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Eine Motorradreise durch die Länder Westafrikas ist ein Abenteuer – und an Eindrücken schwer zu überbieten. Die Logistik (vor der Reise) und Bürokratie (in Afrika) sollte man aber nicht unterschätzen.

Anreise: Es gibt diverse Möglichkeiten, per Fähre nach Afrika zu gelangen. Am naheliegendsten sind die Verbindungen von Genua, La Spezia oder Marseille nach Tunis (SNCM, Corsica Marritima). Wer Marokko als Ziel (Comanav) hat, muss mindestens bis ins südfranzösische Sète fahren. Die günstigste Passage (Genua-Tunis) schlägt einfach pro Person und Motorrad mit etwa 220 Euro zu Buche. Infos bei den Fährgesellschaften: SNCM und Corsica Marritima, Telefon 06196/4291113; Comanav, Telefon 06102/811004. Eine passende Fährverbindung lässt sich auch im Internet unter www.ocean24.com oder www.ferriesonline.com sowie unter www.yalla-off-road.de finden und buchen.Reisezeit: Für die beschriebene Tour eigenen sich am besten die Monate Januar, Februar und März. Fährt man später, ist es in der Sahara bereits zu heiß, und in West-Afrika beginnt die Regenzeit.Dokumente: Mit Ausnahme von Tunesien, Marokko und Senegal herrscht überall Visumpflicht. Das Visum für Algerien sollte unbedingt schon zu Hause organisiert werden, während man den Stempel für Niger in Tamanrasset erhält. Jedes weitere Visum lässt sich in den Hauptstädten der jeweiligen Nachbarländer besorgen. Neben einem Reisepass mit genügend freien Seiten muss ein Impfpass sowie ein Internationaler Führer- und Fahrzeugschein mitgeführt werden. Für Marokko und Tunesien benötigt man eine Grüne Versicherungskarte, alle anderen Länder verlangen, dass an der Grenze eine Versicherung abschlossen wird. Zusätzlich wird für das Fahrzeug ein Carnet de Passage benötigt. Erhältlich beim ADAC. Sämtliche Einreisebestimmungen sind unter www.auswaertiges-amt.de per Mauslick erhältlich. Gesundheit: Eine Gelbfieberimpfung ist obligatorisch, eine Malariaprophylaxe oder entspechende Stand-by Medikamente sind lebenswichtig. Ferner sollte man nicht auf eine Auslandskrankenversicherung verzichten. Weitere Hinweise: www.malaria.de und www.fit-for-travel.deLiteratur:Nahezu alle Informationen finden sich in den ausführlichen Bänden von »Reise Know-How« über Tunesien, Algerische Sahara, Westafrika sowie über Marokko. Die beste Karte kommt von Michelin: Blatt 953 »Nord und Westafrika«. Satelittennavigation und Detailkarten sind – je nach Route – allenfalls in der Sahara sinnvoll.Jede Menge brauchbare Infos für Afrikafahrer (Streckenzustände, GPS, Einreisepropleme etc.) finden sich im Internet unter www.sahara-info.ch sowie unter www.klaus.daerr.de
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