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Mit etwas Abenteuergeist ist die Überführung einer Enfield aus Indien kein Hexenwerk.

Die Motorräder Der ursprüngliche Plan, die drei Taurus Diesel-Motorräder direkt bei Enfield India Ltd. im südindischen Madras abzuholen, ließ sich nicht realisieren, da Enfield nicht an Ausländer verkauft. So wurde über die Homepage von Enfield www.xxxxxxx.xx ein Händler ausfindig gemacht, der gerne den Deal mit den Deutschen abwickeln wollte. Manmohan Auto Stores, Sector 27-C in Chandigarh (Telefon xxx/xxxxx/xxxxx, Fax xxxx/xxxxxxx/xxxxx) übernahm gegen Anzahlung des halben Kaufpreises (von 1500 US-Dollar Endpreis in Indien) und 150 US-Dollar Gebühr Auslieferung und Zulassung der Motorräder. Für das Gepäck ließ er außerdem noch Blechkoffer anfertigen. Da in Indien offiziell keine Fahrzeuge auf Ausländer zugelassen werden, »erfand« der Händler kurzerhand einen Wohnsitz für die Deutschen, auf den dann die Fahrzeuge angemeldet wurden. Schwieriger war die spätere TÜV-Abnahme in Deutschland, weil die Abgase der kleinen Selbstzünder jede Norm sprengten. Hier half der Heppenheimer Händlerxxxxx,xxxxx,xxx, xxxxx weiter. Inzwischen hat Enfield jedoch die Dieselproduktion eingestellt, weshalb Nachahmer klassische Benzinmotoren kaufen müssten und sich dieser Punkt somit künftig erübrigt. Alle drei Motorräder haben die gut 7000 Kilometer lange Strecke ohne echte Pannen durchgehalten. Verlorene Schrauben und kleinere Vibrationsschäden waren überschaubare Mängel. Von entscheidender Bedeutung ist deshalb die regelmäßige Kontrolle der Schraubverbindungen, um nicht wesentliche Teile unterwegs zu verlieren. Dazu sollte ein kompletter Werkzeugsatz an Bord sein, kombiniert metrisch/Zoll, da gemischte Gewindearten - manchmal sogar an ein und derselben Schraubenverbindung - vorkommen. Der Verbrauch lag im Schnitt bei 2,4 Liter Diesel, variierte aber stark mit der Einstellung der Einspritzpumpen.Die ReiseZum Zeitpunkt der Reise (Frühjahr 2001) war die Tour ohne besondere Sicherheitsbedenken machbar. Momentan sollte aber die politische Lage im Nahen und Fernen Osten genau beobachtet und die Hinweise des Auswärtigen Amts in Berlin beachtet werden, Telefon 01888170 oder www.auswaertiges-amt.de. Für Indien, Pakistan und Iran sind Visa nötig, die bei den jeweiligen Konsulaten in Deutschland (zumindest Anfang 2001) problemlos innerhalb von sechs Wochen ausgestellt wurden. Sogar der Iran gewährte auf Anhieb 14 Tage. Für die Überführung der Motorräder ist ein Carnet de Passage nötig, das Mitglieder beim ADAC gegen 275 Euro Gebühr und 3000 Euro Kaution erhalten.Die KostenDie komplette Reise mit Flug, Visagebühren, Impfungen, Kartenmaterial, Motorradkauf und Rückreise inklusiv Fähre Izmir-Venedig kostete knapp 3500 Euro plus Zollgebühren in Deutschland von 375 Euro. Zeitaufwand: 4 Wochen Gefahrene Strecke: zirka 7000 Kilometer
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