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Die karge Extremadura ist eine der dünnstbesiedelsten Regionen Spaniens und vom Tourismus noch fast unentdeckt. Wo Burgen und mittelalterliche Städte über dem Land thronen, wo Scharen von Geiern am Himmel kreisen und die Störche auf den Hausdächern klappern, ist viel Platz für beschauliche Motorradtouren zwischen Kultur und Natur.

Anreise: Mit dem Motorrad von Deutschland sind mindestens drei Fahrtage bis in die Extremadura. einzuplanen. Alternative: Flug bis Malaga an der Costa del Sol (bei Iberia ab 510 Mark; Zwischenstopp in Madrid oder Barcelona möglich) und per Mietmotorrad reisen.Klima: Im Vergleich zur andalusischen Küste herrschen in der Extremadura starke Klimagegensätze mit relativ kalten Wintern und heißen Sommern. Eine gute Reisezeit ist März bis Juni und September bis November.Motorradfahren: Mit ihren kerzengerade bis zum Horizont führenden Straßen erinnert die Extremadura teilweise an den wilden Westen der USA. Viel Abwechslung bieten dagegen die zahlreichen Gebirgszüge. Größter Vorteil: Es gibt jede Menge winziger Sträßchen und auch Pisten, auf denen praktisch kein Verkehr herrscht.Organisierte Touren/Mietmotorräder:Von Malaga an der Costa del Sol aus führt der deutsche Veranstalter Hispania Mototours einwöchige Touren in der Extremadura durch. Preis inklusive Mietmotorrad BMW F 650: 2640 Mark (ohne Flug). Infos in Deutschland unter Telefon und Fax 08857/9988, in Spanien unter Telefon und Fax 0034-58/82 79 02.Übernachten: Da weite Teile der Region sehr verlassen sind, sollten Übernachtungen rechtzeitig in den größeren Orten eingeplant werden. Die Kosten für ein Doppelzimmer liegen bei 40 bis 50 Mark pro Nacht, in den historischen Städten wie Trujillo oder Cáceres im Schnitt 50 Prozent höher.Gastronomie: In der touristisch völlig unberührten Extremadura werden die Tapas, die kleinen Appetithappen, in den Bars noch kostenlos zu Bier und Wein serviert. Bekannt ist die Region für ihren luftgetrockneten Schinken. Empfehlenswert: Der Besuch in einer Churrería, wo die Spanier zum Frühstück und zwischendurch das typische, süße Fettgebäck, die Churros, in unzähligen Varianten genießen.Sehenswert: Natur: Parque Natural de Monfragüe, in dem zahlreiche Geier und sogar Wölfe und Luchse leben. Landschaft: Die gewundenen Sträßchen in der Sierra de Gredo. Geschichte: Die römischen Ausgrabungen in Mérida. Ambiente: Die historischen Stadtkerne von Cáceres und Trujillo.Informationen: Auskünfte gibt es bei den Spanischen Fremdenverkehrsämter in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Bei Notfällen hilft im Land das Deutsche Konsulat in Sevilla unter Telefon (95) 4457811/7976.Literatur: Wer bei der Anreise noch Córdoba oder Sevilla mitnehmen möchte, widme sich dem soeben aktualisierten Spanien-Führer von Thomas Schröder aus dem Michael Müller Verlag (680 Seiten, 39,80 Mark). Speziell über die Extremadura gibt es von DuMont für 44 Mark einen Band der Reihe Richtig reisen. Als Karte bewährt sich das Blatt 444 der Michelin-Straßenkarte im Maßstab 1:400.000.Gefahrene Strecke: 1300 KilometerZeitaufwand: eine Woche
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