Infos Nordportugal

Das größte Handikap dieses herrlichen Landes stellt der mörderische Anreiseweg dar, der unter drei Tagen kaum zu packen ist. Zeit sollte also das wichtigste Kriterium bei einem Portugal-Trip sein.

Anreise:Bei der Anreise über die Südroute (Lyon, Nimes Perpignan, Barcelona, Lleida, Zaragoza, Soria, Aranda, Valladolid und Zamora) kommen von Freiburg bis zur portugiesischen Grenze in Miranda do Douro 1900 Kilometer zusammen. Von Norddeutschland aus sind vom Grenzübergang Aachen über Paris, Tours, Bordeaux, Bayonne, Irun, Gasteiz Vitoria, Burgos, Valladolid und Zamora bis Miranda do Douro rund 1700 Kilometer abzuspulen. Beide Varianten bilden eine Mischung aus Autobahnen und zweispurigen Kraftfahrzeugstraßen. Übernachten:Eine Pension oder ein Recidencial, in dem sich auf niedrigem Preisniveau nächtigen läßt, findet sich in fast jedem Ort. Etwas dickere Brieftaschen gönnen sich den gerechten Schlaf in einer der Pousadas. Das sind staatliche Hotels, die oft in historischen Gebäuden wie Klöstern oder Burgen untergebracht sind. Außerhalb der Hochsaison gibt es dort Preisnachlässe. Eine Liste mit Adressen und Preisen verschickt das portugiesische Fremdenverkehrsamt. Eine Pousada in Toplage ist die Pousada de S. Lourenco in der Serra da Estrela , 6260 Manteigas, Telefon 075/982450, Fax 075/982453. GastronomieIm Nordosten stehen Ziegen- und Lammbraten von bester Qualität auf der Karte. Denn was hier auf den Tisch kommt, stammt meist aus der nächsten Umgebung. An der Küste wird natürlich Fisch gegessen, wobei der Bacalhau, ein Trockenfisch, zu den besonderen Landesspezialitäten gehört. Für ihn sollen so viele Zubereitungsarten existieren, daß es ein ganzes Jahr hindurch jeden Tag zu einem anderen Geschmack reichen würde. Wer dazu einen guten Tropfen genießen will, sitzt in der Nähe des Douro-Tales bereits mitten im Anbaugebiet einiger edler Reben. ReisezeitWenn es in Deutschland noch kalt und klamm ist, dann lacht in Portugal schon längst die Sonne. Trotzdem muß für die Region Trás-os-Montes und die Höhen der Serra da Estrela ein warmer Pulli ins Gepäck. In Trás-os-Montes liegen die Durchschnittstemperaturen im April mitunter tiefer als im März, weil in dieser Zeit relativ viel Regen fällt. Die Küstengebiete sind dem Landesinneren in Sachen Frühling zwei bis drei Wochen voraus. Sehenswürdigkeiten:Zu den Stationen, die während einer Reise durch Nordportugal nicht ausgelassen werden sollten, gehören das Kuriositätenmuseum in Romeu, die Altstadt um die Burg von Braganca, die Portweinkellereien in Porto, die Tropfsteinhöhle von Mira d«Aire, sowie das Kloster von Batalha.Literatur:Als umfangreicher Informant hat sich der Schmöker Richtig Reisen, Portugal, von DuMont für 44 Mark bewährt. Speziell auf Motorradfahrer zugeschnitten ist der Band Spanien aus der Edition Unterwegs, der auch zwei Motorradtouren inklusive praxisgerechter Informationen durch Portugal beschreibt. Er kann beim MOTORRAD-Leserservice unter Telefon 0711/182-1225 für 29,80 Mark bestellt werden. Die beste Karte kommt vom RV-Verlag, Spanien/Portugal 9/10, 1:300000.Adressen:Portugiesisches Touristik- und Handelsbüro,Schäfergasse 17, 60313 Frankfurt/M.,Telefon 069/290549, Fax 231433.Gefahrene Strecke:etwa 1450 KilometerZeitaufwand:Mindestens zwei Wochen
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