Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze

Naht-Stelle

Von der einstigen Teilung Deutschlands zeugt heute oft nur noch der alte Plattenweg, auf dem die Grenzarmee patroullierte. Klaus H. Daams und Ralph Schanze machten sich auf die Suche nach ihm, folgten seiner Spur auf kleinsten Sträßchen möglichst dicht, manchmal sogar unmittelbar darauf.

Rattadonk, rattadonk, rattadonk - Deutschland einsamste Straße ist in einem miserablen Zustand. Jede Fuge zwischen den Betonplatten schickt ihre Grüße durch die Sitzbank. Aus den Löchern der Betonplatten wächst Gras, dünne Äste schlagen an das Helmvisier, und hin und wieder kratzt ein üppig wuchernder Busch an meinen Schienenbeinen.Früher durfte keiner auf dieser Straße fahren, heute will keiner mehr. Dabei ist sie landschaftlich ungemein reizvoll, ohne Gegenverkehr und ohne Ampeln. Aber sie wurde nicht gebaut, um müßig auf ihr dahinzurollen. Sie wurde gebaut, um zu überwachen, zu spionieren - und wenn nötig auch zu töten. Es ist der Plattenweg der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.Mit unseren Motorrädern wollen wir diesem Stück Geschichte folgen, suchen die Pfade, die noch zu ihm führen, machen ihn quasi zum roten Faden einer Reise vom Vogtland bis nach Mecklenburg. Bis 1989 brausten hier nur die ostdeutschen Grenzer mit olivgrünen MZs und Geländewagen hin und her, um die Grenzanlagen zu überwachen. Erst kam ein Gitterzaun, dann der Todesstreifen und schließlich der knapp drei Meter breite Betonweg. Zaun und Minen wurden mittlerweile entfernt, doch das Ausgraben der Betonplatten wäre zu aufwendig und teuer gewesen. So schlängelt sich der Weg noch heute durch neun Bundesländer, durchquert Wälder und Wiesen und einmal sogar eine Ortschaft. Doch fast zehn Jahre später ist es gar nicht so einfach, den Plattenweg zu finden, wir wir uns das vorgestellt hatten. Wer hat schon eine Autokarte mit dem alten Grenzverlauf? In einem staubigen Kellerkarton wurde ich schließlich fündig.Die alte Karte lotste uns zunächst in die Nähe von Hof. Hier am Dreiländereck, zwischen Bayern, Sachsen und Thüringen und der Grenze zur Tschechischen Republik, beginnt der ehemalige deutsch-deutsche Trennstrich. Auf der kühlen Waldlichtung, zu der wir hinmarschieren, deutet nur wenig auf die alte Grenze hin. Auch eine junge Familie, die auftaucht, hat sich wohl mehr unter dieser markanten Landmarke vorgestellt. Dennoch wird ein Erinnerungsbild vor dem schlichten Schild mit der Aufschrift »Achtung Grenze« geknipst. Der einst stille Flecken ist inzwischen ein begehrtes Ausflugsziel. Von der ehemaligen Grenze ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nicht bloß aus den Karten, sondern auch aus der Landschaft ist der alte Grenzverlauf gelöscht. In Mödlareuth hat man ein Stück davon erhalten. Zusammen mit Berlin war der Ort die einzige Siedlung, die von der Grenze unmittelbar durchschnitten wurde. Auch hier gab es eine Mauer, 700 Meter lang. Sie teilte Häuser, Scheunen, Straßen - und Familien. Wie in Berlin war es den Bewohnern von Ost-Mödlareuth verboten, ihren Verwandten und Freunden im Westen zuzuwinken, und die Westler mußten kilometerweite Umwege und endlose Formalitäten in Kauf nehmen, um die alten Nachbarn zu besuchen. Heute schlängelt sich bloß noch die Grenze zwischen Thüringen und Bayern an einem Bach entlang durch das Dorf. Was allerdings dazu führte, daß Mödlareuth heute zwei Bürgermeister hat, zwei Autokennzeichen, zwei Vorwahlnummern und zwei Postboten. Vor dem örtlichen Freilandmuseum, das einen Teil der alten Sperranlagen zeigt und in dem offenbar gerade ein Trupp junger Grenzschützer Anschauungsunterricht nimmt, lernen wir die Ehepaare Utzat aus Essen und Sommer aus Thüringen kennen. Lange vor dem Fall der Grenze haben sie sich bei einem Fest kennengelernt und den Kontakt erhalten. Man hat sich geschrieben und besucht. Selten, aber regelmäßig. So wuchs über den Stacheldraht hinweg langsam eine Freundschaft. Nun stehen die vier rüstigen Senioren vor den alten Grenzanlagen in Mödlareuth, die die Sommers zu DDR-Zeiten nie zu Gesicht bekommen haben. Der Anblick macht sie noch immer fassungslos. »Wie ein einziges großes Gefängnis«, murmelt Oskar Sommer kopfschüttelnd vor sich hin.Wir machen die Suzuki und die Honda startklar und kurven über die kargen Höhenzüge und grünen Täler des Thüringer Waldes. Auf kleinen Alleen mit tückischen Teerflicken halten wir uns in der Nähe der alten Grenze. Immer wieder machen wir Abstecher, um noch ein paar Meter auf dem alten Militärweg zu erfahren. Manchmal enden die Betonplatten einfach im grünen Nichts, und wir müssen zurück. Am Horizont ist allerdings meist schon wieder die nächste Schneise im Wald zu erkennen. Die Narben des alten »antikapitalistischen Sperriegels« sind bei Mutter Natur noch nicht überall verheilt.Auch bei Bruno Probst nicht. Der alte Mann mit der speckigen, abgegriffenen Mütze und den grauen Bartstoppeln war früher Leiter eines großen landwirtschaftlichen Betriebs in der Nähe der Grenze. Da weite Teile zwischen den Sperranlagen landwirtschaftlich genutzt wurden, fuhr Probst oft mit seinem Trecker zwischen den Minen und Stacheldrahtzäunen umher. Das mußte er natürlich vorher ankündigen. Doch einmal sei diese Meldung anscheinend nicht bei den wachhabenden Soldaten angekommen, erinnert er sich. Kaum war er mit seinem Trecker im Sperrgebiet, haben die Grenzsoldaten auf ihn geschossen. Gezielt und ohne Warnung. »Zum Glück haben sie nicht getroffen«, seuzt Probst und schiebt erleichtert seine Mütze in den Nacken. Nördlich der fränkischen Schweiz erreichen wir den alten Grenzübergang an der B4 zwischen Coburg und Eisfeld. Auf der einen Straßenseite hat man auf den Parkplätzen vor der alten Grenzstation eine moderne Tankstelle mit Supermarkt eröffnet. Auf der anderen Seite rotten die Überreste der ehemaligen Mannschaftsquartiere vor sich hin. Alle Spuren sind also doch noch nicht verwischt. Auch viele der alten Wachtürme stehen noch und begleiten uns auf unserer Reise. Ausgemergelte Skelette aus Beton und Stahl, die Wände voller Graffiti, die den Haß auf das alte System und den Frust an der neuen Zeit widerspiegeln.Nördlich von Meelrichtstadt, in der Nähe des ehemaligen Übergangs Eussenhausen/Meiningen an der B 19, stoßen wir neben der Landstraße auf einen Gedenkstein für das ausgelöschte Dorf Schmerbach. Die Ortschaft wurde 1973 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von der SED dem Erdboden gleichgemacht, weil die Häuser zu nahe an der Grenze lagen und man die Bewohner nicht perfekt überwachen konnten. Als wir im benachbarten Helmershausen eine alte Dame nach dem Weg fragen, erfahren wir mehr über dieses dunkle Kapitel der Grenzhistorie. Die Frau mit der blauen Kittelschürze und dem kaputten Brillengestell heißt Else Baumbach und lebt bereits seit ihrer Kindheit hier. Als wir sie nach Schmerbach fragen, wird ihr fröhliches Gesicht ernst. »Ich zeige Ihnen etwas«, sagt sie und verschwindet in ihrem Backsteinhaus mit den klapprigen Fensterläden. Kurz darauf kehrt sie mit einem Fotoalbum zurück. Alte Schwarz-Weiß-Bilder zeigen Else Baumbach als hübsche junge Frau bei der Feldarbeit. Im Hintergrund eines Fotos sind einige Häuser zu sehen. »Das war Schmerbach«, erzählt sie und deutet auf die Häuser. Sie kann sich gut an die Nacht erinnern, als die Soldaten kamen und die letzten Bewohner mit Gewalt aus ihren Häusern vertrieb. Schuldbewußt erinnert sie sich, daß sie später mit dem Abrißschutt von Schmerbach ihre eigenen Häuser repariert hätten.Die Motorräder treiben uns weiter über die Hügel der Rhön. So wie die Landschaften wechseln, wechseln auch die Dialekte der Bewohner und die regionalen Spezialitäten auf den Speisekarten der urigen Gasthöfe, in denen wir abends einkehren. Und obwohl das ehemalige Zonenrandgebiet nun in die Mitte Deutschlands gerückt ist, hat sich am langsamen Rhythmus in den meisten Dörfchen nichts geändert. Im Zick-Zack Kurs wechseln wir die ehemaligen Grenzseiten. Mal hüben ein paar Kilometer, mal drüben ein paar Kurven. Und zwischendurch immer wieder einmal kurze Strecken auf dem alten Plattenweg. Während der Fahrt versuche ich mir vorzustellen, was für ein Job das gewesen sein muß, den die Grenzsoldaten hier gemacht haben. Jeden Tag in vermutlich nicht enden wollender Langeweile nach Menschen Ausschau zu halten, die in die Freiheit flüchten wollten. Wie sicher viele der jungen Grenzsoldaten selbst. Ob die Kameraden wirklich schießen würden...?Ein scharf gebelltes »Verschwinden Sie hier« holt mich in die Wirklichkeit zurück. Ein Wanderer droht mit erhobenen Spazierstock, obwohl nirgends ein Fahrverbotsschild zu sehen ist. Die wenigen Wanderer, die wir treffen, sind indessen meist freundlich und zu einem Schwäzchen aufgelegt. Wie Helmut Zentgraf und Hermann Neumann. Pensionäre, die mit ihren Wanderstöcken, kurzen Hosen und Sonnenhüten wie die Inkarnation eines deutschen Wanderers aussehen und sich mit uns unter einem der alten Wachtürme ins Gras setzen und von den Zeiten vor und nach der Grenzöffnung erzählen. »Nach der ersten Euphorie herrscht jetzt viele Neid und Mißgunst«, weiß Hermann Neumann, der selbst im Grenzgebiet lebt. Hier gibt es bessere Arbeitsplätze, dort bessere Straßen oder Löhne - das Zusammenfinden ist nicht einfach und die Einladungen zu Schützen- und Feuerwehrfesten, die man sich früher regelmäßig schickte, sind seltener geworden. Wir arbeiten uns auf kleinen Straßen weiter nach Norden hinauf. In der Nähe von Eisenach treffen wir an dem ehemaligen Grenzfluß Werra die beiden 15-jährigen Jungen Daniel und Sebastian. Bei der Grenzöffnung waren sie erst sieben Jahre alt. An einem kalten Novemberabend 1989 fuhren sie zum ersten Mal im Trabbi ihrer Eltern über die alte Holzbrücke auf die andere Uferseite. »Es war wie eine große Party. Alle haben Glühwein getrunken und waren happy«, erzählt Daniel. Ein Klassenkamerad mit Bomberjacke und Glatzenschnitt kommt auf seinem Rad vorbei. Ein Rechter, wie Sebastian fachmännisch erleutert. Mit denen will er nichts zu tun haben, findet ihre Parolen und ihre Schlägereien mit ausländischen Mitschülern eher »ätzend«. Bald schickt der Harz die ersten Vorboten. Die Temperaturen sinken, die Straße führt durch schattige Tannenwälder. Am Motorradtreff »Torfhaus« an der B 4 machen wir eine kurze Kaffeepause, um die Kälte aus den klammen Fingern zu treiben. Auf der Ostseite des Gebirges sind die Straßen schmal, oft nicht breiter als ein quergestellter Kleinwagen. Gelegentlich ist sogar noch ein Trabbi unterwegs, doch sie sind selten geworden. Das konnen offenbar auch »Die Kraft der zwei Kerzen« nicht verhindern, wie selbstbewußt ein Aufkleber auf der Heckscheibe eines alten Plastikbombers verkündet.Wir geben kräftig Gas, denn es ist einfach zu kalt für aufwendige Plattenwegerkundungen. Als wir das nächste Mal stoppen, liegen die Berge des Harzes schon hinter uns. Etwas pietätlos veranstaltet am Grenzdenkmal Höfersleben die örtliche Jugendfeuerwehr gerade im ehemaligen Todesstreifen ihre Wochenendübung. Rund ein Dutzend Knirpse, die mit entschlossener Miene die scharfen Wasserfontänen aus vier Feuerwehrschläuchen auf einen brüchigen Rest der alten Grenzmauer klatschen lassen. Ein solch ungezwungenen Umgang mit der Grenzvergangenheit ist nicht jedem Erwachsener gewährt. In Rüterberg an der Elbe jedenfalls nicht. Spätnachmittags erreichen wir auf schmalen Sandwegen den kleinen Ort. Es ist still und menschenleer, an einigen der reetgedeckten Häuser hängen Schilder: »Zu verkaufen«. Das 300-Seelen-Dorf erlebte 40 Jahre lang eine Umklammerungs-Schikane, die ihresgleichen suchte. Durch die Nähe zum kaum »sicherbaren« Fluchtweg Elbe war Rüterberg nämlich nicht nur nach Westen mit Gitterzäunen umgeben, sondern auch nach Osten. Die Bewohner selbst durften nach Verlassen ihr Dorf nur mit speziellen Einreisepapieren und bis spätestens 22 Uhr am Abend betreten. Außerdem mußte das Wohnrecht alle drei Monate neu beantragt werden.Um wenigstens die Öffnung nach Osten zu erreichen, hatten sich die Rüterberger kurz vor der Wende kurzerhand zur »Dorfrepublik« erklärt. Ein politischer Befreiungsschlag, der allerdings selbst 1988 noch ein gefährliches Manöver war. Die DDR-Führungsriege schickte prompt fünf Lkw mit Soldaten nach Rüterberg, um die abtrünnige Dorfgemeinde notfalls mit Gewalt zur Vernunft zu bringen. Der 9. November 1989 kam schließlich den mutigen Bewohnern zu Hilfe, einen erstrebenswerten Lebensraum konnte aber offenbar auch die Wende hier nicht mehr herstellen. Hier oben im Elbgebiet gelingt es kaum, den Plattenweg noch aufzuspüren. Doch die Häuser von Travemünde erscheinen bereits am Horizont und kündigen das Ende unserer Reise an, salzige Meeresluft weht bald darauf in unsere Visiere. Und dann stehen wir im Ostseesand. Liebespaare flanieren am Wasser, zwei Hunden tollen im Sand herum und draußen in der Bucht ziehen ein paar Segelschiffe ihre Bahnen. Ein friedliches Bild. Auch zu DDR-Zeiten erinnerte nur ein rot-weißer Trennbalken daran, daß genau über den Strand die Grenze verlief. Dann kam nur noch das Meer. Ohne Wachtürme, ohne Zäune, ohne Minen, ohne Selbstschußanlagen. Als wir durch die Dünen zurückstampfen, entdecke ich einen letzten Gedenkstein. Auf ihm steht nur schlicht und ohne Schnörkel »Nie wieder geteilt«.
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Info

Die Tour entlang des alten Grenzwegs ist nicht nur ein spannendes Stück Geschichte. Die Strecke führt zudem über kleinste Straßen und durch eine vielfältige Landschaft, die vom Thüringer Wald bis zur Ostsee viele Facetten Deutschlands zeigt.
Anreise: Für die Süd-Nord-Strecke führt die Anfahrt aus den verschiedenen Himmelsrichtung bis über die A9 nach Hof. Von hier geht es dann ausschließlich auf Landstraßen weiter.Übernachten: Kleine Pensionen, Privatunterkünfte und urige Gasthöfe sind entlang der gesamten Route problemlos zu finden.Unsere Tips: Hotel Gut Haidt, Plauener Straße 123, 95028 Hof, Tel. 09281/731-0, Doppelzimmer 180 Mark.Gasthof Zum Schwan, Marktstraße 7, 97645 Ostheim, Telefon 09777/91080, Doppelzimmer 130 Mark.Hotel Waldblick, Mönchsberger Str. 13a, 96515 Sonneberg, Telefon 03675/744749, Doppelzimmer 110 Mark.Sonntag´s Hotel Garni, Am Holzberg 28, 38350 Helmstedt, Telefon 05351/41027, Doppelzimmer 135 Mark.Hotel Eichsfelder Hof, Wilhelmstr. 56, 37308 Heiligenstadt, Telefon 03606/66030, Doppelzimmer 140 Mark.Hotel Alter Markt, Am Markt 9, 29451 Dannenberg, Telefon 05861/7880, Doppelzimmer 140 Mark.Reisezeit: Die Strecke ist - außer im Winter - eigentlich zu jeder Jahreszeit realisierbar. Nach längeren Regenschauern dürften einige der Off-Road-Passagen auf dem Plattenweg jedoch schnell zur ungemütlichen Rutschpartie werden.Literatur: Natürlich gibt es keinen klassischen Reiseführer für diese Route, so daß man auf die Informationen der örtlichen Fremdenverkehrsämter angewiesen ist. Ein sehr nützliches und interessantes Buch, das zudem ganz spannend geschrieben ist und zahlreiche Tips und Adressen enthält, ist jedoch der Band »Straßen in die Einsamkeit - Mitten durch Deutschland« von Dieter Kreutzkamp und Rupert Heigl, erschienen im Frederking & Thaler Verlag, ISBN 3-89405-354-2, 192 Seiten, 40 Mark. Die beiden Autoren sind den alten Grenzverlauf zu Fuß, mit dem Kajak, per Fahrrad und teilweise auch mit dem Motorrad abgefahren.Sehenswert: *Deutsch-deutsches Freilandmuseum in Mödlareuth. Öffnungszeiten: 9 bis18 Uhr.*Grenzdenkmal Hötensleben.*Zonengrenzmuseum Helmstedt, Öffnungszeiten: Di.-So. 15 bis 17, Mi. 10 bis 12 und Do. 15 bis 18 Uhr. *Grenzlandmuseum in Schnackenberg an der Elbe, (direkt am Hafen), Öffnungszeiten: Mai bis Sept.: Sa. 13-17, So. 10-17 Uhr, Oktober bis April: So. 10-17 Uhr.

Tipps zum Plattenweg

Tips zum Plattenweg Der Plattenweg besteht aus zwei Fahrspuren mit Lochbetonsteinen. Besonders in Süddeutschland sind lange Streckenabschnitte gut erhalten und problemlos zu befahren. Da inzwischen Gras aus den Löchern der Betonplatten wuchert und zwischendurch manchmal Platten ganz fehlen, ist eine geländetaugliche Maschine ein großes Plus.Oft enden die Betonplatten jedoch im »grünen Nichts«. Dann heißt es umdrehen und das ganze Stück zurück. Es versteht sich, dabei auf Natur und Wanderer entsprechend Rücksicht zu nehmen. Auf keinen Fall sollte man einfach durchs Gelände fahren. Zwar wurden die ehemaligen Minen bei der Schleifung der Grenzanlagen entfernt, aber es gibt keinerlei Garantie darauf, daß dort nicht doch noch die eine der andere Zeitbombe tickt.Wer eine alte Karte auftreiben kann, findet auch die ehemaligen Grenzübergänge schnell wieder. An diesen Punkten gibt es heute fast immer Gedenkstellen, die mal mehr, mal weniger informativ sind. Besonders empfehlenswert ist das Grenzland-Museum in Eichsfeld. Hier wurde in den alten Grenzgebäuden eine sehenswerte Ausstellung zur deutschen Teilung untergebracht. Das Museum befindet sich an der B 247 zwischen Duderstadt und Worbis in Teistungen. Nähere Informationen sind bei der Gemeindeverwaltung Teistungen, Hauptstraße 17, 37339 Teistungen, Telefon 036071/97112, erhältlich. Öffnungszeiten im Sommer: Di.-Fr. 10 bis 16, So. 13 bis 17 Uhr, von April bis Oktober lediglich Sa. 13 bis 17 Uhr.

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