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Wer den Aufwand nicht scheut und möglichst per Enduro die Pisten Nordkanadas erkundet, erlebt Natur pur. Mit Straßenmotorrädern sind Yukon und Northwest Territories tabu.

Flug/Motorradtransport: Flugtickets nach Vancouver oder Seattle gibt es ab etwa 1200 Mark. Für einen Gabelflug Seattle/ Anchorage sind je nach Saison ab 1600 Mark fällig. Beim Transport des eigenen Bikes hat man zwei Möglichkeiten: per Flieger oder Schiff. Der Lufttransport ist schnell und zuverlässig, und bei eigener Organisation lassen sich die Kosten reduzieren. Die verwendeten Enduros Honda Dominator und Suzuki DR 650 (auf gemeinsamer Transportpalette etwa 400 Kilo schwer) fliegen ab 3500 Mark nach Seattle/Vancouver und zurück. Für die hier beschriebene Reise bietet sich auch der enorm zeitsparende Rückflug von Anchorage/Alaska an, der aber um 1600 Mark teurer ist (Transportkosten Anchorage–Köln für beide Motorräder 3600 Mark .) Auf Luftfracht spezialisierte Speditionen sind in der Regel billiger als die Frachtabteilungen der Fluggesellschaften. Am besten Infos von mehreren Speditionen einholen und vergleichen. Wir machten beste Erfahrungen mit MBS-Air-Cargo in Köln, Info unter Telefon 02203/9338 4143 (Stephan Schuster). Ebenfalls empfehlenswert: Bikeworld Travel (Thomas Bergmeier), Detmold, Telefon 05231/580 262, In Time (Olaf Kleinknecht), Hamburg, Telefon 040/4050751013. Quick Cargo Service QCS, (Carsten Rauer), Frankfurt, Telefon 06105/911328. Renommierte Speditionen wie Kühne & Nagel, Schenker oder GS-Sportreisen sahen sich nicht in der Lage, den Rücktransport von Anchorage zu organisieren. Infos zum (nur unwesentlich billigeren) Schiffstransport gibt es bei Speditionen, die auf Seefracht spezialisiert sind: MBS-Sea-Cargo, Telefon 02203/933 842; Woick Travel Center 0711/7096 710, QCS (siehe oben) oder direkt bei den Reedereien. Reisezeit/Übernachten:Die beste Reisezeit für Kanada ist von Juni bis September. Tagestemperaturen im Landesinneren 20 bis 30 Grad, an der Küste 15 bis 20 Grad. Nördlich von Whitehorse beginnt Anfang September der Indian Summer mit Nachtfrösten . An der Westküste muss mit viel Regen gerechnet werden. Östlich der Küstenberge herrscht Kontinentalklima mit trockenen, warmen Sommern und bis zu minus 50 Grad kalten Wintern. Hotels und Motels gibt’s in allen Orten ab etwa 60 Mark. Campingplätze sind weit verbreitet und sehr großzügig angelegt. Preise ab 15 Mark. Freies Zelten ist kein Problem. Um Bärenbesuch zu vermeiden, keine Lebensmittel in Zeltnähe aufbewahren, sondern die Küche mindestens 50 Meter weg verlegen. Infos zum richtigen Verhalten haben alle Infozentren.Dokumente:Der Reisepass, nationaler Führer- und Fahrzeugschein genügen. Ein Visum ist ab 90 Tagen nötig. Fürs Motorrad werden Zollbegleitpapiere bei der Einfuhr ausgestellt. Eine Motorrad-Versicherung ist Pflicht. Infos bei Nowag-Versicherungen, Wiesbaden, Telefon 06122/15646, oder Tour Insure, Hamburg, Telefon 040/ 25172150. Zwei Monate Versicherung kosten für eine 650er bei Nowag 290 Mark, bei Tour Insure 530 Mark.Motorräder/Touren/Vermietung:Kanadas Schotterpisten sind meistens gut gepflegt, wenn auch holprige und mit Wellblech verzierte Abschnitte vorkommen. Grobe Cross-Reifen sind nicht nötig, Profile wie Continental TKC 80, Barum ED9T oder Metzeler Enduro 2 haben ausreichend Grip und eine ordentliche Lebenserwartung. Tankstellen werden Richtung Norden immer seltener. Für den Dempster Highway sollte der Spritvorrat 400 Kilometer reichen, auf der Canol Road sogar 500. GS-Sportreisen in München, Telefon 089/27818484, vermittelt eine Kawasaki KLR für 986 Mark pro Woche und eine BMW R1100GS für 1513 Mark. Auch Bikeworld Travel (siehe Transport) hat Mietmaschinen. Organisierte Touren in Kanada und Alaska bietet Edelweiss Bike Travel an, Telefon 02681/5904.Literatur:Die Bibel für den Nordland-Traveler ist die »Milepost”, in der jeder Highway in Alaska, Yukon, Northwest Territories, British Columbia und Alberta sehr detailliert beschrieben ist. Nachteilig ist lediglich das beachtliche Gewicht von knapp 800 DIN-A4-Seiten. Vor Ort gibt’s die Milepost für etwa 50 Mark sogar an Tankstellen, hierzulande ist sie nur schwer zu kriegen. Folgende Reiseführer sind empfehlenswert: Westkanada, Verlag Reise Know-How, 44,80 Mark; Kanadas Westen, Iwanowski Verlag, 45,80 Mark, und Westkanada aus dem Peter Meyer Verlag für 36,80 Mark. Gute Streckenbeschreibung mit tollen Fotos bietet der Vista-Point-Reiseführer Highways nach Alaska für 48 Mark. Übersichtskarten und mitunter auch Detailkarten sind vor Ort in den zahlreichen Touristeninformationen erhältlich. Zeitaufwand: sechs WochenGefahrene Strecke: 7000 Kilometer
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