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Einsame Straßen und Wege, mittelalterliche Städte, Burgen und nicht zuletzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis machen den Böhmerwald zu einem attraktiven Reiseziel. Natürlich auch im Sommer.

AnreiseAls »Böhmerwald« wird das Grenzgebirge zwischen Bayern und der Tschechischen Republik bezeichnet. Der von Nordwesten nach Südosten verlaufende Höhenzug ragt im Süden nach Oberösterreich hinein. Das Kernstück des Böhmerwaldes ist sein südlicher Teil: die Šumava, die in etwa bei Domažlice beginnt und in der Gegend um Višší Brod endet.Aus westlicher Richtung gelangt man auf der A 3 über Regensburg nach Deggendorf. Von dort aus führen die B 11 und B 85 zum Grenzübergang Bayerisch Eisenstein. Wer vom Süden kommt, fährt auf der A 92 via München bis nach nach Deggendorf.ReisezeitIdeale Reisezeit sind Frühling und Herbst. In den Sommermonaten muss man in den Tourismuszentren mit größerem Andrang rechnen. Bei der Reiseplanung sollte berücksichtigt werden, dass viele Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Schlösser oder Museen nur von April bis Oktober besichtigt werden können. In höheren Lagen des Böhmerwaldes kann es selbst in den Sommermonaten kühl werden.Übernachten Ein Zimmer zu finden, ist in Böhmen kein Problem. Besonders empfehlenswert: die ganzjährig geöffnete Berghütte »Hamry«, Hamry 66, 34022 DeŠenice, Telefon und Fax 00420/186-99229. Übernachtung und Frühstück gibt es ab zirka 14 Euro. In Frymburg ist das Hotel Maxant eine gute Wahl, Telefon 00420/337-735229, Internet www.lipnonet.cz/maxant. Für eine Übernachtung inklusive Frühstück werden hier ab 15 Euro fällig.Hotelangebote inklusive Buchungsmöglichkeit findet man im Internet unter www.hotel.cz oder www.atis.cz. Allgemeines Infomaterial erhält man bei der Tschechischen Zentrale für Tourismus, Karl Liebknecht Straße 34, 10178 Berlin, Telefon und Fax 030/2010515; E-Mail: tourinfo@czech-tourist.de, Internet: www.czech-tourist.de.SehenswertEin Muss für jeden Biker ist das liebevoll eingerichtete Motorradmuseum von Petr HoŠtálek in Budweis, L. B. Schneidera 6, Telefon 00420/38-60877 oder 6462877. Die ausgestellten Exemplare reichen von Java über Ural, Ariel, BSA bis zu NSU und BMW. Ganzjährig geöffnet von Mittwoch bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr.Fahren im WinterWer bei Schnee und Eis unterwegs ist, sollte seinen Fahrstil natürlich diesen Widrigkeiten anpassen und beachten, dass Eis sich zuerst an schattigen Stellen oder auf Brücken bildet. Wenn es glatt ist, gilt grundsätzlich: Stets entspannt rollen. Weder ruckartig Gas geben noch plötzlich zudrehen (Letzteres bringt das Hinterrad genauso zum Ausbrechen wie unbedachtes Gas geben). Die Finger immer an der Kupplung lassen und ziehen, wenn das Hinterrad zu überholen beginnt. Füße schleifen lassen. Bei Schnee hilft jeder Millimeter Profil, am besten sind Endurostollen. Möglichst nicht in den Spuren der Autos fahren, wenn Neuschnee gefallen ist. Die eigene Spur bietet mehr Grip und Sicherheit. Ansonsten immer in der breitesten Spur fahren. Gebremst wird generell nur sehr vorsichtig und bei Glätte zuerst hinten.LiteraturViele praktische Reisetipps sowie Wissenswertes über Land und Leute des Böhmerwaldes findet sich im Band »Tschechien« aus dem Reise-Know-how-Verlag. 19,90 Euro, ISBN 3-89416-600-2.Eine gute Karte ist die Shell-Euro-Karte »Tschechische Republik/Slowakische Republik« von Marco Polo im Maßstab von 1:75000 für 7,50 Euro.Streckenlänge: 400 KilometerZeitaufwand: drei Tage
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