Entlang der Elbe

Gegen den Strom

Je länger ein Fluß, desto mehr Geschichten weiß er zu erzählen. Eine Entdeckungsfahrt entlang der Elbe von der Nordsee bis zum Quellenstudium im tschechischen Riesengebirge.

Der Fluß fließt bergauf. Kein Zweifel. Ein durchgeweichter Margarinekarton dümpelt vorbei. Vor ein paar Stunden war er noch andersrum unterwegs, schob ihn die Elbe in die Nordsee. Die aber nutzt die auflaufende Flut und befördert den Abfall zurück in den Fluß. Aber was heißt schon Fluß und was Meer? Wo hört die Elbe auf, wo beginnt die Nordsee? Vom Steubenhöft in Cuxhaven, einst Anlegeplatz der Liniendampfer nach Amerika, ist das andere Elbufer kaum auszumachen. Nur schemenhaft sind dort - 15 Kilometer entfernt - ein paar weiße Windrotoren zu erkennen, die sich durch den Abenddunst quälen. Was später im Riesengebirge nur eines lächerlichen Sprungs bedarf, kann hier an der Mündung Stunden dauern: die Flußüberquerung. Zwischen Hamburg bis Cuxhaven verbindet nicht eine Brücke die Ufer. Ein gewaltiges Containerschiff unterbricht die träge Stille. Langsam gleitet der graue Rumpf stromabwärts. Am Heck flattert die rote Fahne Chinas. Fernweh kommt auf. Vorbei an der hölzernen Kugelbake, dem offiziellen Endpunkt der Elbe, verschwindet der stählerne Koloß in der Nordsee. Noch 1091 Kilometer bis zur Quelle.Auf dem Weg nach Hamburg gibt sich die Elbe nur selten die Ehre. Sie versteckt sich hinter hohen Deichen, die Schutz vor den herbstlichen Sturmfluten bieten. Als Birgit und ich mittags die Hansestadt erreichen, zeigt das Thermometer 31 Grad. Am heißesten Tag des Jahres haben nicht mal die Schiffe Lust, sich zu bewegen. Nur ein paar Schlepper sind auf Arbeitssuche. In Hamburg ändert der Strom sein Gesicht, verzweigt sich in Norder- und Süderelbe, in unzählige Wasserarme und Hafenbecken. Aber schließlich, nachdem alles überstanden ist, wird aus der betriebsamen Elbe ein großer, friedlicher Fluß. Noch 970 Kilometer.Hinter Neu-Darchau, östlich von Lüneburg, gibt es endlich die ersten Kurven. Den Fahrspaß darf der Biker allerdings nur in der Woche genießen. Am Wochenende besteht striktes Spaß- äh - Fahrverbot für Motorräder. Es wird einsamer. Lange war das Wendland der letzte westliche Zipfel, der sich ins DDR-Staatsgebiet vorwagte, Zonenrandgebiet. Ein holpriger Weg folgt ab Hitzacker dem Deich. Hin und wieder ein Minidorf wie Menkefitz, Penkefitz oder Wussegel mit roten Ziegel- und Fachwerkhäusern. Schwarz-weiße Kühe warten auf den kühlen Abend, phantasievolle Anti-Atom-Parolen verzieren Hauswände und Straßen. Gorleben ist nicht mehr weit.Früh am nächsten Morgen warten wir auf die Elbefähre nach Lenzen. Noch vor sieben Jahren war hier die Grenze zwischen den Welten. Am anderen, unerreichbaren Ufer begann die DDR. Jetzt reichen fünf Mark, um die Elbe zu überqueren. Ein grauer Wachturm mit zersplitterten Scheiben begrüßt uns als letzter Zeuge der alten Grenzanlagen. Lenzen sieht mit seinen grob gepflasterten Straßen und den alten Häusern fast so aus wie vor der Wende. Nur die vielen neuen Autos - wo sind bloß all die Trabbis geblieben? - passen nicht so richtig in mein altes DDR-Bild. Die Überlandstraßen sind glatt asphaltiert. Sorgfältig aufgemalte Mittelstreifen und saubere Leitpfosten bringen sie auf Einheitsniveau. Aber die zahlreichen blumengeschmückten Holzkreuze am Straßenrand machen deutlich, daß viele mit den schnellen Autos auf den neuen Straßen überfordert waren. Unbehelligt von Uferstraßen kurvt der Fluß in der Altmark durch die Elbtalaue. Viele Altarme und Auenwälder bieten perfekte Lebensbedingungen für Frösche bis hin zu Störchen. Kein Wunder also, daß wir auf einen nationalen Superlativ treffen: Rühstädt, das storchenreichste Dorf Deutschlands. Kaum eins der roten Ziegelhäuser, das nicht mit einem Nest gekrönt ist. Ende August sind die meisten Jungstörche schon ausgeflogen. Nur in wenigen Horsten kommt noch Hektik auf, wenn ein Altvogel einschwebt, mit lautem Schnabelgeklapper den Partner begrüßt und den Nachwuchs füttert. Viele Kilometer weiter südlich erreichen wir ein weiteres Naturereignis, das »Biosphärenreservat Mittlere Elbe«. Eine fast unberührte Natur, die sich zu DDR-Zeiten weitgehend selbst überlassen war. Selbst die Biber haben hier, trotz der Elbe-Verseuchung durch die volkseigene Industrie, zu Hunderten überlebt. An der kleinen Fähre von Aken, am Rand des Naturschutzgebiets, stellen wir die Motoren ab. Es riecht nach Wald und dem Regen der Nacht. Die Morgensonne verdampft die Nässe vom Asphalt. Im seichten Uferwasser stehen vier Graureiher und hoffen auf ein baldiges Frühstück. Am blaßblauen Himmel nutzt ein Storchenpaar die Thermik, um mühelos Höhe zu gewinnen. Beschauliche Idylle am großen Fluß. Die kleine Gierfähre hinkt, wie die meisten auf der Elbe, ihrer Zeit hoffnungslos hinterher, und doch ist sie ultramodern. Ganz ohne Motor überquert sie den Fluß, wird - durch ein in der Flußmitte verankertes Drahtseil auf Position gehalten - von der Strömung leise und langsam über den Fluß getrieben. Die Akener Fähre hat aber noch mehr zu bieten, auf einer Seite protzt sie mit einem massiven Stahlmast. Auf meine Frage nach dem Sinn des Masts grinst der Fährmann von einem Ohr zum anderen: »Das war ein Konstruktionsfehler. Nach dem Stapellauf hatte die Fähre Schlagseite. Also baute die Werft den Mast auf die leichtere Seite. Der Korb obendrauf hat überhaupt keine Funktion.« Aha. Am anderen Ufer angekommen wird´s Zeit fürs Frühstück. Ein alter Mann kommt vorbei und will wissen, ob meine Honda eine BMW sei. Den Gefallen kann ich ihm nicht tun, dafür erzähle ich die Geschichte mit dem Mast, die er kopfnickend bestätigt. »Wissen Sie denn auch, daß unsere Fähre vor drei Wochen gesunken ist?« Gesunken? Im zwei Meter tiefen Fluß? Hört sich verdächtig nach Seefahrerlatein an! »Doch, doch,« bekräftigt der Mann, »ein Lkw hatte falsche Ladepapiere dabei, war viel zu schwer und versenkte die Fähre. Nur der Mastkorb ragte noch aus dem Wasser.« Schlagartig wird mir jetzt die Funktion dieses Kuriosums deutlich. Noch 645 Kilometer.Zwischen Aken und Torgau wird die Elbe schmaler und die Landschaft langweilig, Zeit, ein paar Kilometer zu machen. Riesa empfängt uns mit einem Wirrwarr von Umleitungen. Aus der U1 wird unvermittelt die U4, die sich etwas später mit der U2 trifft, um gemeinsam als U1 weiterzustauen. Überall wird gebaut und gebuddelt. Um die Altstadt legt sich ein Gürtel moderner Konsumtempel, Aldis wechseln mit Lidls ab, Tankstellen und Baumärkte lockern die neuen Vorstädte auf. Nur im Stadtzentrum ist der frühere Staat noch zu erkennen. Aber auch hier verliert er sein Gesicht, muß sich eine neue, glatte Identität überstülpen lassen. So groß die Kontraste zwischen Neustadt und Altstadt auch sind, gibt es doch verbindende Elemente: die Staus. Noch 480 Kilometer.Es ist nicht mehr weit bis Dresden, um das wir vorerst einen großen Bogen schlagen - genau von dort nähert sich eine bedrohlich schwarze Wolkenwand. Keine Lust, ins Zentrum des Gewitters zu geraten. Also versuchen wir zu fliehen, die gewaltige Wolke zu umfahren. Und tatsächlich, als wir in Königstein wieder die Elbe erreichen, können wir das Gewitter von hinten bewundern. Endlich sind wir in den Bergen. In weiten Kurven zieht sich der Fluß durch die Sächsische Schweiz. Aus der waldigen Hochfläche ragen steile Tafelberge und spitze Felszinnen. Ein Paradies für Bergsteiger. Die beste Aussicht auf das Elbsandsteingebirge verspricht die Festung Königstein, die hoch über dem Tal thront. Sieben Jahrhunderte diente die Festung als waffenstarrendes Garnisonslager, als Staatsgefängnis oder als riesige Kneipe. Hier wurde gevöllt und gesoffen, was das Zeug hielt. Das 248 000 Liter große Weinfaß war meistens viel zu schnell geleert. Die Festung war so gut gesichert, daß sie nur einmal bezwungen wurde - peinlicherweise von einem Schornsteinfeger. Der kletterte 1848 in einem Anflug von jugendlicher Tollkühnheit durch die Risse und Spalten im Felssockel der Burg bis nach oben. Kein Wunder, daß der Chef der Festung mächtig sauer auf den Schornsteinfeger war und ihn für zwölf Tage in den Kerker warf. Im weiten Bogen kurvt die Elbe durchs Tal. Ein alter, perfekt restaurierter Schaufelraddampfer sorgt für Wellen auf dem ruhigen, braunen Fluß. Über den Bergen braut sich schon wieder ein Sommergewitter zusammen. Bald fegen grelle Blitze über den dunklen Himmel. Krachende Donnerschläge schütteln die schweren Wolken, bis sie sich heftig übergeben müssen. Der Regen begleitet uns bis nach Tschechien. Nach 721 Kilometern endet die Elbe an der Grenze, ab hier hört der Fluß auf den slawischen Namen Labe. Der Grenzer winkt uns durch, vor ein paar Jahren noch ein undenkbarer Akt. Bis Decin fahren wir den längsten Straßenstrich der Elbe ab. Leichte Mädchen, trotz des Sauwetters äußerst kühn gekleidet, hoffen auf schweres Geld. Der Verkehr wird ätzend, Tschechiens Kohlerevier kündigt sich an. Stinkende Lastwagen vernebeln aus armdicken Auspuffrohren die Sicht. Erst ab Terezin, dem früheren Theresienstadt, kommt wieder Ruhe auf. Aber auch wir werden ganz still, als wir die Gedenkstätte und das ehemalige Nazi-Gefängnis besuchen. Das Grauen wird angesichts der vielen Bilder und Tausender Grabsteine greifbar und bleibt doch unfaßbar.Das graue Wetter begleitet uns bis Melnik, wo die Moldau in die Labe mündet. An der Kirche entdecken wir ein kleines Schild »Gebeinhaus«. Neugier kommt auf. Ein junger Priester öffnet mit einem Riesenschlüssel die schwere Tür. Wir steigen hinunter ins muffige Halbdunkel eines fahl beleuchteten Gewölbekellers. Hier wohnt der Tod, lagern die Reste von über 10 000 Pestopfern aus dem Jahr 1512. Knochen und Totenköpfe stapeln sich bis zur Decke. Irgend jemand entdeckte beim Sortieren seine makabere Kreativität und modellierte mit den Totenköpfen Buchstaben und Muster in die Knochenwände. Den grotesken Höhepunkt bildet ein großes Kreuz, das aus Armknochen und Totenköpfen besteht. Noch 260 Kilometer.Bis Hradec Králové, dem früheren Königsgrätz, ist die Labe eine langweilige Mischung aus Kanal und reguliertem Fluß. Nur der wunderschöne Pernsteinplatz im grauen Pardubice sorgt mit seinen Renaissance-Fassaden für einen Lichtblick. Bei Jaromer verlassen wir die nervige Europastraße und das böhmische Becken. Grüne Hügel wagen sich hervor, und die Sonne bohrt endlich ein paar zaghafte Strahlen durch die Wolken. Aus der Labe ist ein kleiner, kaum 20 Meter breiter Fluß geworden. Lehmrotes Wasser sprudelt durch grüne Wiesen. Auch die Straße erwacht wieder, kurvenreich folgt sie der Labe. In der Ferne schält sich schon das Riesengebirge aus dem Dunst. Je näher wir den Bergen kommen, desto ungestümer schäumt die junge Elbe zu Tal. Spindleruv Mlýn, erster Ort am Fluß, lebt ausschließlich vom Tourismus. Hotels, Restaurants und Andenkenhändler warten auf Kunden. Noch trennen uns zehn Kilometer von der Quelle. Also schnüren wir die Wanderschuhe und folgen der Labe bergauf. Der Weg wird bald steiler und taucht ein in die paradiesische Ruhe des Elbgrunds. Nur der Bach gluckst und sprudelt, freut sich an seiner Freiheit, die er hier noch unreguliert ausleben darf. Uralte, knorrige Fichten sperren das Sonnenlicht aus, giftgrüne Farne bedecken den moosigen Waldboden. Ein Märchenwald. Aber je höher wir steigen, desto mehr wandelt sich das Märchen zum Alptraum. Zuerst tauchen nur vereinzelte tote Bäume auf, aber bald sind wir von Fichtenleichen umgeben. Waldsterben im nie gesehenen Stadium. Wie Skelette ragen die weißen Stämme anklagend in den Himmel. Ein paar Bäume stützen sich gegenseitig, knarren und ächzen, wenn der Wind sie bewegt. Schaffen sie es noch bis zum nächsten Sturm? Aus der paradiesischen Ruhe wird Totenstille, nicht mal Vögel sind zu hören.Die Baumwracks begleiten uns bis zum Elbfall, an dem wir steil hinauf zur Hochfläche klettern. Hier oben wächst kein Baum mehr. Das rauhe Klima ähnelt dem von Skandinavien. Wir folgen der Mini-Elbe durch nasse Wiesen, springen mal ans linke, mal ans rechte Ufer, bis der Weg an einem häßlichen, wassergefüllten Betonring endet. Sprachlos starren wir in das ruhige Wasser, das mal ein richtig großer Fluß werden möchte. Ein paar Münzen schimmern am Boden. Das soll die Quelle der mächtigen Elbe sein? Ein kleines Schild verkündet voller Ernst: »Pramen Labe, 1387 m«. Aber was haben wir erwartet? Vielleicht kollidiert das niedliche Rinnsal, das aus dem Betonring sickert, auch nur mit unseren alten Bildern von der großen Elbe. Aber so ist das eben, wer gegen den Strom schwimmt und den Ursprung sucht, wird alte Klischees über Bord werfen und Überraschendes finden. Noch 1091 km bis Cuxhaven.
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Info

Die Elbe ist nach dem Rhein der zweitgrößte deutsche Fluß. Er verbindet so gegensätzliche Landschaften wie das tschechische Riesengebirge und die Nordsee.
ANREISEVon Süden kommend über die A7 bis Hamburg und über die B73 nach Cuxhaven. Von Westen geht´s über die A1 und die A27 bis zur Elbemündung.DIE STRECKEDie Elbe ist offiziell 1091 Kilometer lang, 721 in Deutschland und 370 in Tschechien. Ältere Enzyklopädien wissen noch von 1165 Elbekilometern. Vor der Wende gebührte der Elbe der Superlativ »dreckigster Fluß Europas«. Durch den Neubau zahlreicher Kläranlagen, den Zusammenbruch der DDR-Industrie und die Modernisierung der Chemie-Kombinate konnte die Schadstoffbelastung um 60 bis 90 Prozent reduziert werden. Höhepunkte einer Elbereise sind die Mündung bei Cuxhaven, der Hamburger Hafen, das Biosphärenreservat Mittlere Elbe, der Durchbruch durchs Elbsandsteingebirge und der wilde Fluß im Riesengebirge. Der Wechsel von langweiligen und interessanten Passagen hat auch Einfluß auf die Fahrtstrecke, wo von schnellen Bundesstraßen bis zu kopfsteingepflasterten Wegen jedes Reisetempo möglich ist.REISEZEITDie beste Zeit liegt zwischen April und Oktober. Während im Alten Land bei Hamburg Ende April die Obstbäume blühen, liegt auf den Höhen des Riesengebirges noch meterhoher Schnee.ÜBERNACHTENAuf den ersten Kilometern gibt es noch viele Campingplätze in Flußnähe, in den fünf neuen Ländern und in Tschechien deutlich weniger. Privatzimmer oder Pensionen sind, abgesehen vom Hochsommer, überall problemlos zu finden. In Tschechien bieten Hotels und Pensionen ihre Zimmer schon ab etwa 15 Mark an.LITERATURWährend der Rhein meterlange Regale mit Büchern füllt, reicht für die Elbe eine kleine Schublade. Ein schönes und einfühlsames Reisebuch ist »Die Elbe« von Linder/Heinrichs, Westermann-Verlag, 39,80 Mark. DuMont gibt für 44 Mark seinen Kunstreiseführer Elbe heraus. Zwei Bildbände bereichern das Angebot: »Die Elbe« von W. Tschechne, Ellert & Richter Verlag, 19,80 Mark. »Erlebnis Elbe« von I. Wandmacher, ORW-Verlag, 59 Mark.Zeitaufwand: eine WocheGefahrene Strecke: 1500 Kilometer

Extratour

Wer nicht die ganze beschriebene Elbe-Tour von Cuxhaven bis Tschechien fahren möchte, kann einen Streckenabschnitt als Wochenendtrip auswählen. Ganz besonders eignet sich dazu die Sächsische Schweiz südöstlich von Dresden. Dort hat der Fluß eine wunderschöne Felslandschaft entstehen lassen (Bild links). Das Elbsandsteingebirge erstreckt sich an der Grenze zu Tschechien zwischen Erzgebirge und Lausitzer Bergland. Die höchsten Gipfel, der Große Winterberg und der Große Zschirnstein, sind zwar mit rund 550 Metern Höhe nicht gerade weltbewegend, sind aber unter anderen Aspekten Highlights. Durch die Erosion einer 600 Meter starken und über 100 Millionen Jahre alten Steinplatte entstand ein Labyrinth von Schluchten, Höhlen und Klammen, das Wanderer und Freeclimber gleichermaßen anzieht. Aberwitzig zernarbte und zerklüftete Felsen, alleinstehende Nadeln, Türme und Säulen prägen die Landschaft. Pirna, unmittelbar südöstlich von Dresden direkt an der Elbe gelegen, gilt als Tor zur Sächsischen Schweiz und eignet sich gut als Ausgangspunkt für eine Rundtour durch die Region (Anreise am schnellsten über die A4 bis Dresden). Folgende Strecke führt zu den Highlights: Pirna - B 172 - Struppen - Bielatal - Königstein (Abzweige zu Aussichtspunkten) - kleine Rundtour südlich der Elbe, dann über den Fluß nach Bad Schandau und vor dort direkt nach Osten in die Grenzenklave Hinterhermsdorf - zurück über Sebnitz - Hohnstein. Von dort geht es auf Stichwegen zu Aussichtspunkten des Elbsandsteingebirges: dem Lilienstein und der Bastei. Oder zurück nach Pirna. Alle Details liefert die Generalkarte, Großraumblatt 12. Lesestoff bietet der Bucherverlag mit »Sächsische Schweiz«. Wichtig: Ein paar Wanderstiefel und etwas Bewegungslust gehören bei dieser Tour dazu, will man die ganze Schönheit der Felslandschaft erleben (siehe auch Reportage in MOTORRAD 22/1994). Zimmernachweise bieten die Fremdenverkehrsämter der größeren Orte wie Königstein, Telefon 035021/261, oder Wehlen, Telefon 035024/413.

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