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Die Pyrenäen sind ein Offroad-Paradies, dass bisher relativ unberührt geblieben ist. Allerdings denkt man hier bereits über Streckensperrungen nach – einige der im Text beschriebenen Passagen sind nur mit Sondergenehmigungen zu befahren.

AnreiseWer in die Pyrenäen möchte, muss eine längere Anreise in Kauf nehmen: von der deutsch-französischen Grenze bei Mülhausen über Lyon bis ins spanische Figueres sind es rund 1000 Kilometer – für Fahrer von leichten Enduros kaum ein Spaß. Für diesen Weg empfehlen sich daher ein Transporter, ein Hänger oder der Autozug, der von diversen deutschen Bahnhöfen bis nach Narbonne (und Bordeaux) nahe der spanischen Grenze fährt. Für eine Hin- und Rückreise sind pro Person (im Sitzwagen) und Motorrad je nach Saison ab 343 Euro zu zahlen. Infos: Telefon 0180/5241224 und www.autozug.de.ReisezeitAb März können Motorradler den Norden Spaniens unter die Räder nehmen. Warme Klamotten gehören aber immer ins Gepäck. In den höheren Regionen muss selbst im Sommer mit Schnee und, je näher man dem Atlantik kommt, mit Regen gerechnet werden. Wie überall gilt es, den Ferienmonat August lieber zu meiden; im September herrschen wieder Ruhe und angenehmere Temperaturen.Unterkunft:Es ist kein Problem, in den Pyrenäen ein Zimmer zu finden. Preise abseits der touristisch orientierten Zentren ab etwa 25 Euro pro Person. Engpässe gibt´s allenfalls im August (besonders in und rund um Andorra und in Nähe der Nationalparks). An der Mittelmeer- und Atlantikküste ziehen die Preise wieder an.Organisierte ReisenDie von Christoph del Bondio organisierte, 1500 Kilometer lange »Transpyrenäica« ist sicherlich die spektakulärste Art, dieses Gebirge kennen zu lernen. In sieben Fahrtagen geht es per Roadbook auf kleinsten Wegen und Pfaden vom Mittelmeer bis zum Atlantik. Die Teilnehmer sollten über ein gewisses Maß an Geländeerfahrung verfügen. Für die Motorräder sind Stollenbereifung und Roadbookhalter unumgänglich , ebenso Straßenzulassung. Das Gepäck und Ersatzteile werden im Begleitfahrzeug transportiert, der Rücktransport von Mensch und Motorrad vom Atlantik zum Ausgangspunkt am Mittelmeer erfolgt per Bus. Der Preis von 1600 Euro pro Person umfasst neben Organisation, Roadbook und Begleitservice auch neun Übernachtungen und Halbpension. Mietmotorräder (Honda XR 600, Suzuki DR 350, BMW F 650 GS, BMW R 1150 GS) kosten ab 500 Euro. Infos und weitere Touren: Christoph del Bondio, Elzerberg 19, 82541 Münsing-Ammerland, Telefon 08177/92469; Internet: www.delbondio.de.BMW hat die beschriebene »Transpyrenäica« exlusiv für Fahrer der weißblauen Marke in das hauseigene Reise- und Trainingsprogramm aufgenommen. Und dabei etwas komfortabler gestalltet: Die Streckenführung wurde »entschärft«, und der Preis von 1800 Euro umfasst Vollpension sowie einen Flug zurück zum Ausgangspunkt am Mittelmeer statt einer Busfahrt. Für 770 Euro Aufpreis können BMW F 650 GS, F650 GS Dakar oder R 1150 GS (auch Adventure) ausgeliehen werden. Infos unter www.bmw-motorrad.com/travelpoint.LiteraturDie sicherlich beste Wahl ist das »Pyrenäen Handbuch« von Reise Know-How für 19,90 Euro. Die beiden Marco-Polo-Generalkarten »Costa Brava/Andorra« sowie XYXYXY im Maßstab von 1:200000 eignen sich hervorragend für eine Tour durch die Pyrenäen. Zeitaufwand: neun TageStreckenlänge: 1500 Kilometer
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