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Der Norden Namibias stellt besonders an Motorrad-Reisende extrem hohe Ansprüche. Die beschriebene Strecke ist zudem mit einer beladenen Enduro kaum machbar. Wer sich aber an die Pisten hält, entdeckt eine der schönsten Wüstenlandschaften Afrikas.

Anreise: Air Namibia fliegt dreimal pro Woche von Frankfurt nach Windhoek. Das Ticket kostet je nach Saison ab 1270 Mark. Wer sein Motorrad per Luftfracht nach Namibia transportieren möchte, kann sich an GS-Sportreisen wenden, die in der günstigsten Kategorie (bis 220 Kilogramm) für den Hin- und Rücktransfer 3230 Mark verlangen. Bei mehreren Motorrädern reduziert sich der Preis allerdings deutlich. Infos bei GS-Sportreisen, Telefon 089/27818484, Fax 27818481. Entsprechende Angebote mit gelegentlich günstigeren Tarifen lassen sich auch bei Speditionen erfragen, die sich auf Luftfracht spezialisiert haben: GGG-Gruner Logistik in Frankfurt, Telefon 069/69590128 (Herr Gruner) oder MBS-Air-Cargo in Köln, Telefon 02203/93384143 (Herr Schuster). Neben Flugtransfers bietet der Stuttgarter Expeditionsausrüster Woick eine Verschiffung des Motorrads nach Namibia an. Preise und Infos auf Anfrage unter Telefon 0711/7096710.Dokumente: Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Für das Motorrad ist allerdings ein Carnet erforderlich, das gegen eine Kaution vom ADAC ausgestelt wird.Reisezeit: Namibia läßt sich das ganze Jahr über bereisen. Im Sommer (Dezember bis März) herrschen allerdings extrem hohe Temperaturen. Die besten Monate für eine Motorrad-Tour sind April bis Juli sowie September und Oktober.Unterkunft: Entlang der Hauptrouten und in den Städten gibt es zahlreiche Hotels, Gästefarmen, Lodges und Camps. Viele der stilvollen Lodges - wie zum Beispiel die Palmwag Lodge - sind allerdings relativ teuer (ab 150 Mark für ein Doppelzimmer) und in der Regel lange im voraus ausgebucht. Das traumhaft schön gelegene Privatcamp Sierra Cafema im äußersten Norden des Kaokovelds sowie die Piste dorthin dürfen zusätzlich nur mit Genehmigung der Palmwag Lodge angesteuert werden. Wer reservieren möchte, erhält den dafür unentbehrlichen »Beherbergungsführer« beim Namibia Verkehrsbüro in Bad Homburg, Telefon 06172/406650, Fax 406690. Wildes Campen ist außerhalb der Nationalparks in den abgelegenen Regionen fast überall möglich - wenn auch wegen des Tierbestands nicht ganz ohne Risiko.Literatur: Ein aktueller Führer kommt von Elke und Dieter Loßkarn: »Namibia« aus der Reihe »Richtig Reisen« des DuMont Verlags für 39,80 Mark. Zur Übersicht eignet sich die Michelin-Karte 955 »Südliches Afrika« im Maßstab von 1:4000000. Shell gibt eine brauchbare Karte für das Kaokoveld heraus, die in den Buchhandlungen von Windhoek erhältlich ist.Zeitaufwand zwei WochenGefahrene Strecke 3500 Kilometer
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