Infos

Die Türkei ist ein äußerst vielfältiges Reiseland – besonders wenn man sich bis in den äußersten Osten begibt. Die Höhepunkte: Kappadokien, der Nemrut Dagi, der riesige Van-See und natürlich der Ararat.

Anreise
Wer auf eigenen Rädern in die Türkei fahren möchte, sollte für die lange Strecke genug Zeit mitbringen. Von Köln bis Istanbul kommen rund 2500 Kilometer zusammen, weitere 2000 sind es dann noch bis zum Ararat. Eine bequeme Alternative stellt die Anreise per Autofähre von Ancona bis Çesme (Marmara Lines). Eine Person mit Motorrad muss für Hin- und Rückfahrt ab 423 Euro einplanen.
Infos unter www.marmaralines.com oder bei RECA, Telefon 07031/866010.
Ebenfalls möglich ist die Anreise per Optima-Autozug, der im Sommer mehrmals täglich von Villach oder Wien in Österreich bis ins türkische Edirne fährt. Tickets für eine Person und ein Motorrad kosten für Hin- und Rückfahrt, die jeweils etwa 36 Stunden dauert, ab 490 Euro. Infos: Telefon 089/5488111; www.optimatours.de.

Dokumente
Für die Einreise ist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass erforderlich, in den das Fahrzeug eingetragen wird. Zudem wird die Grüne Versicherungskarte verlangt, die auch für den asiatischen Teil der Türkei gültig sein muss. Internationaler Fahrzeug- und Führerschein sind nicht erforderlich. Österreichische Staatsbürger benötigen ein Visum.

Reisezeit
Die besten Reisemonate für einen Trip bis in den Osten der Türkei sind Juni bis Mitte Juli sowie der September. Davor und danach herrscht in den höheren Regionen der zentralanatolischen Hochebene mitunter empfindliche Kälte, die in Richtung Osten weiter zunimmt. Im August kann das Thermometer locker über 40 Grad klettern. Zudem ist es im Hauptreisemonat der Türken überall meist sehr voll. An der Mittelmeerküste
bieten bereits April und Mai mit 20 und 25 Grad optimale Temperaturen für einen Motorradtrip. Wer im Herbst (Mitte September bis Ende Oktober) loszieht, muss im Bergland mit Nachtfrost und ersten Schneefällen rechnen.

Unterkunft
Entlang der Mittelmeerküste und in den touristischen Zentren wie Pamukkale oder Kappadokien gibt es zahlreiche Zeltplätze, Pen- sionen und Hotels, die in der sommerlichen Hochsaison allerdings schnell ausgebucht sind (siehe oben). Abseits der Touristenrouten geht das Angebot deutlich zurück. Ein guter Reiseführer hilft bei der Quartiersuche weiter. Freies Zelten ist abseits von Privatgrund und Nationalparks und vor allem im einsamen Landesinneren sehr schön möglich.

Geld
Währung ist die Neue Türkische Lira YTL (aktueller Kurs: 1 Euro = 1,88 YTL). In touristischen Zentren und in größeren Städten kann man per EC- oder Kreditkarte an Bankautomaten Geld abheben.

Literatur
Überaus empfehlenswert ist der 870 Seiten dicke Türkei-Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag für 24,90 Euro. Einen ähnlich guten Reiseführer gibt es für 22 Euro von Reise Know-How. Zum Einstimmen zuhause eignet sich das ADAC-Reisemagazin Türkei zum Preis von 7,80 Euro.
Als gute Gesamtkarten entweder die Shell-Karte »Türkei« oder das gleichnamige Blatt aus dem RV-Verlag wählen. Beide Karten sind im Maßstab von 1:750000 erhältlich und
kosten jeweils 9,95 Euro.
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