Enduros an die Macht

Natürlich ist diese Geschichte zumindest teilweise frei erfunden. Denn Schotterwege sind in Deutschland entweder
asphaltiert – oder gesperrt. Wer sich aufs Endurowandern einlässt, muss damit leben, dass er nur mit guter Landkarte und viel Fragerei eine abenteuerliche Route findet, um sich asphaltfrei durchs Land zu mogeln. Keine Chance, der Lust zu frönen, besteht im Umfeld von Großstädten und Ballungszentren. Anders sieht es dagegen in entlegenen Regionen aus, dort, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen und es für Stadtflüchtlinge zu weit und für Tourismus in größerem Stil zu unattraktiv ist.
Offroad-Spaß muss übrigens nicht nur für Enduristen gelten: Wer nicht gerade Fahranfänger ist und moderat mit Gas und Bremse agiert, kann die meisten Schotterwege auch mit Allround-Straßenmaschinen vom Schlag einer Suzuki GS 500 oder Yamaha XJ 600 locker meistern. Viel wichtiger als Stollen sind Rücksicht und gezügelte Fahrweise, denn wenn die wenigen Schottersträßchen nach einer Motorradsaison einer Crosspiste gleichen, ist die Sperrung programmiert. Zudem bergen die Strecken jede Menge Überraschungen in Form tiefer Querrillen oder mächtiger Landmaschinen. Und bitte legal bleiben: Das Befahren eines Waldweges mit dem runden Verbotsschild (Verbot für Fahr-
zeuge aller Art) wird streng geahndet. Allerdings ist das Schieben von Krafträdern hier erlaubt. Na denn.
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