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Während Deutschland gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht, bietet Europas äußerster Südwestzipfel bereits handfeste Frühlingsfreuden, bei denen die Sonne schon ordentlich Power auf die Pisten bringt.

AnreiseBis nach Südportugal ist man eine ganze Weile unterwegs. Zwischen Süddeutschland und der Algarve liegen rund 2500 Kilometer, was mindestens drei Fahrtage in Anspruch nimmt. Norddeutsche reisen am schnellsten über die Nordroute Aachen, Paris, Bordeaux, Madrid und Sevilla an. Süddeutsche fahren kürzer über Lyon, Narbonne, Barcelona nach Madrid und Sevilla. Wer die Autobahn wählt, muss neben den Übernachtungs-, Sprit- und Verschleißkosten noch rund 80 Euro (einfach) Mautgebühren für die spanischen und französischen Schnellwege rechnen. Unterm Strich kann es sich lohnen, die erste Weghälfte bis Narbonne oder Bordeaux per Autoreisezug zurückzulegen, der von neun deutschen Städten mehrmals wöchentlich über Nacht in den Süden fährt (im Winterhalbjahr nur nach Narbonne). Ab Frankfurt-Neu Isenburg beispielsweise kostet die Hin- und Rückfahrt einer Person mit Motorrad nach Narbonne in der günstigsten Kategorie 382, in der mittleren 645 Euro. Infos unter Telefon 01805/24 12 24 oder im Internet unter www.dbautozug.de.FlugWer die lange Anreise noch drastischer abkürzen will, flliegt in den Süden und erkundet die Algarve per Mietmotorrad. So fliegt beispielsweise die portugiesische Fluggesellschaft TAP für rund 340 Euro über Lissabon nach direkt nach Faro. Die neuen Billigflieger jetten zwar mitunter schon für zweistellige Beträge durch Europa, steuern aber meist nur Lissabon an.ReisezeitGute Reisemonate für Südportugal sind April/Mai und September/Oktober. Dann ist es nicht allzu heiß, und die Badeorte sind nicht überlaufen. Ein tolle Zeit für Motorrad-Touren ist außerdem die Zeit der Mandelblüte im Februar. Wer auch den Norden erkunden will (oder das spanische Landesinnere), sollte allerdings aufgrund der deutlich niedrigeren Temperaturen dort nicht allzu früh im Jahr starten. Enduroreisen / MietmotorräderWer die versteckten Pisten der Algarve mit Ortsansässigen erkunden möchte, wendet sich an GS-Sportreisen in München. Der Veranstalter bietet Enduro-Touren mit Unterbringung im Drei-Sterne-Hotel und deutschsprachiger Tour-Begleitung ab 925 Euro pro Woche an. Gefahren wird unter anderem auf Suzuki DR 350 SE. Zudem steht eine breite Palette von Mietfahrzeugen (von BMW über Honda bis Harley) zur Verfügung. Für eine Yamaha XT 600 E zahlt man beispielsweise 210 Euro pro Woche. Infos bei GS-Sportreisen, Kochelseestraße 8 in 81371 München, Telefon 089/27818484, Internet: www.gs-sportreisen.de.ÜbernachtenEine Oase zwischen anonymen Hotelklötzen: Hotel Bela Vista in Praia da Rocha, eine herrschaftliche Villa aus dem 19. Jahrhundert. Telefon 00351/282450480, e-mail: inf.reservas@hotelbelavista.net. Für die Übernachtung mit Frühstück zahlt man in der Nebensaison pro Person ab 23,50 Euro. Eine hübsche Bleibe im Hinterland: Albergaria Bica Boa, Estrada de Lisboa 266, Monchique, Telefon 00351/282912271, Fax 282912360, e-mail: enigma@mail.telepac.pt. Ein Zimmer mit Frühstück kostet hier in der Nebensaison 26,25 Euro pro Nase.LiteraturGut ausgerüstet ist man mit dem 256 Seiten starken Reisehandbuch »Algarve« aus dem Michael Müller Verlag für 15,90 Euro. Wer weiterreichende gute Motorradtipps sucht, wird im Spanienband von Josef Seitz aus der Editon MOTORRAD-Unterwegs für 16 Euro bestens bedient: vier spitzen Streckenvorschläge für Spanien und zwei für Portugal. Landkarte: Polyglott Reisekarte »Algarve« in 1:200 000 und Allianz Freizeitkarte in 1:125000. InformationenAuskünfte erteilt das Portugiesische Touristik- und Handelsbüro ICEP in Frankfurt am Main, Telefon 069/290549, Internet: www.icep.de.Gefahrene Strecke: Tour rot zirka 200 km, Tour grün zirka 350 km
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