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Marokko gilt als eines der landschaftlich abwechslungsreichsten Länder Afrikas – und dank einer ausreichenden Infrastruktur als ein guter Einstieg für Afrika-Neulinge. Die Pisten stellen auch Wüsten-Novizen nicht vor unlösbare Probleme.

Anreise Vom spanischen Algeciras gehen mehrmals täglich Fähren nach Ceuta (Fahrtzeit etwa 75 Minuten, pro Person und Motorrad einfach ab etwa 40 Euro). Eine Alternative ist die tägliche Verbindung von Almeria nach Nador beziehungsweise nach Melilla (zirka sieben Stunden, ab etwa 75 Euro). Die Fähre vom französischen Séte braucht bis Nador oder Tanger etwa 36 Stunden und kostet einfach pro Person und Motorrad ab etwa 275 Euro (Comanav, Telefon 06102/811004). Eine Übersicht über nahezu sämtliche Fährverbindungen findet sich im Internet unter www.ocean24.com; www.ferriesonline.com und www.faehre-online.de.Reisezeit Marokko ist ein Ganzjahresziel, wobei Frühjahr und Herbst die besten Reisezeiten sind. Zwischen Dezember und März muss man in den höheren Lagen mit Nachtfrost und auf den Pässen im Hohen Atlas mit Eis und Schnee rechnen. Wer Pech hat, ist dann gezwungen, umzukehren. Will man das ganze Land bereisen, so empfiehlt sich das besonders April bis Juni, weil sich zu freien Pässen auch noch grüne Flora gesellt. Im Sommer sollte man sich wegen der hohen Temperaturen möglichst nur im Gebirge aufhalten.Dokumente Für Marokko genügt der Reisepass. Zusätzlich benötigt man für das Fahrzeug eine grüne Versicherungskarte, die nachweislich für Marokko gelten muss. Ein europaweiter Schutzbrief gilt auch für den Mittelmeeranrainerstaat Marokko. Ein extra Auslandsschutz in Sachen Krankenversicherung ist ebenfalls nicht erforderlich.Übernachten Wildes Camping ist abseits bewohnter Ortschaften problemlos möglich. Gelegentlich finden sich Campingplätze, von denen einige kleine Hütten vermieten. In einfachen Pensionen schläft man ab etwa zehn Euro. Hotels mit internationalem Standard gibt es nur in größeren Orten und kosten pro Nacht und Person ab zirka 30 Euro.Finanzen Marokkanische Dirham (DH) dürfen weder ein- noch ausgeführt werden. Euro können direkt nach der Ankunft in den Häfen oder an der Grenze getauscht werden. Banken akzeptieren auch Travellerchecks. Dort kann man auch per Karte Geld vom Automaten ziehen.Gesundheit Marokko hat sehr geringe Hygiene-Standards. Der beste Schutz gegen Durchfall und Erbrechen ist Mineralwasser. Eiswürfel und Salate sind tabu, und Obst sollte stets geschält sein. Tetanus-, Polio- und Hepatitis-Impfung sind ratsam. Ein kompletter Verbandskasten gehört ins Gepäck. Allgemeines Auf längeren Pistenetappen muss ausreichend Wasser und Kraftstoff mitgeführt werden. Ansonsten orientiert man sich an den zuverlässigen Angaben über Tankstellen auf der Michelin-Karte. Eine Reichweite von 300 Kilometer ist ausreichend. Straßenschilder, Richtungsweiser oder gar Straßennummern sind im Südosten Marokkos nur sehr spärlich bis gar nicht vorhanden. Ein GPS-Empfänger erleichtert hier die Standortbestimmung. Die Strecke Die laut Michelin-Karte »verbotene Piste« südlich von Bouafra ist ein guter Einstieg in die Welt des Pistenfahrens. Besonders toll zum Fahren ist die westlich anschließende Strecke »3466« über Jbel und dann die Piste 3469, die südlich dem Flusslauf in Richtung Boudnib führt. Im Erg Chebbi kann man die Kunst des Dünensurfens erlernen. Wer die nahezu versorgungslose Gegend entlang der undefinierten marokkanisch-algerischen Grenze unter die Stollen nehmen will, erhält bei Bedraf in Merzougas beim Lebensmittelhändler Benzin in Ein-Liter-Flaschen erstehen. Wer nach Zagora weiterfährt, wird drei parallel verlaufende Pisten im Sand entdecken, die selbst auf der ansonst genauen Michelin-Karte nicht vollständig verzeichnet sind.Nicht entgehen lassen sollte man sich die Piste 6966, die auf den 2200 Meter hohen Tizi´n´Tazazert-Pass führt. Zwar sind grober Stein, felsige Stufen und enge Kehren zu meistern, doch der Ausblick auf den Hohen Atlas ist gigantisch. Der Übergang von der Todra- zur Dadès-Schlucht wartet mit ähnlichen Prüfungen auf und ist im Winter wegen Schnee und Eis oft leider nicht befahrbar.Literatur Fast schon ein Klassiker ist der sehr ausführliche Führer »Marokko« von Erika Därr aus dem Reise-Know-How-Verlag, ISBN 3-89662-081-9, für 25 Euro. Die Michelin-Karte 959 »Marokko« im Maßstab 1:1.000.000 bietet eine detaillierte Pistendarstellung bei guter Übersicht.Zeitaufwand: 16 TageStreckenlänge: 4000 Kilometer (ohne Anreise)
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