Infos

Nur wenige Motorradfahrer haben Luxemburg bisher für sich entdeckt. Eigentlich unverständlich, denn herrliche Strecken, schöne Landschaften, malerische Städte, vorzügliches Essen und internationales Flair garantieren tolle Ausflüge und bieten genügend Abwechslung für ein langes Wochenende.

Anreise: »Das grüne Herz Europas«, wie Luxemburg sich zu recht nennt, ist an Deutschlands Autobahnnetz nicht so lückenlos angebunden, wie die meisten anderen westeuropäischen Nachbarn. Aus dem Süden kommend, erreicht man sein Ziel am schnellsten via Karlsruhe, Kaiserslautern und Trier. Über Straßbourg und Metz trifft man in Thionville auf die Grenze. Von Köln aus kann man entweder über Aachen und die belgische A 27 in den Luxemburger Norden gelangen oder die A 1 in südliche Richtung nehmen und schließlich über gut ausgebaute Landstraßen in Richtung Bitburg und schließlich bis Vianden fahren. Fahrerisch und landschaftlich am reizvollsten sind die beiden letzten Varianten.Reisezeit: Die durch die belgischen Ardennen geschützte Lage und die Öffnung zum »warmen« Moseltal sorgen für ein spürbar gemäßigtes Klima in Luxemburg. Trotzdem sind die Tagestemperaturschwankungen hoch. Dabei ist der Norden allgemein etwas kühler als der Süden des Landes. Während der Sommerferien herrscht auch in Luxemburg reger Besucherandrang. Ein Trip ins Großherzogtum lohnt sich daher besonders im Frühjahr und im Herbst.Übernachten: Eine sehr gute Übersicht über Nachtlager in jeder Kategorie bietet der kostenlose Hotel- und Restaurantführer des Luxemburgischen Verkehrsamtes, Adenauerallee 108, 53113 Bonn, Telefon 0228/220586. Hier findet man kleine, familiär geführte Häuser ebenso wie die luxuriösen Herbergen der Hauptstadt. Das Preisniveau entspricht in etwa dem deutschen. Oft verfügen die Hotels über ein eigenes Restaurant mit zumeist exzellenter Küche. Die Campingplätze sind gepflegt und liegen in der Regel landschaftlich sehr reizvoll. Infos über das Verkehrsamt. Da die Entfernungen in Luxemburg nicht allzu groß sind, empiehlt sich ein fester Standort, von dem man gepäcklos in gemütlichen Tagestouren das Land entdecken kann.Sehenswert: An erster Stelle ist hier die Natur zu nennen, besonders im Ösling, den Luxemburger Ardennen also. Für viele bildet hier die »Kleine Schweiz« mit dem »Mullerthal« den landschaftlichen Höhepunkt. Weniger stark frequentiert sind die herrlichen Flußtäler von Our, Ernz und Wiltz. Städtebaulich besonders reizvoll sind Echternach und Vianden. Erlebnisse der außergewöhnlichen Art versprechen Fahrten mit dem Ballon (ab Junglinster, Skyline, Tel. 00352/789075) oder dem Oldtimer-Zug »Train 1900«, der zwischen Mai und September in Fond-de-Gras nahe Differdange im Südwesten abdampft.Literatur: Einen raschen Überblick verschafft der flott geschriebene und übersichtlich gestaltete Merian Live-Band »Luxembourg«, erschienen bei Gräfe & Unzer für 12,80 Mark. Als sehr informativ hat sich Baedekers Luxemburg-Führer zum Preis von 39,80 Mark erwiesen. Wer sich für die Kultur des Landes interessiert, kommt an DuMonts Kunstreiseführer nicht vorbei, zumal Luxemburg diesbezüglich einiges zu bieten hat. Preis: 40 Mark. Einen guten Überblick verschafft auch der HB-Bildatlas Luxemburg für 14,80 Mark. Hervorragend zum Reisen eignet sich die Michelin-Karte im Maßstab 1:150.000, Blatt 215 für 9,80 Mark.Zeitaufwand drei Tagegefahrene Strecke 600 Kilometer.
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote