Entschärfung Applauskurve in NRW

Schnelle Nordhelle - jetzt langsamer

"Leitschwelle mit Baken" soll Applauskurve in Nordrhein-Westfalen entschärfen. Erfahrungen am Kesselberg in Bayern gesammelt.

Die Landstraße 707 über die sogenannte Nordhelle (bei Meinerzhagen) ist bei Motorradfahrern in Nordrhein-Westfalen beliebt. Für Polizei und Behörden ist die kurvige Bergstrecke aber als Unfallschwerpunkt berüchtigt. Nachdem sich in den letzten Jahren auch noch Klagen über den Lärm der vielen Motorräder häuften, wurde bereits offen über eine Sperrung diskutiert. Die aber ist nun vom Tisch. Zumindest bis auf weiteres. Denn stattdessen setzt der Landesbetrieb Straßenbau NRW jetzt hier auf ein anderes Mittel, um Raser einzubremsen und die Unfallzahlen zu senken.

Anzeige

Leitschwelle mit Baken

Eine nicht zu überfahrende „Leitschwelle mit Baken“ teilt seit Juli die beiden Fahrspuren der rund 300 Grad umfassenden „Applauskurve.“ Das verengt die zur Verfügung stehende mögliche Fahrbahn und gibt den Radius vor. „Damit sind nicht mehr so hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich“, erklärt Heinrich Bergerbusch von der Abteilung Verkehrssicherheit des Landesbetriebs. „Wir greifen hier auf die positiven Erfahrungen aus Bayern zurück“, wo 2016 auf der Kesselbergstrecke erstmals auf einer Straße in Deutschland solche Leitschwellen montiert wurden (MOTORRAD 17/2016). Die Leitschwellen auf der Bergstrecke zwischen Walchen- und Kochelsee gelten als Pilotversuch. Dieser ist auf drei Jahre angesetzt. Offizielle Zahlen und Daten, die die positiven Erfahrungen des Pilotversuchs öffentlich belegen könnten, gibt es laut zuständigem Straßenbauamt in Weilheim, Oberbayern, noch nicht.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote