Infos

Geologisch betrachtet, bilden die Vogesen quasi das Partnergebirge des Schwarzwalds. Erst der Aufbruch des Oberrheingrabens vor rund 60 Millionen Jahren trennte den Gebirgsstock. Wobei sich die Vogesen wilder und unreglementierter präsentieren, das Leben lässiger. Vor allem aber trägt die Verflechtung französischer und alemannischer Wurzeln viel zum Charme bei.

Foto: Eisenschink
Anreise
Für fast alle ist die A 5 der beste Ausgangspunkt, auf der zwischen Karlsruhe und Mulhouse die gewünschte Einstiegshöhe gewählt werden kann (auf Rheinbrücken oder -fähren achten, A 35/N 83 Colmar–Strasbourg mautfrei). Saar- und Rheinländer finden über Saarbrücken und Pirmasens gute Nordeinstiege. Die beschriebene Tour beginnt westlich von Karlruhe, führt durchs Gebirge nach Süden und entlang der elsässischen Weinstraße am Ostrand der Vogesen zurück.

Reisezeit
Ähnlich wie in Süddeutschland, nur muss in den Vogesen das herbere Klima auf den Höhenzügen und an der Westflanke beachtet werden. Vor allem jetzt im Herbst Wetterbericht beachten und im Notfall zur milderen Rheinseite ausweichen.

Unterkunft/Gastronomie
Entlang der Strecke und bevorzugt auf größeren Pass-Kreuzungen
liegen viele gemütliche, kleine Gasthäuser. Oft dem empfehlenswerten Verband Logis de France angeschlossen und meist mit einem netten Restaurant. Die Preise beginnen bei etwa 35 Euro pro Nacht und Nase. Wer vorab buchen will, findet im unten genannten Reise Know-How-Führer bereits eine Auswahl von Adressen. Camping ist nicht ganz so verbreitet, aber beispielsweise am Lac de Geradmer gut möglich. Unbedingt eine Rast in einer der urigen Fermes Auberges (Bergbauernhöfe) einplanen, die sich vor allem entlang der Route des Crêtes finden und gute, einheimische
Gerichte sowie Käse anbieten.

Strecke/Tanken/Endurowege
Schöne Straßen scheinen in den Vogesen schier unbegrenzt. Unsere Route bietet daher nur eine Möglichkeit von vielen und lässt sich mit einer
detailfreudigen Karte beliebig erweitern oder variieren. Weniger üppig sind Tankstellen gesät, die oft nur noch an Supermärkte angedockt und mit Kartenautomaten ausgerüstet sind. Selbst in größeren Orten muss regelrecht danach gefahndet werden. Also stets genügend Reserve einplanen. Eingeschränkt sind auch die Möglichkeiten für Enduristen. Manche einfache, geschotterte Route forestière darf zwar befahren werden, Gröberes ist dagegen meist Wanderern und Mountainbikern vorbehalten, was von allen Stollen-Fans unbedingt respektiert werden sollte.

Literatur
Sehr ausführlich und mit vielen Tipps und Hintergrund-Information für alle möglichen Interessensgebiete präsentiert sich »Elsass, Vogesen« von Reise Know-How für 14,90 Euro. Auch eine erste Auswahl von Übernachtungsmöglichkeiten kann mit diesem Band getroffen werden. Die historischen Hintergründe werden ebenfalls angesprochen. Noch weitreichender erörtert diese das Geo Epoche-Magazin »Der Erste Weltkrieg« für acht Euro. Die beste Karte kommt von Michelin, Blatt 315, in 1:150000. Mairs handelt dafür in seiner 1:200000er-Generalkarte »Elsass–Vogesen–Schwarzwald« zusätzlich das Nachbargebirge mit ab.

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