Infos über Norwegen

Ein Trip nach Norwegen lohnt immer. Grandiose Landschaften und wenig Verkehr garantieren Naturerlebnisse der Extraklasse. Und alte Motorräder intensivieren die Reise erheblich.

Navigation
Zur groben Orientierung diente eine in Norwegen gekaufte Landkarte von Cappelens. Ansonsten leistete ein Garmin-Navigationsgerät gute Dienste. Häufige Fährpassagen wurden dabei in Kauf genommen. Wer das nicht möchte, sollte sich detaillierte Karten besorgen, um die Fjorde zu umfahren, was aber oft große Umwege von mehr als 100 Kilometern bedeutet. Kümmerly+Frey beispielsweise bietet für je 9,95 Euro Norwegen-Karten im Maßstab von 1:250000 bis 1:400000 an, die Süden, Mitte und Norden abdecken.

Übernachtung
In Norwegen gilt das so genannte Jedermannsrecht. Heißt: Jeder kann Zelten, wo es nicht ausdrücklich verboten ist und niemanden stört. Wer jedoch ab und an duschen möchte, wird sich über die vielen schön gelegenen Campingplätze (www.camping.no) freuen. Pro Zelt und Nacht fallen zwischen 100 und 150 Norwegische Kronen an, umgerechnet sind das zwölf bis 19 Euro. Rechnen muss man auch damit, dass es keine Rezeption gibt. Irgendwann taucht aber immer jemand ganz entspannt zum Kassieren auf. Wer nicht zelten mag, mietet eine der zahlreichen Hütten, die meist für vier Personen ausgelegt und in der Nebensaison ab 45 Euro pro Nacht zu haben sind. Die Ausstattung ist meist nicht sehr modern, beschränkt sich auf Stockbetten und eine einfache Kochgelegenheit.

Finanzen
Geld kann man in jeder größeren Bank tauschen, jedoch wird eine gehörige Wechselgebühr erhoben. Da diese vom Betrag unabhängig ist, lohnt sich ein gemeinsamer Tausch. An den Geldautomaten erhält man maximal 2000 Kronen (250 Euro) auf einmal.

Tanken und Motorräder
Das Tankstellennetz ist nicht besonders dicht. Wichtig ist eine Kreditkarte, da viele Tankstellen in abgelegenen Gegenden nur über Tankautomaten verfügen. Der Spritpreis ist trotz der norwegischen Ölvorkommen der höchste in ganz Europa. Während die 26 PS starke 750er-BMW und die 14 PS leistende AWO 424 Sport mit 250 Kubikzentimeter Hubraum nach dem Viertakt-Prinzip arbeiten, benötigen die Zweitaktmaschinen MZ ES 250 (14,2 PS) und die MZ RT 125/3 (6,5 PS) beim Tanken von Benzin zusätzlich noch eine Beimischung von Öl im Verhältnis 1:40. Gute Erfahrungen haben wir mit Motorex-Zweitaktöl gesammelt, da es sich im Gegensatz zu anderen von uns getesteten Produkten am besten mit den Additiven vertrug, die dem Benzin in verschiedenen Ländern beigemischt sind.

Reisezeit
Rein wettertechnisch sind Juni und Juli die geeignetsten Monate für eine Norwegenreise. Wir waren allerdings Ende August/Anfang September unterwegs und hatten trotzdem bestes Wetter. Also nicht am Schnaps für die Trolle sparen. Und absolut wetterfeste Kleidung einpacken.

Anreise
Für Norwegen-Reisende bieten sich Fähren von Deutschland nach Schweden oder direkt nach Norwegen an. Die Strecke Kiel–Oslo dauert rund 20 Stunden und kostet in der Hochsaison beispielsweise bei Colorline pro Person, Motorrad und komfortablem Kabinenplatz 634 Euro hin und zurück (www.colorline.de). Fährfahrten von Sassnitz nach Trelleborg in Schweden dauern vier Stunden und kosten je nach Reisezeit ab 43 Euro pro Person und Motorrad (www.scandlines.de). Auch von Rostock (5,5 Stunden) und Travemünde (7,5 Stunden) gehen Fähren nach Schweden.
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