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Der Vierwaldstätter See liegt nicht nur in der Mitte der Schweiz, er gilt auch als deren »Herz«: Hier wurde die Eidgenossenschaft gegründet - und hier wird Wilhelm Tell heute noch hoch verehrt.

Anreise: Eilige gelangen zum Vierwaldstätter See über die N2/E35, die berühmte Gotthard-Autobahn, aus Richtung Basel oder über die N4(N3)/E41 aus Richtung Zürich. Weniger Eilige sparen sich die Autobahngebühr und reisen viel schöner über die reizvolleren Landstraßen. Reisezeit: Das Seeklima ist mild und sorgt für eine fast schon mediterrane Ufervegetation. Bei schlechterem Wetter oder gar gepeitscht von den frühjährlichen Föhnstürmen zeigt sich der See aber auch gern von einer ganz anderen, wilden Seite. Dennoch kann das Töff getrost von Frühjahr bis Herbst auf den Uferstraßen ausgeführt werden. Von touristischem Andrang noch wenig belastet, ausreichend warm und ungeheuer farbenprächtig zeigt sich der See im späten Frühjahr.Unterkunft: Daß die Schweiz nicht gerade zu den Billigreiseländern gehört, ist bekannt. Das gilt besonders für Luzern. Hotelzimmer unter 140 Mark sind rar. Eine Auswahl an guten Hotels, in denen Zimmer für unter 100 Franken zu bekommen sind, stehen in »Gut & preiswert übernachten - Schweiz« für 19,80 Mark aus dem Kartographischen Verlag Busche. Direkt am Seeufer liegt das malerische Seehotel Lützlau Weggis, Doppelzimmer ab zirka 160 Mark. Hält man sich nur ein wenig abseits der touristischen Zentren, kann man entweder in Privatunterkünften oder kleinen Pensionen gut übernachten. Der Tip: das »Gasthaus Brückli« in Schattdorf bei Altdorf, Doppelzimmer ab zirka 100 Mark. Das »Brückli«, Telefon 0041/1/8701387, hat außerdem eine hervorragende schweizerische Küche. Für unter 25 Mark findet das müde Haupt einen Ruheplatz auf dem Campingplatz in Altdorf, Telefon 0041/41/8708541. Weitere Informationen: Schweiz Tourismus, Telefon 069/2560010; Fax 069/25600138.Allgemeines: Einen Wilhelm Tell, wie er in der Schweizer Überlieferung oder in Friedrich Schillers Schauspiel präsentiert wird, hat es Historikern zufolge wohl nie gegeben. Dennoch sind in die Sage historische Ereignisse wie die Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 eingeflossen. Die Eidgenossenschaft richtete sich gegen die Habsburger Herrschaft und deren Landvögte und verstand sich als eine eigene Nation. Einer der Vögte, in Schillers Schauspiel der Vogt Geßler, läßt auf dem Altdofer Mark einen Stock aufstellen. An dessen Spitze hängt sein Hut, den es im Vorbeigehen als Zeichen der Unterwerfung zu grüßen gilt. Tell verweigert den Gruß, und der Landvogt verlangt zur Strafe, daß Tell seinem Sohn mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf schießen soll. Obwohl Tell der Schuß gelingt, wird er verhaftet und auf einem Schiff abtransportiert. Doch dem Freiheitskämpfer gelingt bei stürmischer See mit einem kühnen Sprung die Flucht an Land, und in der Hohlen Gasse bei Küssnacht tötet er den Landvogt Geßler mit einem Schuß aus seiner Armbrust. Damit löst Tell, ginge es nach Schiller, vorzeitig den auf der Rütli-Wiese verabredeten Aufstand der Eidgenossen gegen die Habsburger Vögte aus. Seit 1499 ist die Schweiz politisch unabhängig.Literatur: Der Autor reiste »Mit Wilhelm Tell um den Vierwaldstätter See«, von Hans Georg Müller aus dem Ernst Klett-Verlag für 35 Mark. Friedrich Schillers Schauspiel führt als »poetischer Leitfaden« durch die Region um den See. Sechs Routenvorschläge garantieren mit einer Unmenge an Infos eine interessante Reise. Von Marco Polo kommt die Shell EuroKarte über die Schweiz im Maßstab 1:303 000. Zeitaufwandzwei TageGefahrene Strecke150 Kilometer
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