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Das südliche Afrika lässt sich dank ausgezeichneter Infrastruktur mit quasi selbst bestimmbarem Abenteuergrad bereisen. Wer gute Hotels und asphaltierte Straßen mag, findet ebenso sein Terrain wie Pistenfüchse und Outdoor-Fans.

AnreiseKapstadt, Johannesburg oder Windhoek werden von etlichen Fluglinien angeflogen. Bei Charterflieger LTU beispielsweise beginnen die Tarife in der günstigen Saison bei rund 1000 Mark, können aber in Spitzenzeiten bis auf 1800 Mark klettern. Langfristige Planung lohnt sich daher.Motorrad mieten oder mitnehmen?Abhängig vom Motorradtyp rechnet sich der Transport der eigenen Maschinen frühestens ab etwa vier Wochen Reisedauer. Für den Lufttransport nach Johannesburg, Kapstadt oder Windhoek (mitunter etwas teurer) und zurück muss im Schnitt mit 3700 Mark plus Fahrer-Ticket kalkuliert werden. Da bei Luftfracht das Volumengewicht zählt, sind große und schwere Motorräder teurer, Enduros kosten unter Umständen aber bis zu 1000 Mark weniger. So können bei GS-Sportreisen in München (Telefon 089/278184-84, Fax –81) leichte Enduros auf Doppelpaletten verschickt werden, was die Sache zusätzlich verbilligt. Bei LTU reisen die Maschinen für 3790 Mark auf dem Hinweg sogar im selben Flieger wie der Fahrer. Seetransporte bietet Spediteur In time aus Hamburg an, Telefon 040/50751013, der für rund 2200 Mark das Bike zum Kap und zurückschippert. Einziges Problem: Es muss rund sechs Wochen vor der Abreise in einer Kiste verpackt nach Hamburg gelangen, was die Spedition auf Wunsch aber erledigt. Kostet von Süddeutschland aus rund 300 Mark. Mietmotorräder wie die gefahrenen BMW F 650 schlagen bei einem Dreiwochentrip beispielsweise bei GS-Sportreisen mit 2797 Mark zu Buche. Bei einer Begrenzung der Freikilometer bietet Bike and Adventure (Telefon 07131/58070-0) manche Maschinen deutlich unter 100 Mark pro Tag an. Vermieter in Kapstadt: Le Cap Motorcycle Hire, 3 Carisbrook Street, hat KLR 650, BMW R 1100 GS und Triumph-Modelle, Telefon 0027-21/23-0823, Fax 23-55 66. Buffallo Bikes, Telefon 0027-21/45-07 18 (deutschprachig), vorwiegend Suzuki VX 800 für unter 100 Mark.UnterkunftHotel- oder Privatzimmer sind außerhalb der Hochsaison (Dezember und Januar) leicht und günstig zu finden. Für rund 50 Mark pro Person lässt sich bereits fürstlich nächtigen. Besonders schöne Zeltplätze und gemütliche Hütten finden sich meist in Nationalparks und Erholungs-Ressorts. Sehenswert Im südlichen Afrika liegen die ältesten Wildreservate des Kontinents. Der größte und berühmteste ist der Krugerpark im Norden Südafrikas, wo Blickkontakt zu Elefanten, Nashörnern und Löwen nahezu garantiert ist. Kleiner und uriger sind die gekoppelten Parks Hluhluwe/Umfolzi sowie das Itala Game-Ressort. Einziges Problem: Alle Reservate verbieten die Einreise mit Motorrädern. Eine Ausnahme macht der Kalahari-Gemsbok-Park, der zumindest die Zufahrt zum Camp gestattet. Von dort kann man mit den Rangern auf Pirschfahrt gehen. Ist in den anderen Parks zwar auch möglich, nur muss vorher die Zufahrt ins Camp organisiert werden. Bei dieser Tour wurde drei Tage lang ein Auto gemietet, um unabhängig in den Parks unterwegs sein zu können. So bietet beispielsweise Avis in Südafrika ein dichtes Netz an Vermietstationen und den VW Golf I ab 60 Mark täglich an. Nationale Reservierungsnummer: xxxxx/xxxxx. Information South African Tourism Board, an der Hauptwache 11, 60313 Frankfurt/M, Telefon 069/929129-0 sowie Namibia Tourism, Im Atzelsnest 3, 61352 Bad Homburg-Obereschbach, Telefon 06172/406650 90.Im Land verfügen die (ausgeschilderten!) Fremdenverkehrsbüros der größeren Orte oft über sehr gute Informationen bezüglich Pisten, Unterkünfte, Autovermietungen, Karten oder was sonst gerade gebraucht wird. Literatur Als unentbehrliche Informationsquelle erwies sich »Südafrika« aus dem Stefan Loose-Verlag. 720 Seiten stark und 44,80 Mark teuer, gibt es kaum ein Hotel, eine Telefonnummer oder eine Hintergrundinformation, die das Werk nicht enthält. Hilfreich auch das »Südafrika Tourenmanual« von Christian Pehlemann für 55 Mark, mit detaillierten Infos über Strecken und Pisten. Geo Spezial »Südliches Afrika« bietet für 14,80 Mark einen tollen Überblick über Land und Leute. Schwierig ist das Thema Landkarten. Das Michelin-Blatt Nr. 955 (1:4 Mio) ist im dicht besiedelten Süden zu grob, die Alternativen von Hildebrand und Ravenstein in 1:2 Mio oft ungenau. Deswegen an Tankstellen vor Ort den präzisen Shell-Touring-Atlas für rund 12 Mark kaufen und als Loseblatt-Sammlung verwenden. Von der Provinz KwaZulu Natal gibt es in den Fremdenverkehrsbüros kostenlos eine sogar pistentaugliche Karte. Gefahrene Strecke: zirka 8000 KilometerZeitaufwand: Mindestens vier Wochen
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