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Die klassische Route der Deutschen Alleenstraße verläuft von Rügen über Brandenburg durch die gesamte ehemalige DDR bis nach Sachsen. Sie führt durch wechselnde, aber immer attraktive und interessante Landschaften. Was als Idee zum Erhalt der schönen alten Alleen im Nordosten begann, ist mittlerweile unter Einbeziehung der alten Bundesländer zu einem Netz bis zum Bodensee gewachsen. Denn auch im Westen gab es den Wunsch, auf Alleenbestände aufmerksam zu machen und diese zu erhalten.

Anreise: Wer im Süden mit der Tour beginnen will, kann die A 9 nutzen. Vom Norden kommend, geht’s ab Schleiz auf der B 282 nach Plauen und von Süden im Dreieck Bayerisches-Vogtland auf die A 72 nach Plauen. Aus dem Nordosten anreisend, ist man bereits auf der A 72. Wer an der Ostsee beginnt, über die A 24 bis zum Dreieck Wittstock/Dosse, dann auf der A19 nach Rostock, ab hier per Küstenstraße B 105 nach Stralsund und Rügen. Oder von Nordwesten direkt der B 105 und A 20 über Wismar und Rostock nach Stralsund folgen.Reisezeit: Sie ist sicherlich davon abhängig, von welcher Allee man träumt. Frühlingshaft knospend und blühend, satt sommerlich grün, oder trotz unberechenbaren Wetters herbstlich bunt. Auf der Straße, vor allem bei Kopfsteinpflaster und Nässe, ist die Pracht dann aber mitunter unangenehm.Sehenswürdigkeiten: Auf der Strecke gibt es jenseits der Laubtunnel einiges zu sehen. Gelungen und ostalgisch ist die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz. Wer eher auf buntbemalte Holzspielsachen steht, dem sei das Spielzeugmuseum in Seiffen empfohlen. Das romantische Jagdschloss Moritzburg, mitten in einem See gelegen, veranstaltet regelmäßige Ausstellungen; dauerhaft ist eine Käthe-Kollwitz-Ausstellung und -gedenkstätte. In Radebeul sollten Lese- und Lügenratten das Karl-May-Museum besuchen. Zerbrechlich präsentiert sich die Porzellanmanufaktur in Meißen mit Vorführwerkstatt. Wittenberg bietet neben dem Portal der berühmten Schlosskirche einiges zum Thema Luther. Landschaftlich und kulturell interessant sind zwei der Burgen an der Alleenstraße, die dem Dreiburgenland den Namen gaben: »Rabenstein« bei Raben und »Wiesenburg Schloss« in Wiesenburg. Sehenswert und berühmt durch die Geschichten Tucholskys und Fontanes ist das Rokokoschloss in Rheinsberg. Im Norden locken die ausgedehnten Seenlandschaften und die Altstädte von Waren und Röbel an der Müritz. Rügen und die restaurierte alte Seebrücke in Sellin bilden ein tolles Finale.Unterkunft: Entlang der Strecke gibt es natürlich Unterkünfte jeder Couleur und in jedem Preissegment, vom Campingplatz über Jugendherbergen bis zu Hotels. Wir haben die Strecke in drei Abschnitte geteilt: Moritzburg (bei Dresden), »Eisenberger Hof«, Kötzschenbrodaer Str. 8, Telefon 035207/81673, Fax: 81684, DZ 110 Mark; »Dorf Zechlin« (bei Rheinsberg), Am Kunkelberg 4, Telefon 033923/70480, Fax: 70515, DZ 105 Mark; Sellin (Rügen), die hundert Jahre alte »Villa Elisabeth«, Wilhelmstraße 40, Telefon 038303/87044, Fax: 87045, DZ 110 Mark.Literatur: Tipps und Literatur gibt es beim ADAC, der die AG Deutsche Alleenstraße ins Leben rief. Die kleinen, kostenlosen Faltkarten mit Streckenverlauf und Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten reichen zur Info und Orientierung aus. Blatt 1-4 geben den hier beschriebenen klassischen Verlauf der Alleenstraße wieder. Leider vergriffen, aber in Bibliotheken noch zu leihen sind folgende Bildbände: Ulf Böttcher & Wolfgang Hoffmann: Die deutsche Alleenstraße. Von der Insel Rügen bis zum Fläming, Mitteldeutscher Verlag 1995; Thomas Billhardt & Günther Bellmann: Die deutsche Alleenstraße. Zwischen Rügen und Rheinsberg, Ullstein 1996; Thomas Billhardt & Günther Bellmann: Die deutsche Alleenstraße. Zwischen Rheinsberg und Wittenberg, Ullstein 1995; Udo Lauer: Alleen in Brandenburg, Ullstein 1997. Die besten Karten kommen von Marco Polo: Die Generalkarte, Großblätter 9-11 im Maßstab 1: 200.000 zu je 12,80 Mark.Gefahrene Strecke: 900 KilometerZeitaufwand: zirka 4 Tage
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