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Wer nicht fragt, bleibt dumm. Unterwegsredakteur Schröder, für den Deutschland noch immer ein unbekanntes Land ist, erkundigte sich per Internet bei MOTORRAD-Lesern nach den besten Strecken zwischen Pfälzer Wald, Rothaargebirge und Taunus.

Die Strecke Am Verlauf der im Text beschriebenen Route waren einige MOTORRAD-Leser nicht ganz unbeteiligt. Um herauszufinden, welche Strecken man zwischen Pfälzerwald, Rothaargebirge und Taunus unter die Räder nehmen muss, um möglichst viel Fahrspaß zu haben, gab Unterwegsredakteur Schröder seine Pläne für diese Geschichte im Reise-Forum von motorradonline (www.motorradonline.de) bekannt. Und war von der Menge der zum Teil sehr ausführlichen wie unterhaltsamen Antworten überwältigt. Das fantastische Gelbachtal wurde beispielsweise von Kai Wischnewski und Pit Biernot empfohlen. Peter Pfaffenberger stellte gleich einen DinA4-Seiten starken Tourentipp ins Netz (Stuttgart-Pfälzer Wald-Eifel) und schlug dem Autoren ebenso wie Annette Krones die tollen Ab- und Auffahrten rechts und links des Rheins vor. Stefan Appelt warnte Schröder schließlich davor, beim bekannten Lützel-Treff in der Nähe von Siegen ohne abgeschliffene Knieschleifer aufzutauchen. Udo Hartmann kam beim Lesen dieser Infos nur zu einem Schluss: Wenn Schröder alle genannten Strecken tatsächlich abfahren würde, wäre er garantiert länger unterwegs als bei seinem sechsmonatigen Südamerika-Trip.Allen, die geantwortet haben, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Das Forum als Streckenbörse – sicherlich eine gute Idee!Der endgültige Streckenverlauf hat sich dann unter Berücksichtigung der genannten Vorschläge tatsächlich erst unterwegs ergeben: die jeweiligen Tagesetappen wurden vor dem Start am Frühstückstisch geplant. Dabei galt es, so weit wie möglich die »größeren« Landstraßen zu vermeiden. Spaßiger und in der Regel um ein vielfaches kurviger sind fast immer die auf den Karten gelb verzeichneten Strecken. Hier herrscht generell sehr wenig Verkehr. Wer zudem noch Wochentags unterwegs ist, wird sich mancherorts überraschend einsam vorkommen.Um sich unterwegs zurecht zu finden, ist eine präzise Landkarte natürlich unerlässlich. Als sehr gut haben sich die Generalkarten von Mairs im Maßstab von 1:200000 erwiesen (das Kartenset Deutschland umfasst 20 Blätter). Einmal in Fahrt, verbringt man leider sehr viel Zeit damit, an den zahlreichen Kreuzungen und Abzweigungen nach dem rechten Weg zu suchen – Deutschlands Straßennetz ist eines der dichtesten überhaupt. Ohne Tankrucksack mit Kartenfach oder einer Lenkerkartentasche geht natürlich nichts. Wer über die dafür nötige Ausrüstung verfügt, kann sich seine Strecke auch im voraus auf einer digitalisierten Karte am PC ausarbeiten und anschließend in einen GPS-Empfänger überspielen. Dann genügt stets nur ein kurzer Blick auf den Richtungspfeil im Display und man weiß in der Regel, wohin man abzubiegen hat. (siehe dazu MOTORRAD-Ausgabe 10/2002).Spontane Richtungswechsel sind bei einer solchen Tour natürlich wie das Salz in der Suppe. Anstatt auf eine einmal geplante Route zu bestehen, kann es überaus reizvoll sein, auf eine verlockend aussehende Straße oder in ein schönes Tal abzubiegen und erst später wieder auf den ursprünglichen Kurs zurück zu kehren. Sich einfach treiben lassen, sich endlich einmal Zeit nehmen und der Fahrspaß stellt sich fast automatisch ein. Wer den ganzen Tag fährt, sollte ohnehin nicht ausschließlich im Renntempo unterwegs sein.
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