Infos

Anreise
Egal, ob man westwärts über die USA oder ostwärts über Asien fliegt, Neuseeland ist 20000 Kilometer von Deutschland entfernt. Das entspricht einer reinen Flugzeit von etwa 24 Stunden. Für den Flug via USA spricht die höhere Freigepäckgrenze, für die Asien-Route das größere Angebot. Flugtickets über Korea, Singapur oder Bangkok nach Auckland oder Christchurch kosten in der Hochsaison ab etwa 1100 Euro. Die Amerika-Variante ist etwas teurer. Ein- oder mehrtägige Zwischenstopps in Asien, Australien, den USA oder der Südsee sind möglich.

Reisezeit
Die Hauptsaison liegt zwischen Weihnachten und Anfang März – und dann kann es auf den beiden Inseln arg voll werden. Die Monate April und Mai sind deutlich ruhiger, aber auch nicht mehr so warm und trocken. In der Vorsaison im November und Dezember ist ebenfalls kaum etwas los, allerdings regnet es in dieser Zeit häufiger. Die Sommertemperaturen auf der Nordinsel pendeln tagsüber zwischen 20 und 30 Grad, auf der Südinsel ist es im Schnitt fünf Grad kühler. Die im Sommer wärmsten und im Winter kältesten Orte Neuseelands liegen in Central Otago, das im Schutz der Südalpen fast kontinentales Klima bietet. Den besten Wetterbericht gibt es im Internet unter www.metservice.co.nz.

Dokumente
Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein. Eine Aufenthaltsgenehmigung wird für 90 Tage erteilt und kann vor Ort verlängert werden. Fürs eigene Motorrad ist ein Carnet de Passages erforderlich, das beim ADAC erhältlich ist. Nationaler Führerschein und Fahrzeugschein werden akzeptiert. Eine Versicherungspflicht besteht nicht, allerdings wird eine so genannte »Third Party Insurance« empfohlen, die für drei Monate etwa 95 Euro kostet und vor Ort abgeschlossen werden kann.

Motorräder
Um den Traum Neuseeland auf dem Motorrad zu realisieren, hat man verschiedene Möglichkeiten. Wer länger bei den Kiwis unterwegs ist, kann das eigene Motorrad mitnehmen oder sich vor Ort ein Bike kaufen. Für normale Urlauber kommen Mietmotorräder in Frage. Zudem gibt es ein breites Angebot an geführten Touren. Detaillierte Infos zu allen Fragen rund ums Motorrad in Neuseeland finden Sie auf den folgenden Seiten.

Übernachten
Freies Zelten ist außerhalb von Naturschutzgebieten und Privatgrund zwar erlaubt, aber nur selten möglich – das ganze Land ist fast vollständig eingezäunt. Die zahlreichen Campingplätze sind großzügig mit Aufenthaltsräumen, Küchen oder sogar Fernsehzimmern ausgestattet. Für ein Zelt und eine Person fallen sechs bis zehn Euro pro Nacht an. Neben den privaten Campgrounds unterhält das Departement of Conservation (DOC) fast 200 zumeist einfache Zeltplätze in oftmals sehr schöner Lage (Infos unter www.doc.govt.nz). Wer lieber im Bett schläft, findet etliche »Backpackers«, einfache Hostels, die kaum teurer als gute Campingplätze sind. Daneben gibt es zahlreiche »Bed & Breakfast« – Unterkünfte, Motels und Hotels in allen Preisklassen.

Aktivitäten
Das Angebot an Outdoor-Aktivitäten scheint in Neuseeland unerschöpflich, und als Epizentrum für den schnellen Adrenalinkick hat sich Queenstown etabliert. Wer mit Bungeejumping, Jetboating oder Abseiling nichts am Hut hat und sich lieber in der grandiosen Natur bewegt, steht ebenfalls vor der Qual der Wahl. Tausende Kilometer Wanderwege durchziehen die Nationalparks des Landes. Manche sind so beliebt, dass der Zugang reglementiert werden musste. Der berühmteste Weg, der Milford Track, ist meist schon vor Weihnachten bis zum Ende der Saison am 30. April ausgebucht. Auf dem Tongariro Crossing tummeln sich im Januar pro Tag bis zu 500 Menschen, im Mai dagegen kaum noch ein Dutzend. Zusätzlich lädt die zerklüftete Küste mit ihren geschützten Buchten und Fjorden zum Paddeln ein. Als schönste Kajakreviere gelten der Abel Tasman Nationalpark, die Marlborough Sounds und der Milford Sound (hier nur geführte Touren).

Informationen
Fast jeder Ort hat sein eigenes »Visitor Center«, das mit umfangreichem Material hilft und oft wertvolle Tipps parat hält, die nicht im Reiseführer stehen. Daneben gibt es die DOC-Infocenter, die über Flora, Fauna, Geologie und das Wetter informieren. Das Internet bietet zudem eine unübersehbare Fülle an Infos. Empfehlenswerte Seiten: www.nz.com, www.newzealand.com, www.travelplaner.co.nz, www.purenz.com.

Literatur
Als beinahe allwissender Reiseführer empfiehlt sich »New Zealand« aus dem Lonely-Planet-Verlag. Das englischsprachige Buch kostet 22,90 Euro. Vom Stefan-Loose-Verlag kommt ebenfalls ein guter Führer für 24,95 Euro. »Neuseeland, die schönsten Nationalparks« von Reise Know-How hilft für 19,90 Euro bei der Tourenplanung in den Parks. Zwei außergewöhnlich gute Bildbände eigenen sich zum Einstimmen auf die Reise: »Faszination Neuseeland«, Tecklenborg-Verlag, für 45 Euro sowie »Natur Neuseeland« aus dem Styria-Verlag für 49,90 Euro. Als brauchbare Übersichtskarte hat sich die Neuseeland-Karte im Maßstab von 1:1000000 von Reise Know-How erwiesen (8,90 Euro). Deutlich detaillierter: der Kartenatlas »Kiwi Pathfinder-New Zealand« aus dem Verlag Kiwimaps, in 1:500000. Der Atlas ist nur in Neuseeland erhältlich, passt in den Tankrucksack und zeigt fast alle Wege. Weitere Bilder dieser Neuseelandreise finden sich auf der Internetseite des Autors: www.jodeleker.de.
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