100 Jahre Tourist Trophy Motorradinsel: Isle of Man

Mythos oder Wahnsinn, Tradition oder Tragödie? Die Tourist Trophy auf der Isle of Man bietet seit einem Jahrhundert Stoff zur Legendenbildung. Denn sie war von jeher mehr als nur ein Rennen. Daran hat sich auch zum Jubiläum nichts geändert.

Foto: Jahn
Wen der Zauber packt, den lässt er selten wieder los. Einmal TT, immer TT – so beschreiben es viele, die seit Jahren dabei sind. Egal, ob sie Fahrer sind oder Zuschauer. Dabei versuchen einige, auszusteigen. Sie wollen nicht mehr wiederkommen, scheuen die Reise, den Trubel, die Kosten. Und machen sich dann doch erneut auf zur kleinen Insel in der Irischen See. Wer niemals da war, wird nicht verstehen, warum. Schüttelt den Kopf über tote Rennfahrer und Möchtegern-Racer, die sich am »Mad Sunday« um Kopf und Kragen fahren. Diese Dinge bestimmen die Schlagzeilen. Medien funktionieren so. Stille Alleen, gemütliche Kneipen, fabelhafte Menschen und herrliche Landschaften sind in dieser Hinsicht weniger griffig. Und noch viel schwieriger lässt sich diese Spannung beschreiben, die das Publikum ergreift, wenn hochgezüchtete Renner mit aberwitzigem Tempo durch schmale Dorfstraßen fegen. Die der Fahrer lässt sich in dieser Situation vermutlich nicht einmal erahnen.
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So gesehen ist es schwierig, die Faszination »Tourist Trophy« zu beschreiben. Einen Versuch ist es dennoch gerade zum 100. Geburtstag allemal wert, denn es gibt nur wenige Plätze, an denen sich die Welt so intensiv um das Erlebnis Motorrad dreht, wie auf dieser kleinen Insel. Happy birthday, TT!

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