Infos zur Tour Jura, Vercors und Westalpen

Die ersten Bergtouren im Frühjahr können zu wahren Hindernisrennen ausarten. Deshalb ist gute Vorbereitung wichtig, um bei Wetterumschwüngen schnell umdisponieren zu können

Foto: Eisenschink
Anreise/Reisezeit: Die Strecke ist denkbar unkompliziert zu erreichen. Einfach der A 5 bis zur letzten deutschen Ausfahrt kurz vor Basel folgen und dann westlich durch Frankreich über die D 473 Richtung Delémont und Ferrette halten. Schwieriger ist die Empfehlung einer optimalen Reisezeit. Das Jura ist von April bis Oktober fast durchgängig herrlich grün. In den höheren Lagen und Alpenausläufern beginnt die Reisesaison im Mai, in den Hochalpen ab Juni. Das Problem der gesamten westalpinen Route sind die von Westen anströmenden Wolken mit entsprechend häufigen, spontanen Regengüssen. Also unbedingt die Wetterprognosen im Auge behalten und keine Kompromisse bei der Kleidung machen.

Die Strecke: Die Route folgt im nördlichen Teil über weite Strecken der Flussrichtung des Doubs und der französisch-schweizerischen Grenze. Sie tastet sich später bis nach Chambéry entlang der ebenfalls in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bergkämme und Täler des Jura-Gebirges. Im gesamten Jura herrscht stets die Qual der Wahl, die schönste Passage zu treffen. Möglichkeiten bieten beide Anrainerstaaten für Wochen. Auch Endurofahrer finden hier mitunter Gelegenheiten für sanfte Geländeausritte auf unasphaltierten Verbindungswegen. Aber viele der Kleinststräßchen stellen auch ohne Schotterbelag schon Ansprüche für echte Könner. Jenseits von Chambéry führt die Route durch ein ausgedehntes Schluchtensystem bis nach Grenoble, um von dort in ein echtes Highlight vorzudringen – die Schluchten des Vercors. Der Ausstieg über den Westalpenhauptkamm am Col du Lautaret ist immer machbar, wer aber über den 2556 Meter hohen Col du Galibier und im weiteren Verlauf eventuell über den Col de lIseran zurück nach Norden will, muss bis Juni warten. Sie gehören zu den höchsten Alpenpässen und werden erst im Frühsommer geräumt.

Übernachten Entlang der Strecke gibt es überall Quartiere unterschiedlichster Art. Unterkünfte in mittelalterlich-uriger Atmosphäre bietet am Toureinstieg das schweizerische St. Ursanne, moderner wird es im nahen St. Hippolyte in Frankreich. Im südlichen Streckenteil finden sich im Vercors viele Quartiere. Beispielsweise im recht touristischen Villard-de-Lans oder in Pont-en-Royans. An der Auffahrt zum Col du Lau-taret liegen mehrere schöne Hotels der Vereinigung ländlicher Unterkünfte "Logis de France" (gelbgrünes Logo), die in Frankreich meist eine gut Wahl sind. Auf Ausschilderung achten.

Aktivitäten: Das Jura offeriert tolle Möglichkeiten für Kanuausflüge. So bietet der Schweizer Veranstalter Trango unterschiedliche Touren auf dem Doubs bei St. Ursanne an, Preise ab 220 CHF (zirka 150 Euro), www.trango.ch Telefon 0041/712444523.
karten Auf dieser Route braucht man durch ungünstige Blattschnitte mehrere Karten. Wer die empfehlenswerten Michelinblätter will, wählt als Basisausstattung die Regionalblätter 523 und 520 in 1:200000 und ergänzt mit der Local-Serie in 1:150000 bis 175000 (Nr. 321, 328, 333).

Reisedauer: vier Tage
Gefahrene Strecke: 1500 Kilometer
Anzeige

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote