Die Wüsten der Erde Der Sandmann

Per Motorrad durch alle Wüsten der Erde – noch bis 2004 wird Michael Martin dafür unterwegs sein. MOTORRAD-Leser können bereits jetzt exklusiv eine erste Bildauswahl genießen.

Jahrelang hat es Michael Martin ausschließlich nach Afrika verschlagen. Über seine rund 70 Reisen hat er bis heute rund 1000 zumeist ausverkaufte Diavorträge gehalten, 15 Kalender und elf Bildbände produziert, von denen besonders der letzte (»Die Wüsten Afrikas«) überaus erfolgreich war. Den meisten MOTORRAD-Lesern ist der »Berufsreisende« bestens bekannt. Dann diese neue Wahnsinns-Idee: ein Bildband, ein mehrteiliger Fernsehfilm und ein Diavortrag über alle Wüsten der Erde. Ein Projekt, das in Sachen Logistik und Kosten so gewaltig ist, das sämtliche vorherigen Reisen plötzlich wie Sandkastenspiele anmuten.Natürlich ist Martin wieder auf einem Motorrad unterwegs. In Begleitung von Freundin und Kamerafrau Elke Wallner. 1999 ging´s los. Allerdings in vielen Etappen, denn zu Hause warten Kinder, weitere Vortragstermine (aktuelle Vortragsreihe in München: »Abenteuer Erde«, siehe www.michael-martin.de) sowie jede Menge Organisationskram für die jeweils nächsten Stationen. Was wie ein Traumberuf klingt – mit Reisen Geld verdienen –, ist knüppelharte Arbeit. Entsprechende Bilder entstehen nun einmal nicht, wenn man den Tag unter Palmen am Strand verbringt. Maloche statt Erholung, zumal die Erwartungshaltung enorm ist. 2004 soll aber voraussichtlich alles im Kasten sein. Das hofft auch der renommierte Buchverlag Frederking & Thaler, für den »Die Wüsten der Erde« das langfristigste Projekt ist, das der Verlag bisher in Angriff genommen hat. Der Halbzeitstand nach 25 Reisen ausschließlich für diese Geschichte: 300000 Flug- und 60000 Motorradkilometer, zehn Reifenpannen, gut 1000 Filme verschossen und etwa 125000 Euro ausgegeben. Martin kalkuliert mit weiteren 125000 Euro.Eine enorme Summe. Selbst bei einem Bekanntheitsgrad von einem Michael Martin sind die Ausgaben allein vom Buchverkauf nicht wieder reinzuholen, obwohl der neue Bildband auch in England, Frankreich und den USA erscheinen soll. Der Fernsehfilm und die Vorträge werden zusätzliche Einnahmen bringen. Ein Restrisiko bleibt. Das Michael Martin jedoch nicht scheut. Denn für ihn ist es noch immer das Größte, ein neues Buch heraus zu bringen und mit einem neuen Vortrag auf Tour zu gehen. Für ein gutes Bild wird er weiterhin seine stets völlig überladene GS wie ein Irrsinniger durch die Dünen schieben.

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