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Sardinien ist die ideale Partnerin für alle, die Italien, mediterrane Wärme und ungestörtes Asphalt- und Schottervergnügen lieben. Darüber hinaus bietet sie spannende Geschichten, Mythen und interessante Bewohner.

Anreise: Sardinien wird per Fähre von Marseille bis Sizilien von den meisten Häfen angesteuert. Am naheliegendsten ist die Überfahrt von Genua (Tirrenia, zwölf Stunden, über Nacht möglich, ab 69 Mark einfach für Fahrer und 63 Mark für das Motorrad), Livorno (Sardinia Ferries und Navamar, ab 73/54 Mark) oder Civitavecchia (Tirrenia und FS, ab 21/53 Mark, acht Stunden). Alle Buchungen sind entweder vor Ort, beim ADAC oder in Reisebüros möglich. Auf saisonale Tarifunterschiede und Sonderangebote achten. Navamar und Sardinia Ferries bieten Inselhopping über Korsika an. Reisezeit: Die schönste Reisezeit für Sardinien ist von April bis Juni sowie im September und Oktober. Während der Hochsommermonate branden die Urlauberwogen über die Insel, und vor allem in den südlichen Regionen wird es extrem heiß.Übernachten: Entlang der Küste, insbesondere im Norden und Osten, sind Unterkünfte und Campingplätze aller Kategorien verfügbar. Im Landesinneren sind die Übernachtungsmöglichkeiten dünner gesäht. Viele Adressen enthält der Reiseführer von Eberhard Fohrer (siehe Literatur). Eng wird es in den Urlaubsmonaten Juli und August. Die Strecke: Die abgebildete Strecke beschreibt eine Rundreise auf Asphalt (rot) sowie die interessanteste Region für Enduristen (grün): das Gennargentu-Gebirge mit den höchsten Bergen der Insel. Beide Routen sind aber bloß ein Vorschlag, da Sardinien über die wohl schönsten Straßen des ganzen Mittelmeerraums verfügt. Wer einfach aufs Geratewohl den gelben und grünen Kringeln auf der Generalkarte folgt, wird stets perfektes Motorradterrain vorfinden. Für Off Roader gilt ähnliches, die meisten Wirtschaftswege sind befahrbar, Rücksicht auf ortsansässige Zwei- und Vierbeiner vorausgesetzt. Die dünne Besiedelung im Landesinneren kommt Off Road-Touren entgegen. Enduro: Eigentlich bietet Sardinien ideale Voraussetzungen für Enduristen: Einsamkeit, Berge und jede Menge schöner und legaler Schotterwege. Der Nachteil besteht darin, daß es kaum brauchbares Kartenmaterial für diese Naturstraßen gibt. Versuch und Irrtum lautet daher das viel Flexibilität voraussetzende Orientierungsprinzip auf der Insel. Denn viele Wege enden im Nichts, auf Bauernhöfen oder in unwegsamer Macchia. Längere Passagen zu finden ist entsprechend problematisch. Dafür ist der Schwierigkeitsgrad der meisten Wege nicht besonders hoch und die so erlebbare Schönheit der Insel jeden Versuch wert. Literatur: An Reiseführern über Sardinien besteht kein Mangel. Die beste Kombination aus Hintergrundinformationen, detailreichen Streckenbeschreibungen und Reisetips fanden wir in dem 564 Seiten starken Band »Sardinien« von Eberhard Fohrer aus dem Michael Müller Verlag für 44 Mark. In dem bislang eher dürftigen Kartenangebot gibt es endlich einen Lichtblick: Die brandneue »Generalkarte« von Marco Polo (Mairs) im Maßstab 1:200 000 mit vielen Details ist sogar bedingt endurotauglich ist. Topographische Karten sind extrem teuer und allenfalls auf Bestellung in speziellen Kartenhandlungen zu kriegen. Gefahrene Strecke: 800 Kilometer Zeitaufwand: mindestens eine Woche
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