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Madagaskar verfügt über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Fast schon ein Wahrzeichen der Insel sind die mächtigen Baobab-Bäume und die nur hier lebenden Lemuren. Trotzdem sollte man nicht vergessen, daß man durch eines der ärmsten Länder der Welt reist.

Anreise: Mit der Air Madagaskar geht´s einmal pro Woche ab 1800 Mark ab Frankfurt über Nairobi nach Antananarivo. Air France fliegt von Frankfurt über Paris zweimal pro Woche ab 2680 Mark nach Madagaskar. Weitere Flüge mit der Air Madagaskar von Zürich und Wien. Die Autoren ließen nach einer Reise durch Kenia ihr Motorrad von der Air Madagaskar für 750 Mark von Nairobi nach Antananarivo transportieren. In Deutschland organisieren ATC Aviation Services einen Motorradtransport nach Madagaskar. Wer im gleichen Flugzeug sitzt, mit dem das Motorrad transportiert wird, zahlt entweder pro Kilogramm 12,81 Mark oder einen Betrag für das Volumengewicht, je nachdem, welcher Betrag der höhere ist. Infos: ATC Aviation Services, Fasanenweg 3, 65451 Kelsterbach, Telefon 06 107/90 120. Von einem Transport per Schiff ist wegen der hohen Diebstahlsrate im Hafen und noch komplizierterer Einreiseformalitäten abzuraten, denn das Zolldokument »Carnet de Passage« wird auf Madagaskar nicht anerkannt. Nur durch eine Erlaubnis vom Verkehrsministerium gelingt es, daß Motorrad durch den Zoll zu bringen. Für die Einreise genügt der Reisepaß und ein Visum. Auskünfte darüber erteilen Reisebüros. Übernachten: Kleine Pensionen gibt es in den meisten Dörfern ab drei bis fünf Mark für zwei Personen, einfache Hotels verlangen zehn Mark für ein Doppelzimmer. Dagegen kostet in der Hauptstadt im Hilton ein Doppelzimmer gute 200 Mark und mehr - zahlbar nur in begehrten Devisen.Währung: Die Landeswährung ist der Franc Malgache (FMG). 1000 FMG entsprechen zirka 45 Pfennig. In den Städten werden US-Dollar, französische Franc und auch D-Mark zum Tausch akzeptiert. In der Hauptstadt werden auch Travelercheques eingelöst und gelegentlich Kreditkarte akzeptiert. Reisezeit: Die beste Reisezeit ist der malagassische »Winter« zwischen April und September. Zwischen November und März herrscht Regenzeit. Dann sind viele Strecken des fast 50 000 Kilometer langen Straßennetzes absolut unpaßierbar. Gesundheit: Neben einer notwendigen Malariaprophylaxe sind folgende Impfungen überaus ratsam: Tetanus, Hepatitis-A, Diphterie, Polio und Typhus. Insektenschutzmittel sowie Moskitonetze nicht vergessen. Trinkwasser unbedingt entkeimen oder abkochen. Das Motorrad: Die Yamaha Ténéré der Autoren dürfte vielen Lesern bereits bekannt sein: Seit zwei Jahren reist das französische Tierärtze-Paar um den Globus und berichtete in MOTORRAD zuletzt über Tasmanien (Heft 13/1995). Das Motorrad ist im serienmäßigen Zustand belassen.Seit wenigen Monaten organisiert der Franzose Francois Serrano auf Anfrage Motorrad-Ausflüge über die Insel. Infos: Mad Traces, Francois Serrano, B.P. 1602 Antananarivo 01, Madagaskar, Telefon 00 26 1/2/34 97 8, Fax 23 64 8.Benzin: Nur in der Haupstadt gibt es Superbenzin für zirka eine Mark pro Liter. Ansonsten nur Normalbenzin für 50 Pfennig. Der verbleite Sprit ist oft verschmutzt. Man sollte auf jeden Fall eine Distanz von 300 Kilometern überbrücken können und unbedingt jede Gelegenheit zum Tanken nutzen. Literatur: Folgende Reiseführer bieten ausführliche Infos: »Madagaskar« aus der Reihe Reise Know-How vom Därr-Reisebuch-Verlag für 39,80 Mark. Das Buch informiert zusätzlich über Mauritius, Réunion, Sychellen und die Komoren. Aus dem Lonely Planet-Verlag kommt »Madagsacar & Comores« für 32 Mark, allerdings in englischer Sprache. »Madagaskar - Landschaften, Tiere und Pflanzen«, LB-Naturreisefüher für 24,80 Mark informiert sehr gut über Flora und Fauna. Zu bestellen bei: Travel Center Woick, Postfach 134301, 70774 Filderstadt, Telefon 07 11/70 96 700.Als Landkarte eignet sich die »Carte Routière« im Maßstab 1:2 000 000. Zu bestellen bei: Därr Expeditionsservice GmbH, Theresienstraße 66, 80333 München, Telefon 089/28 20 32.
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