Unterwegs in Deutschland Männertrip von Stuttgart nach Usedom

Zwei Männer, drei Wochen Urlaub und eine Frage, die geklärt werden muss: "Papa, wohin fließen eigentlich die Flüsse?" Ein Vater-Sohn-Roadtrip durch ganz Deutschland.

Foto: Henniges

Diesen Ausdruck kenne ich. Gleich nachdem Paul die Lippen schürzt, kommt seine Frage. Und die ist meistens nicht dumm.

„Papa, was heißt eigentlich max fünf Khh Ghh?“
„Wie kommst du auf so was?“
„Na, das steht doch hier hinten drauf“

Ich strolche ums Motorrad. Unsere Kawasaki W 800 ist dick bepackt und startklar für unsere erste große Motorradtour. Wir wollen zur Ostsee, mal schauen, wie es aussieht, wenn Flüsse ins Meer fließen. Denn: Das Meer ist die tiefste Stelle, und Wasser fließt stets bergab - so zumindest habe ich’s meinem Sohn erklärt.

„Hier steht’s“, ruft Paul, „5 Khh Ghh!“

Sein kleiner Finger deutet auf den Aufkleber am Fehling-Gepäckträger, den wir für diese Tour montiert haben. Die Kids von heute lernen zu Beginn das Laut-ABC. Für uns alte Säcke hieß das früher noch 5 ka geh. Oder: 5 kg. Ich atme tief durch. Mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten, Verbandkasten, Spielzeug und einigen Unterhosen wiegt unser Gepäck locker 25 Kilo.

„Das heißt, wir dürfen höchstens fünf Kilogramm Gepäck mitnehmen.“
„Sind das fünf?“
„Nein, etwas mehr. Aber der Gepäckträger sieht äußerst stabil aus.“

Außerdem, so denke ich, liegt die Hälfte des Gepäcks ja auf der Sitzbank auf.

Gewissen beruhigt, Jacken zu, Helme auf, endlich geht’s los. Auf ins Abenteuer. Gänzlich unvorbereitet sind wir nicht: Die W 800 ist mit Tankrucksack, Gepäckträger, Packtaschen und Soziusrasten-Erhöhung präpariert. Unsere Kommunikation läuft über eine kabellose Gegensprechanlage, und Paul ist mittlerweile erfahrener Beifahrer. Ich hole ihn täglich nach der Arbeit mit irgendeinem Motorrad vom Kinderhort ab.

„Papa, mir ist warm. Wann sind wir da?“

30 Grad im Schatten. Stimmt. Ich schaue auf den Tacho: 15 Kilometer abgespult. Vor einer halben Stunde sind wir nahe Stuttgart gestartet. Als ich am Vortag Heringsdorf auf der Insel Usedom als Ziel im Internet eingab, errechnete die Suchmaschine: 875 Kilometer - neun Stunden, zwei Minuten.

„Ich denke, wir sind in etwa fünf Tagen am Meer.“
„Fünf Tage? Weil wir uns so oft verfahren?“

Noch ahne ich nicht, dass er recht behalten soll, und antworte ihm, dass es so lange dauert, weil wir nur auf klitzekleinen Straßen fahren werden, da Schnellstraßen zu gefährlich sind.

„Und woher weißt du, wohin wir fahren müssen?“

Ich tippe auf das Navi, das ich am Spiegel montiert habe. Es ist mittlerweile sieben Jahre alt. Das Kartenmaterial leider auch.

„Dieses Gerät zeigt mir, wo und wann wir abbiegen müssen, es führt uns zum Meer.“
„Sagt es dir auch, wann du bremsen musst?“
„Nein, so weit sind wir noch nicht.“

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Foto: Henniges

Wir rasten an einer Tanke. Zwei Eis, eine Packung Kaugummi. Paul setzt sich vors Zeitungsregal und blättert in Comics, ich stehe am Schaufenster und blicke raus. Es ist August. Hochsommer. Ferienzeit. Vollgepackte Autos, genervte Gesichter. Menschen, die so aussehen, als wären sie auf der Flucht. Anstatt die freie Zeit zu genießen. Ein ziemlich übergewichtiger Familienvater hetzt durch die Tür und zetert fürchterlich darüber, dass es draußen so furchtbar heiß ist. Als wir wieder auf dem Motorrad sitzen, meint Paul:

„Der dicke Mann eben, der so geschimpft hat, soll doch froh sein, dass es nicht regnet. Warum schimpfen die Menschen auch aufs Wetter, wenn’s toll ist?“
„Weil die meisten immer das haben wollen, was sie gerade nicht haben“, erkläre ich.
„Papa, willst du jetzt gerade keinen Sohn?“
„Unsinn. Um nichts in der Welt würde ich die Reise allein machen wollen! Wir sind und bleiben ein Team!“

Ein Team, das nur langsam vorankommt. Kaugummi wechseln, Bolzplatz bespielen, Pipi machen, Stiefel zwickt… Wir überqueren den Kocher nahe Gaildorf, die Jagst bei Crailsheim und die Altmühl bei Leutershausen.

„Wenn alle Flüsse ins Meer fließen, warum schwappt das Meer dann nicht über?“

Irgendwie, so denke ich, sind seine Bedenken ja durchaus berechtigt. Doch das hat weniger mit den Flüssen, sondern eher mit dem Abschmelzen der Polkappen zu tun. Also fabuliere ich über den Kreislauf von Verdunstung, Wolkenbildung, Regen und Abfluss. Kurze Stille. Dann meint er:

„Da macht jeder Tropfen ja eine größere Reise als wir.“

Unser erstes Nachtlager schlagen wir neben der Rednitz nahe Schwabach auf. 226 Kilometer, 18 Pausen und gefühlte 1000 Fragen liegen hinter uns. Ein aufregender Tag. Im Lagerfeuerschein glitzern die Rednitz, das Motorrad, unsere Augen – und über uns der Sternenhimmel. In der Ferne rauscht ein Zug, Hundegebell, Grillengezirpe. Ich bin so glücklich. Glücklich darüber, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Drei Wochen gemeinsamer Urlaub. Tägliche 24-stündige Zweisamkeit, verbunden mit dem schönsten Hobby, das ich mir vorstellen kann. Mit dem besten Reisepartner der Welt, dem Menschen, den ich am meisten liebe.

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Foto: Henniges

Nächster Morgen. Den Kakao gibt’s mit Quellwasser, das Müsli mit Milch. Es ist schwül, wir umrollen Nürnberg auf verwinkelten Asphaltbändern. In der Ferne türmen sich Wolken auf. Unsere Strecke ist faszinierend kurvig, wir gleiten von einer in die nächste Schräglage, ein wunderschöner Swing. Und das, obwohl wir maximal 80 km/h fahren.

„Papa, warum magst du eigentlich Motorräder?“

Puhh! Ja, warum eigentlich? Schräglage, Beschleunigung, Dynamik, Körpereinsatz, Ideallinie, Optik, Sound, Frischluft, Freiheit, wie soll man das in ein paar Sätzen rüberbringen? Ungerecht, aber ich gebe die Frage zurück:

„Warum magst du denn Motorradfahren?“
„Weil’s geil ist! Wenn ich groß bin, will ich auch fahren.“

Bemerkenswert, welchen Wortschatz Erstklässler haben.

Wir cruisen durch Oberfranken. Hier mal ein idyllisch-verschlafener Ort, dort mal ein militärisches Übungsgelände. Dazwischen Wälder, Wiesen, Äcker und verschlungene Pfade, über die es sich hervorragend bummeln lässt. Der lange Schatten des Kalten Krieges hat die Region erfolgreich vor finanziellen Sonnenstrahlen bewahrt. Statt Industrie gibt’s hier pure Einsamkeit und Landschaft. Das Gefühl, in den 1960er-Jahren zu reisen, verstärkt sich noch, als wir das Fichtelgebirge kreuzen und das Vogtland erreichen. Im ehemaligen Osten hinkt man in puncto farbenfrohe Hausfassaden immer noch ein wenig hinterher. Endlose Getreidefelder säumen den Horizont, an dem sich so ganz allmählich ein Gewitter ankündigt. Wir rasten an einem Stoppelacker, Trinkflasche raus, Oberkörper frei, und üben Kampftechniken. Das machen wir fünf-, sechsmal täglich. Ein guter Ausgleich zum Sitzbankhocken. Außerdem hält es fit und fördert die Koordination.

„Papa, du hast da genau dieselben Ringe am Bauch wie die Männer in dem Magazin, das bei uns im Bad liegt.“

Ich überlege angestrengt. Wir beide sind ein Männerhaushalt, neben „Motomania“ und MOTORRAD liegen nur ein paar Fitnesszeitschriften herum. Aber sind da immer Männer abgebildet?

„Welches Magazin meinst du?“
„Ich glaube, es heißt ‚Men’s Health‘.“
(Er spricht es „Meen Hehalt“ aus.)
„Du meinst, dass die Bauchfalten der Männer in dem Magazin so aussehen wie meine? Paul, das ist nett von dir. Aber bei mir ist das Fett, bei den Männern sind das Muskeln.“
„Ist doch egal. Du bist trotzdem stark.“

Die Gewitterfront naht von Westen, wir flüchten. Das Zelt soll im Gepäck bleiben, doch alle Gasthöfe auf unserem Weg haben entweder gerade heute oder für immer geschlossen. Erst Plauen beschert uns ein Dach über dem Kopf. Auf den Straßen tiefergelegte Billig-Sportwagen mit beleuchteten Unterböden, auf den Beifahrersitzen Frauen mit teilgefärbten Haaren. Während sich ein gewaltiges Sommergewitter entlädt, tobt in unserem Zimmer eine Kissenschlacht.

Foto: Henniges

"Wann ist man zu alt zum Motorradfahren?"

Am nächsten Tag: Irgendwo im Outback zwischen Treuen und Eich schickt uns das Navi ständig im Kreis, weil es die Straßen nicht kennt. Als wir zum dritten Mal bei einer Gruppe Rentner vorbeikommen, die neben einem Reisebus steht, winken sie uns zu. Wir stoppen.

„Na, verfahren? Wo soll’s denn genau hingehen?“
„Nach Heringsdorf ans Meer“
, ruft Paul aufgeregt.
Ungläubiges In-die-Runde-Schauen.
„Eurem Gepäckberg nach zu urteilen haben wir gedacht, ihr fahrt um die Welt.“

Kurzer Klönschnack. Zwei Männer mit Haaren wie Zuckerwatte umkreisen die W 800 und erinnern sich seufzend, früher auch gefahren zu sein. Sie finden unsere Kawa wunderschön. Jetzt, mit über 75, seien sie zu alt, um selbst zu fahren. Sie weisen uns den richtigen Weg, und wir starten durch. Paul summt ein kurzes Lied und meint dann:

„Papa, du bist doch auch schon alt. Wann genau ist man denn zu alt zum Motorradfahren?“
Vielen Dank auch.

Der Weg nach Nordosten ist gesäumt von riesigen Windkraftwerken, weiße Propeller mit roten Ecken durchpfeifen die Luft. Wir sind kaum dran vorbei, da komme ich in Erklärungsnot. Denn natürlich will mein Sohn wissen, wie diese Maschinen aus Wind Strom machen. Und wie der dann in die Steckdose kommt. Im Chemnitzer Straßennetz verfangen wir uns fürchterlich, brauchen eine Stunde, weil das Navi kaum eine Straße kennt, nahe Altenburg erliegen wir der McDonald’s-Versuchung.

„Ich will so ein Eis mit Karamell. Und guck, die haben hier auch Smarties, die will ich auch noch drauf.“

Wir stehen an, ich bestelle, deute auf den Becher und kann mir ein Lächeln kaum verkneifen. Denn es bedient eine Sächsin.

Eine waschechte sogar: „Öba sischa konn isch eehne oof des Meckflöry Smördies dün.“

Weiter geht’s. Vollkommen irregeleitet pöttern wir an Kleingärten vorbei, durch Waldschneisen und über Feldwege. Fünfminütlich verliert das Navi die Orientierung und ich die Contenance.

„Man darf nicht so viel fluchen“, ruft Paul.
„Entschuldige bitte.“
„Das sagst du jedes Mal. Komm, wir machen jetzt einen Fluchzähler. Wer flucht, zahlt 50 Cent an den anderen.“

Ich fand die Idee damals super. Um es vorwegzunehmen: Paul konnte sich nach der Tour von dem Geld ein ferngesteuertes Auto kaufen. Ich zwei Riegel Snickers. Umleitung! Zwischen Poischwitz und Wermsdorf steht wieder mal so ein Schild. Werden die denn hier im ehemaligen Osten nie fertig? Wir versuchen es trotzdem, umschleichen Geröllberge, rumpeln über Schotterlöcher und kommen schließlich vor einem riesigen Graben zum Stehen. Zwei Bauarbeiter halten inne, bestaunen unseren Gepäckberg.

Wohin’s denn gehen soll, wollen sie wissen.
Stuttgart, Nürnberg, Berlin, Brandenburg, Heringsdorf.

Fragezeichen auf der Stirn. Die beiden deuten synchron auf Bagger und Graben.

„Nette Tour“, brummt der Dickere, „doch auf jeden Fall ist da vorn die Welt erst mal zu Ende.“

Und sie ist noch oft auf dieser Reise zu Ende. Denn die Meldungen „Bitte wenden“ und „Sie fahren offroad“ häufen sich, doch wir kommen vorwärts.

In Dahlen fordern unsere Mägen nach der Pizza beim Inder Zwangspausen, in Frauwalde nächtigen wir im Hotel „Zu den Schildbürgern“ und lauschen haarsträubenden Storys, die Volksbank Elsterland verweigert uns die Geldauszahlung, in Schweinitz sind wir pleite, auf dem Bahnhof in Linda schenkt uns jemand sein Brötchen und in Schönewalde spuckt der Geldautomat endlich was aus.

Foto: Henniges

Unser vierter Reisetag ist nicht nur wolkenverhangen und düster, es regnet auch arg. Wir umfahren Berlin auf endlosen regennassen, geraden Schneisen, die den Wald wie Schwerthiebe getrennt haben. Der Asphalt vernarbt, die Wege zerfurcht, alle zehn Minuten mal ein Auto. Hier möchte man keinen Plattfuß haben. Rechts und links der Wege Stacheldraht, wahrscheinlich ehemalige russische Militärgebiete. Ich nutze die Zeit, um meinen Sohn aufzuklären. Erzähle von Hitler, dem Krieg, den vielen Kämpfen um Berlin, von Konzentrationslagern, der Befreiung durch die Alliierten und der Teilung Deutschlands. Dass in Berlin eine Mauer gebaut wurde und die eine Hälfte Deutschlands rund 40 Jahre eingesperrt wurde. Mein einstündiger Geschichtsvortrag endet mit dem Abriss der Mauer.

„Bitte, geht doch“, ist alles, was Paul dazu sagt. Aus. Punktum. Naja, war vielleicht zu viel auf einmal.

Gegen Abend des fünften Reisetages stehen wir am Oderbruch nahe Eberswalde. Schiffe bis zu einer Länge von 80 Metern überwinden hier mithilfe eines Schiffshebewerks einen Höhenunterschied von 36 Metern. Nicht mehr weit, dann mündet die Oder ins Meer. Wir umrunden das Hebewerk, genießen die Weitsicht und bestaunen den Oderbruch. Eine alte Dame mit Stock steht neben uns, Tränen tropfen ihr aus den Augen, sie schluchzt. Paul fragt nach, ob er ihr helfen kann. Nein. Alles sei in Ordnung. Aber doch nicht richtig. Alle drei Wochen käme sie hierher. Seit unzähligen Jahren. Würde über den Oderbruch schauen und an ihren Geliebten denken, der hier, bei der Verteidigung des Heimatlandes vor 67 Jahren, als der Russe hier durchbrach, im Alter von nur 17 Jahren sein Leben ließ.

„Wir waren noch Kinder“, schluchzt sie, „es war schrecklich, aber vorbestimmt …“

Der Folgetag bringt Wetterbesserung. Doch die Temperatur stürzt, nur knapp 20 Grad. Ein schneidender Wind jongliert mit Wolkenfetzen. Die Hoffnung, heute, am sechsten Reisetag, das Meer zu erreichen, ist groß. Wir rollen über Alleen mit schwülstigen Namen wie „Straße des Friedens“ oder „Straße der Freundschaft“. Paul ist seltsam ruhig, dann fragt er plötzlich:

„Wer bestimmt eigentlich, wann man stirbt?“
Wahnsinn, denke ich, was in so einem kleinen Kopf schon vor sich geht. Ich überlege angestrengt und antworte:
„Das Schicksal.“
„Und wenn es sich irrt?“
„Das Schicksal irrt sich nie.“
„Was ist das Schicksal?“
„Es ist der vorbestimmte Weg, den jeder zu gehen hat.“
„Kannst du den ins Navi eingeben?“
„Die Funktion hat es nicht.“
„Papi, dein Navi ist sowieso alt und kennt viele Wege nicht. Wir kaufen einfach ein neues. Vielleicht hat das eine Schicksalssuche …“

Foto: Henniges

Wir kämpfen uns über kleinste Wege, beschattet von jahrhundertealten Bäumen, durch die Uckermark. Endlose Alleen spießen Orte wie Heinrichsdorf oder Neu Schönbeck hintereinander auf. Links pechschwarze Wolkenbänke, rechts unendliche Weite, Sicht fast bis nach Polen. Der Regen bleibt unser Begleiter, treibt uns vor sich her. Unablässig brabbelt der Twin unter uns, die Stoßdämpfer kann man fast ächzen hören. Es ist Sonntag. Keine Menschenseele zu sehen. Zerborstene Zäune, klaffende Löcher im Asphalt, windzerzauste Fensterläden, marode Gehwege.

„Papi, wo ist eigentlich das Ende der Welt?“

Keine Ahnung, wieso er gerade jetzt auf die Frage kommt. Am Abend des sechsten Reisetages erreichen wir Usedom.
Unsere drei Häscher Kälte, Nässe und Wind haben wir abgeschüttelt, fallen glücklich ins warme Bett. Noch eine Nacht schlafen, dann sind wir  am geografischen Ziel dieser Reise.

Es ist ein eiskalter Morgen, Sturm zerrt an unserer Kleidung, nötigt uns selbst auf den Geraden noch zur Schräglage. Der Strand ist breit, fast menschenleer, zornige Wellen bauschen Gischt auf. Weit draußen auf der Ostsee zieht ein Frachter seine Bahn. Die W 800 parkt direkt am Strand. 1279 Kilometer von unserer Wohnung entfernt. Pauls letzte Frage gleich nach dem Aufstehen hatte es in sich:

„Was ist eigentlich wahres Leben?“
„Nun, ich habe irgendwo mal Folgendes gelesen: Wahres Leben bewegt sich nach vorn in unbekannte Bereiche. Ist also etwas, was wir zwei glücklicherweise ständig tun.“

Weit schweift mein Blick über den weißen, feinen Strand. Wir sind am Meer und haben immer noch zwei Wochen Urlaub. Seit ein paar Minuten schon buddelt Paul mit Motorradstiefeln und dicker Hose am Strand und baut eine Sandburg. Wasser wird in seinen Burggraben gedrückt,  umspült die Türme wie ein Bach und fließt zurück. Zurück ins Meer.

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