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Jammerschade, dass die Pyrenäen nicht vor unserer Haustür liegen. Wer den weiten Weg trotzdem auf sich nimmt, findet ein tolles Terrain für seine Stollen - vorrausgesetzt, er hält sich an die Regeln und die Wege. Ansonsten drohen Streckensperrungen wie in den Alpen.

Anreise: Die Strecke ab der deutsch-französischen Grenze bei Mühlhausen über Lyon bis ins spanische Figueres beträgt rund 1000 Kilometer – für Fahrer auf leichten Enduros kaum ein Spaß. Für die Anreise empfiehlt sich daher das Mieten eines Hängers, den es ab 35 Mark pro Tag gibt. Entsprechende Adressen finden sich in den Gelben Seiten. Für mehrere Motorräder lohnt es sich, einen Transporter zu mieten, der pro Tag zum Beispiel bei Herz rund 200 Mark kostet. Bei längerer Mietdauer reduziert sich der Preis allerdings deutlich. Eine weitere Alternative ist der Autoreisezug. Ab Frankfurt, Hamburg, München, Düsseldorf oder Berlin kostet die Hin- und Rückreise pro Person und Motorrad nach Narbonne nahe der spanischen Grenze je nach Saison ab 814 Mark. Informationen gibt es an jedem Bahnhof oder unter der Service-Nummer 0180/5241224.Reisezeit: Bereits ab März können Motorradler den Norden Spaniens unter die Räder nehmen. Warme Sachen gehören aber mit ins Gepäck, und mit Schnee muß in den höheren Regionen der Pyrenäen immer gerechnet werden. Wegen der großen Hitze im Sommer lohnt sich der Trip erst wieder ab September.Übernachten und organisierte Touren: Pensionen und Hotels finden sich in nahezu jedem Ort. In Verbindung mit geführten Straßen- und Enduro-Touren und -trainings können für 1395 Mark (ab fünf Personen 1250 Mark) pro Woche inklusive Halbpension in der gemütlichen »Casa Mieres« vom Team Aventura im östlichen Gebirgsabschnitt gelegenen Ort Mieres übernachten. Der deutsche Veranstalter von Sahara-Reisen und der Pyrenäen-Rallye führt seine Gäste in Tagestouren durch das zum Teil sehr anspruchsvolle Gelände. Infos unter Telefon 08177/92469, Fax 92468. Auch das MOTORRAD ACTION TEAM engagiert sich seit zwei Jahren wieder in den Pyrenäen und bietet für 1290 Mark eine knackige, siebentägige Roadbook-Enduro-Wanderung im Westen des iberischen Gebirgszug an. Transportservice, Flüge oder Miet-Enduros werden auf Wunsch organisiert. Nähere Informationen unter Telefon 0711/182-1977. Literatur: Auf Grund der ausführlichen Streckenbeschreibungen und des guten Info-Teils lohnt für Motorradfahrer besonders das »Pyrenäen-Handbuch« von Reise Know-How für 39,80 Mark. Ganz Spanien und Portugal bezieht dagegen der MOTORRAD-Reiseführer »Spanien« aus der Edition Unterwegs für 29,80 Mark ein. In dem Werk werden die einzelnen Regionen »kurvengerecht« beschrieben, und ein ausführlicher Info-Teil läßt kaum noch Fragen offen. Gibts im Buchhandel oder beim Motor-Presse-Spezialverkauf, Telefon 0711/182-1229. Auf der Generalkarte »Andorra–Perpignan–Barcelona« von Marco Polo im Maßstab von 1:200000 für 12,80 Mark lassen sich bereits tolle Enduro-Strecken finden.Gefahrene Strecke 350 Kilometer Zeitaufwand zwei Tage
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