Infos zur Rallye Dresden - Breslau

Eine Rallye wie die Dresden-Breslau fasziniert durch feinste Enduro- und Natur-Erlebnisse. Auf ihre Art ist sie auch eine Reise ins Innere des Piloten. Eine günstigere Gelegenheit für zehn Tage tollen Offroad-Kick gibt es kaum.

Foto: Nennewitz
Allgemeines 2009 findet die fünfzehnte Ausgabe der lizenzfreien Rallye Dresden-Breslau vom 26. Juni bis 4. Juli statt (www.rallye-breslau.com). Das Rennen 2008 führte mit einer Gesamtlänge von rund 1200 Kilometern über acht Etappen mit Prolog und Showstart im Stadtzentrum von Dresden über die Etappenziele Zagan und Recz im westlichen Polen. Abgesehen von den ersten beiden kurzen Etappen zum Einfahren laufen die Folge-Etappen über Längen von rund 100 bis 180 Kilometer (Marathonetappe 450 Kilometer) auf sandigem Untergrund in den Wäldern und über große Truppenübungsplätze in Polen.

Kosten
Einschreibung Fahrer 885 Euro, 500 Euro für die erste Serviceperson mit Fahrzeug, jede weitere Serviceperson 450 Euro. In der Teilnahmegebühr ist gute Verpflegung mit Frühstück, Lunchpaket und reichhaltigem Abendessen eingeschlossen. Biwak-Übernachtung im Zelt oder Camper.

Mit weiteren Aufwendungen wie Anreise, Treibstoff und Zusatzverpflegung kommt ein Zwei-Mann-Team (ein Fahrer, ein Service-Techniker) insgesamt auf 1600 bis 1700 Euro Gesamtkosten für zehn Tage Offroad-Erlebnis vom Feinsten.

Verschiedenes
Fitness: Gute Grundkondition ist wünschenswert, für normal sportliche Endurofahrer ist die körperliche Anstrengung bei guten Witterungsbedingungen kein Problem, bei Dauerregen (2007) kommt man aber schnell an seine Grenzen.

Navigation: Das Roadbook der "Breslau" ist eines der anspruch-vollsten und genauesten in der Rallye-Szene. Absolut präzise Beachtung der Kilometerangaben und ständiger Abgleich mit dem Tripmaster sind zwingend notwendig. In den Wäldern wird zum Teil in Zehn-Meter- Schritten navigiert.

2009 wird das Roadbook als Rolle ausgegeben, so entfällt das lästige Kleben. Ausreichend Markierstifte mitbringen, um die wichtigsten Hinweise farbig hervorzuheben. Jeder Fahrer hat da seine eigene Theorie und "Handschrift".

Wichtige Regel: Nie dem Vorausfahrenden folgen!

Biwak: Die Fahrerlager auf den Truppenübungsplätzen in den polnischen Wäldern sind zum Teil (besonders in Recz) ideal für einen Familienurlaub. Traumhafte Seen laden zum Baden ein, und die weitläufigen Areale mit ihrem weichen Untergrund sind für Kinder auf Minibikes ein Paradies. Achtung: Einkaufsmöglichkeiten oft nur in fünf bis zehn Kilometer Entfernung vorhanden, deshalb vorausschauend planen. Duschen und Toiletten stehen nicht immer zur Verfügung (sind häufig Militäranlagen).

Schmankerl für Technik-Freaks: Die Breslau-Rallye ist die einzige Veranstaltung in Europa, bei der man neben Motorrädern auch Pkw- und Lkw-Rallye-Fahrzeuge im extremen Einsatz beobachten kann. Wer einmal einen Hellweg-Unimog mit Zentralmotor und 350 PS wie ein Supercross-Motorrad über die Panzerpisten springen gesehen hat, vergisst diesen Anblick nie wieder!

Rallye-Dauer: 10 Tage
Gefahrene Strecke: 1200 Kilometer

Motorradvorbereitung
Jede geländetaugliche Sportenduro kann an dem Rennen teilnehmen, sollte allerdings rallyemäßig vorbereitet sein. Notwendig sind folgende Ausrüstungselemente:Elektrischer Roadbook-Halter, hoch vor dem Lenker montiert.

Tripmaster (Kilometerzähler), über dem Roadbook-Halter platziert.
Kleines GPS vorteilhaft, nicht vorgeschrieben. Auch ein Kompass sollte immer dabei sein.

Reichweite 90 Kilometer sind ausreichend, 150 Kilometer besser.
Je nach Wetterlage und wegen der zahlreichen Flussdurchfahrten muss das Motorrad staub- und absolut wasserfest vorbereitet sein, das heißt, Luft-filter mit zusätzlichem Schutzstrumpf und Dichtfett versehen, Roadbook-Halter rundherum abkleben und elektrische Anlage perfekt warten.

Vollgummischläuche ("Mousse") in den Reifen sind zwar teuer, geben aber die beruhigende Gewissheit, mehr als eine Woche ohne Plattfuß unterwegs sein zu können. Ein Set Enduro-Reifen ist auf dem sandigen Boden für die komplette Veranstaltung ausreichend.

Die Kette sollte auf dem sandigen Boden nie geschmiert werden, eine Ersatzkette und Ritzel sowie Bremsbeläge gehören neben Motoröl zum Wechseln in die Werkzeugkiste.

Das wichtigste Werkzeug zur Maschinenwartung kommt ans Motorrad oder in die Gürteltasche des Piloten, in der sich auch Geld, Dokumente und Energiereserven in wasserdichten Zip-Bags befinden.


Alternative Rallyes
Rally Albania: 1400 Kilometer, 6. bis 13.6.2009, www.fennek.it/NEWSPAGE/newspage.htmTranscarpatic Rally Romania: 2800 Kilometer, 26.7. bis 1.8.2009, www.transcarpaticrally.roBaja Saxonia: 1200 Kilometer, 2. bis 4.4.2010, www.baja-saxonia.de
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