetzt ist es so weit: Die kleineren Kennzeichen für Motorräder gibt es ab dem 8. April 2011. Ab sofort können kleinere Motorradkennzeichen bis zu einer Minimalgröße von 18 x 20 cm ausgegeben werden. Eine entsprechende Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung ist heute in Kraft getreten.

Peter Ramsauer Kennzeichen 2011 BMW R 1200 GS

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer mit dem alten (unten) und neuen Kennzeichen für Motorräder.  

Foto: BMVBS  

Motorrad Kennzeichen 2011 alt gegen neu

Kuchenblech ade: Bislang waren Kennzeichen für Motorräder bis zu 280 Millimeter breit, die kleinste mögliche Breite betrug 200 Millimeter. Künftig sind die Nummernschilder für Bikes mindestens 180 und maximal 220 Millimeter breit auch die Saison- und Oldtimer-Kennzeichen. Allerdings bleibt die Höhe von alten und neuen Nummernschildern gleich: 200 Millimeter.  

Foto: Archiv  

Am 18. März hat der Bundesrat dem Vorschlag von Verkehrsminister Peter Ramsauer zugestimmt: Die kleineren Kennzeichen für Motorräder kommen. Und jetzt sind sie da. Seit dem 8. April 2011 werden die neuen, kleineren Kennzeichen für Motorräder ausgegeben.

Bislang konnten Nummernschilder für Zweiräder mit bis zu 280 Millimetern enorme Ausmaße im Vergleich zur Fahrzeugbreite annehmen. Besonders in Landkreisen mit drei Buchstaben als Kürzel für den Zulassungsbezirk führte kaum ein Weg am hässlichen Kuchenblech vorbei. Allerdings existierten auch bisher wenige, kurze Kombinationen, vor allem in Großstädten (beispielsweise R-A 23). Aber unter 200 Millimeter Breite ging fast nichts. Manche Zulassungsstellen handhabten die Vorschriften zwar legerer. Doch die Verbesserung durch die neuen Kennzeichen, auch wenn sie einen Kompromiss bilden, bleibt eindeutig. Aber dafür fehlt nicht nur der politische Wille. Auch das Argument der Verkehrssicherheit, im Zusammenhang mit Motorradfahren und Bürokratie unvermeidlich, spielt eine Rolle. Denn die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) musste vorab prüfen, ob die verkleinerte Schrift, wie sie bisher bereits auf Leichtkraftradkennzeichen zu bestaunen war, noch bei 200 km/h lesbar ist. Zum Glück bejahte die BASt.

Wer ein Motorrad neu anmeldet, bekommt ein kleines Blech. Zusätzlich besteht die Option, auch weiterhin Kennzeichen in der bisherigen Größe zu verlangen. Aber was machen die, die ein Kuchenblech haben und ein kleineres Schild wollen? "Jeder hat den Anspruch auf ein neues Kennzeichen", sagt Matthias Franke, Dienststellenleiter beim Stuttgarter Amt für öffentliche Ordnung. "Wir rechnen mit einer hohen Nachfrage."
Die Prägung eines Schilds kostet zwischen 17 und 20 Euro. Dazu kommt die Gebühr für den Verwaltungsakt: Wird die gleiche Nummer fürs neue Blech übernommen, ist das in Stuttgart 4,10 Euro teuer. Ansonsten sind bei Änderung der Papiere 26,80 Euro, mit Wunschkennzeichen 37 Euro fällig.

In Stuttgart wird vorwiegend die Kombination aus zwei Buchstaben und zwei Ziffern (Beispiel: S-AB 22) für die Kennzeichen von Motorrädern ausgegeben. Wobei in der Schwabenmetropole rund 20000 Motorräder fahren und etwa 22000 dieser Verbindungen verfügbar sind. Die raren, kürzeren Kombis sind künftig für Importfahrzeuge und Oldtimer reserviert, aber nicht mehr für Motorräder. So steht es sinngemäß in der geänderten Fahrzeug-Zulassungsverordnung.


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