Infos

Eine Abruzzentour verbindet hochalpine Genüsse mit dem Flair des mediterranen Italiens. Mit den vereinfachten Anreisemöglichkeiten durch den Autozug ist die Region ein guter Tipp für Schotter- wie Asphaltwanderer.

Anreise: Die Fahrt per Achse ins südliche Italien ist relativ langwierig und beansprucht mindestens zwei Tage. Von Stuttgart bis L’Áquila sind es stolze 1100 Kilometer. Die können am schnellsten auf der Route Brenner, Modena, Bologna und dann wahlweise westlich auf der A1 über Florenz in Richtung Neapel abgespult werden oder entlang der Adria über die A 14 bis Pescara und die Querspange A 25 bis zum Gran-Sasso-Tunnel. Wer Zeit hat, kann dagegen genüsslich dem Apennin-Bogen über Florenz und Perugia bis L’Aquila folgen. Eine neue Möglichkeit bietet der DB-Autozug, der Rimini und Neapel im Sommerhalbjahr einmal wöchentlich von München aus anfährt. Hin und zurück zahlt eine Person mit Motorrad je nach Saison im Schnitt 850 Mark (näheres auf den Seiten 104/105).Reisezeit: Durch die unterschiedlichen Klimazonen, die von mediterran bis hochalpin am fast 3000 Meter erreichenden Gran Sasso reichen, ist die optimale Reisezeit schwer festlegbar. Im Mai sind manche Pässe noch schneebedeckt, im Hochsommer die tieferen Regionen bereits extrem heiß und von einheimischen Urlaubern bevölkert. Den besten Kompromiss bieten Früh- und Spätsommer bis Herbst.Unterkunft: Quartiere sind an der Strecke dünn gesät. Gute Möglichkeiten bieten Scanno, Assergi, L’Áquila und die Orte rund um den Lago di Barreo und den Abruzzen-Nationalpark. Dort sind auch einige attraktive, in den Karten verzeichnete Zeltplätze zu finden.Nationalpark: Die beschriebene Strecke führt durch mehrere Nationalparks. Der im südlichen Teil liegende, 44000 Hektar große und fast 80 Jahre alte Abruzzen-Nationalpark gilt mit seinen dichten Wäldern als Reservat für Wölfe und Bären. Pescasseroli verfügt über ein entsprechendes Informationszentrum und Civitella Alfedena über ein Wolfsgehege.Organisierte Touren: Das ACTION TEAM überlegt, bei genügend Resonanz eine Straßentour mit Autozuganreise durch die beschriebene Region anzubieten. Interessenten nehmen unter Telefon 0711/182-1977 Kontakt auf.Literatur: Meist werden die Abruzzen in Umbrien- und Mittelitalien-Führern mit erwähnt. Ein Wanderführer von Bruckmann ist inzwischen vergriffen, der DuMont Kunstreiseführer für 44 Mark recht spezialisiert. Gute Tipps bietet der Band Italien 1 der Edition Unterwegs mit einer Abruzzentour. Für Straßenfahrer sind die Italien-Generalkarten Blatt 7 und eventuell 8 in 1:200 000 optimal. Schotterfreunde können neuerdings auf eine Kompass-Karte in 1:50 000 über das Gran Sasso- und Campo Imperatore-Gebiet zurückgreifen. Wanderkarten (gute!) gibt es vor Ort in Buchhandlungen in L’Aquila und Perugia.Gefahrene Strecke: zirka 1500 KilometerZeitaufwand: etwa eine Woche
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote