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Reisen im fünften Kontinent sind Erfahrungen in einer neuen Dimension - die Weite Australiens ist für Mitteleuropäer nahezu unvorstellbar. Für einen entsprechenden Trip braucht man deswegen auch viel Zeit. Motorradfahrer sollten über reichlich Sitzfleisch verfügen.

AnreiseOhne einen 20-stündigen Flug geht es nicht nach Australien. Je nach Saison kostet ein Ticket ans andere Ende der Welt ab etwa 800 Euro. Wer quer durch das Land reisen will, sollte sich nach einem Gabelflug oder zum Beispiel bei der australischen Fluggesellschaft Quantas nach Inlandsflügen erkundigen, die im Voraus gebucht vergleichsweise günstig zu erhalten sind.DokumenteFür die Einreise nach Australien ist ein Reisepass Voraussetzung, der mindestens drei Monate über die Zeit des beabsichtigten Aufenthaltes in Australien hinaus gültig ist. Außerdem wird ein Visum verlangt. Ein entsprechendes Antragsformular gibt es in jedem Reisebüro.ReisezeitAustralien lässt sich klimatisch grob in einen nördlichen und südlichen Teil gliedern. Im Norden – im Bereich der Tropen – ist es ganzjährig warm. Im australischen Sommer (zwischen Dezember und März) fallen hier sogar monsumähnliche Regenfälle, die ganze Landstriche unter Wasser setzen. Im Süden des Kontinents herrscht ein ähnliches Klima wie bei uns, nur um einige Grade wärmer. Die besten Reisemonate reichen von Mitte April bis Mitte Oktober, liegen also im australischen Winter – nur dann sollte man sich auf den Weg in das heiße und wüstenartige Landesinnere machen.Das MotorradIn den größeren Städten finden sich diverse Mietstationen, deren Fahrzeuge beispielsweise über GS-Sportreisen (Telefon 089/27818484; www.gs-sportreisen.de) oder Bike Tours Australia (Telefon 02764/7824; www.biketours.com.au) gebucht werden können. Die Preise variiren je nach Fahrzeug, Länge der Reise und Saison. Eine Yamaha XT ist ab etwa 50 Euro pro Tag zu mieten. Für Langzeitreisende gelten oftmals besondere Pauschaltarife.Wer mehr Zeit (und Muße) hat, kann sich vor Ort auf dem Privatmarkt nach einem gebrauchten Motorrad (ab etwa 2000 Euro) umschauen und dieses nach der Tour wieder verkaufen, was sich unter Umständen jedoch als langwierig erweisen kann. Sicherer ist da der Mietkauf, der von vielen Händlern angeboten wird. Sofern das Motorrad unbeschädigt zurückgebracht wird, zahlt der Dealer einen zuvor festgelegten Abnahmepreis zurück. Die gebräuchlichsten Motorräder sind Yamaha XT 600 und Suzuki DR 650.Die Mitnahme des eigenen Motorrad per Luft- oder Seefracht lohnt sich nur bei längeren Aufenhalten. Bei Luftfracht richtet sich der Preis nach dem Volumengewicht und wird für jedes Fahrzeug neu berechnet. Infos: Bikeworld Travel (Telefon 05231/580262), Hellman Bike Courier (Herrn Siegl, Telefon 089/97594765) oder GS-Sportreisen (Telefon 089/27818481).Über eine Seefracht informieren MBS-Sea-Cargo (Telefon 02203/933842) oder die Reiseagentur Hamburg Süd (Telefon 040/37052593).StreckenEntlang der gut ausgebauten Hauptstraßen ist die Benzinversorgung gut. Dagegen liegen im Outback die Tankstellen mitunter 500 Kilometer und weiter auseinander. An den in den Karten eingezeichneten Tankstellen abseits größerer Orte kann es Benzin geben – muss aber nicht. Neben ausreichend Treibstoff sollte auch immer genügend Trinkwasser an Bord sein. Im Falle einer Panne kann es Stunden dauern, bis Hilfe auftaucht. In der Regel sind alle Pisten gut befahrbar. Ausnahme: während der Regenzeit oder nach Unwettern. Schilder warnen vor Sperrungen und geben Hinweise über die Versorgungslage. SicherheitNirgendwo auf der Welt gibt es mehr und obendrein giftigere Schlangen als in Australien. Von den 140 Schlangenarten gelten 20 als tödlich! Der beste Schutz gegen einen Schlangenbiss sind festes Schuhwerk und lange Hosen sowie eine geräuschvolle Fortbewegung. Darüber hinaus gibt es im Norden zwei Krokodilarten, von denen das Süßwasserkrokodil als eher harmlos gilt. Man kann sich aber in keinem Fluss oder Tümpel sicher vor den aggressiven Salzwasserkrokodilen sein. Schließlich findet man an den Küsten im Norden den so genannten Box Jelly Fish, eine Quallenart, die das Baden in den Sommermonaten zwischen November und April schnell zu einem tödlichen Abenteuer werden lässt.Beim Fahren in der Dämmerung und bei Dunkelheit sind Tiere auf der Straße die größte Gefahr und vor allem die bis zu zwei Meter großen Känguruhs zuweilen unberechenbar.ReiseführerDie Auswahl an Reiseführern über Australien ist fast schon unüberschaubar. Mit ihren vielen prakischen Infos für Individualreisende sind das englischsprachige »Outback Australia” von Lonely Planet für 28 Euro sowie das »Australien Outback Handbuch« von Reise Know-How für XYXY Euro erste Wahl.Die besten Landkarten finden sich im »Australia«s Great Desert Tracks Map Pack«. Die vier Blätter im Maßstab von jeweils 1:1,2500000 gibt´s im Buchhandel und kosten je XYXYXYX Euro. In Australien bieten die Niederlassungen des Automobilclubs AAC ebenfalls gutes Kartenmaterial an.Gefahrene Strecke: 6800 KilometerZeitaufwand: vier Wochen
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