Infos

Tunesien ist dank einer relativ guten Infrastruktur
ein ideales Terrain für die erste Fahrt nach Afrika. Und: Im Süden des Landes locken bereits die ersten Sanddünen der Sahara.

Anreise Die Reedereien CTN und SNCM fahren mit mehreren Schiffen von Marseille und Genua nach Tunis. Die Überfahrt dauert 22 bis 24 Stunden. In der Nebensaison gibt es das Ticket (hin und zurück) ab 364 Mark, ein Motorrad kostet 278 Mark. In der Nebensaison auf Sondertarife achten. Infos bei SNCM Germany, Telefon 06196/42911, Fax 483015. Für die Anreise nach Genua und Marseille bietet sich vor allem im Winter der Autozug an, der nach Bozen und Narbonne fährt. Je nach Reisezeit sind für eine Person und ein Motorrad nach Bozen ab 293 Mark fällig. Wer gleichzeitig die Rückfahrt bucht, bezahlt ab 527 Mark. Marseille ist am schnellsten mit dem Autozug bis Narbonne zu erreichen. Das Ticket kostet ab 357 Mark; hin und zurück ab 643 Mark. Infos bei der DB Autozug GmbH unter Telefon 0180/5241224, an allen Schaltern der DB oder im Internet unter www.autozug.deReisezeitDie beste Zeit für eine Tour durch Tunesien sind die Monate März bis Mai. Im Winter kann es sogar in der Sahara Nachtfrost geben, während es im Norden zu Regenfällen kommt. Wer keine Probleme mit Temperaturen von bis zu 45 Grad hat, kann sich auch im Sommer in die Wüste wagen. ÜbernachtenHotels gibt es in fast allen Orten. Ein Zimmer ist bereits ab 20 Mark zu bekommen; die Qualität der Unterkünfte schwankt zwischen gewöhnungsbedürftig und protzig. Campingplätze sind eher selten, freies Zelten ist aber kein Problem. Wer dabei in Ruhe übernachten möchte, sollte die Nähe zu Dörfern und Straßen meiden. In der Sahara ist das freie Campieren ein einzigartiges Erlebnis. Ein warmer Schlafsack kann in den oft überraschend kalten Nächten nicht schaden. DokumenteFür Tunesien reicht der Reisepass. Fürs Motorrad ist eine grüne Versicherungskarte erforderlich, die für Tunesien gültig sein muss. Von allen Dokumenten Kopien mitnehmen. Wirkliche Wüsten-Einsamkeit ist im tiefen Süden garantiert, der allerdings militärisches Sperrgebiet ist, das nur mit spezieller Genehmigung befahren werden darf. Diese ist beim Syndikat d´Initiative de Tourisme in Tataouine erhältlich. Mit viel Glück wird das Permit sofort ausgestellt. Besser: Den Antrag ein paar Tage im voraus per Fax, 00216/5850999, mit den notwendigen Daten (geplante Fahrstrecke und Zeit, Fahrzeugart und Kennzeichen, persönliche Daten mit Passnummer) schicken.Das MotorradEs sollen auch schon Gold Wing in der Sahara gesichtet worden sein, aber mehr Spaß macht es definitiv mit einer möglichst leichten Enduro. In Tunesien sind allerdings viele Pisten mit einer soliden Teerdecke verziert. Nur im Süden und in den Bergen gibt es noch zahlreiche sandige Wege. Wer auch die Dünen am Rande der Sahara unter die Räder nehmen will, sollte grobstollige Reifen wie Conti TKC 80, Michelin T63, Mitas E07 oder Pirelli MT21 montieren. Ein großer Tank ist nur für Fahrten ins Sperrgebiet nötig. Die dortige Streckenwahl wird sich zwangsläufig an der Reichweite des Tanks orientieren. LiteraturDie Bibel für Tunesienfahrer ist nach wie vor das fast 800 Seite dicke »Reisehandbuch Tunesie« von Reise Know-How für 44,80 Mark. Ebenfalls zu empfehlen sind das Reisehandbuch aus dem Michael Müller Verlag für 29,80 Mark und der APA Guide Tunesien für 44,80 Mark.Als Landkarte eignet sich die Michelin Karte 956 im Maßstab von 1:800000 für 13,80 Mark.Sowjetische Generalstabskarten sind allenfalls für den tiefen Süden nötig. Die Blätter gibt es in den Maßstäben von 1:1.000000 und 1:500000 beim Expeditionsservice Därr in München, Telefon 089/282033. TPC-Karten im Maßstab von 1:500000 und ONC-Karten im Maßstab 1:1.000000 sind ebenfalls bei Därr oder bei Woick erhältlich, Telefon 0711/7096700.Fahrtstrecke etwa 3000 KilometerZeitaufwand drei Wochen
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote