Verordnungsentwurf: Jährliche Hauptuntersuchung EU-Kommission will kürzere HU-Fristen

Die EU-Kommission plant die Einführung einer jährlichen Hauptuntersuchung für ältere Fahrzeuge.

Foto: Archiv

Die EU-Kommission möchte Fahrzeuge ab dem siebten Jahr oder mit hohem Kilometerstand europaweit jährlich zur Hauptuntersuchung (HU) schicken. Ein Verordnungsentwurf wird noch diesen Sommer erwartet, damit die Verordnung bis 2015 eingeführt werden kann. Bislang sind zwei Jahre Frist die Regel in Deutschland. Gegen eine jährliche HU für ältere Kfz formiert sich Widerstand: Mehr Bürokratie, höhere Kosten und kein nachweisbarer Sicherheitsgewinn, lauten die Argumente der Gegner.

Unfallursächlich seien technische Mängel nur bei 0,42 Prozent der Pkw-Unfälle mit Personenschaden, argumentiert der ADAC. Bislang gebe es keine Untersuchung, die einen Zusammenhang zwischen Fahrzeugalter und Unfallrisiko beweise. Gerade junge Fahrer, die ein höheres Risiko tragen, bevorzugen ältere Kfz. Eine Verkürzung der Prüffristen auf ein Jahr würde bei mehr als 21 Millionen betroffenen Fahrzeugen Mehrkosten von 630 Millionen Euro ergeben, so der ADAC.

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