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Eine mehrmonatige Südamerika-Reise erfordert eine aufwendigere Vorbereitung als ein Trip in die Alpen. Die Planung einer solchen Reise ist heute aber keine Hexerei mehr.

MotorräderTheoretisch kann man mit jedem Motorrad durch Südamerika reisen. Längere Federwege, grobstollige Reifen und größere Tanks erleichtern ein solches Unternehmen natürlich. Die BMW F 650 GS wurde mit Zega-Aluboxen, einer Lenkererhöhung und größerem Windschild versehen. Die BMW R1100 GS erhielt unter anderem einen 41-Liter-Tank, Öhlins-Federelemente, schützende Hardparts am Lenkeranschlag und am Getriebegehäuse sowie eine äußerst strapazierfähige Keramikkupplung. Probleme während der Reise? Weder mit der Kälte (minus 16 Grad) noch mit dem Benzin (85 Oktan) oder mit fast 5000 Meter hohen Pässen. Infos: Touratech, Telefon 07728/92790 oder unter www.touratech.de. Die Conti TKC 80 hielten rund 15000 Kilometer und erwiesen sich als erste Wahl.GeldSind die Flug- und Transferkosten erst einmal verdaut, lässt es sich in Südamerika im Schnitt für etwa 1500 Mark pro Monat und Person sehr gut leben. Unsere gesamten Reisekosten beliefen sich auf etwa 13000 Mark pro Nase. In allen Ländern Südamerikas kann man mit gängigen Kreditkarten sowie mit der EC/Maestro-Karte Geld an Automaten abheben. Bei vielen Banken ist mit Kreditkarte Bargeld erhältlich. Wir hatten für alle Eventualitäten pro Person ständig etwa 1000 US-Dollar in bar und den gleichen Betrag in Travellerchecks griffbereit.GesundheitNeben den Grundimpfungen Polio, Tetanus und Typhus ist für Südamerika eine Immunisierung gegen Gelbfieber und Hepatitis A und B empfehlenswert. Nur bei Abstechern in Urwaldregionen ist eine Malaria-Prophylaxe ratsam. Erste ausführliche Infos finden sich unter www.fit-for-travel.de (Tropenmedizin Uni München) und unter www.osir.ch (Infostelle für Reisemedizin, Schweiz). Für Langzeitreisende bietet die Deutsche Krankenversicherung (DKV) einen entsprechenden Schutz an, der ab 31,33 Mark pro Monat kostet. Infos unter Telefon 0221/5780 oder unter www.dkv.com.VersicherungDie deutsche Fahrzeugversicherung gilt nicht in Übersee. Eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bietet zum Beispiel Nowag-Versicherungen (American Underwriters) an, Telefon 06122/15646. Der Tarif richtet sich nach Hubraum und Reisedauer; eine Vollkaskoversicherung für die BMW R 1100 GS kostete rund 1200 Mark.Literatur/KartenDas englischsprachige »South American Handbook« behandelt alle südamerikanischen Länder sehr ausführlich, wird jedes Jahr aktualisiert und gilt als Standardwerk für Individualreisende. Von »Footprint Handbooks«, 69,90 Mark, www.footprintbooks.com. Zusätzlich hatten wir von Reise Know-How »Peru und Bolivien« (46,80) sowie »Ecuador & Galapagos« (44,80 Mark) im Gepäck. Die praktischen Tipps und die Routenvorschläge in »Peru und Bolivien« überzeugten voll und ganz. »Ecuador & Galapagos« (4. Auflage 2000) war dagegen sein Geld nicht wert. Die Infos sind größtenteils veraltet, und Fotos, Sprache sowie Umfang entsprechen zudem nicht dem ansonsten sehr hohen Standard dieser Buchreihe (www.reise-know-how.de).Schier unerschöpflich sind die praktischen Tipps für die Vorbereitung einer Reise in dem »Selbstreisehandbuch«, das von der Deutschen Zentrale für Globetrotter (www.globetrotter.org) im Peter Mayer Verlag herausgegeben wird. Preis: 29,80 Mark.Brauchbare Karten von Südamerika haben noch immer Seltenheitswert. Von Nelles kommt »Northern Argentina, Uruguay« im Maßstab von 1:2.500.000 für 14,80 Mark. In Chile sollte man ohne das Buch ähnliche, sehr genaue Kartenwerk von »Touristel« keinen Meter fahren. Gibt es leider nur im Land. Ebenfalls sehr gut sind die in Folie verschweißten (!) Karten »Peru« (1:1750000) und »Ecuador« (1:1000.000) von Berndtson & Berndtson (www.mapmyway.com) für je 16,90 Mark. Unter www.motorradonline.de findet sich im Südamerika Special 2001 neben weiteren Infos auch die ausführlichen Berichte über die einzelnen Etappen, die quasi live per Internet übermittel wurden.
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